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Diphosphate, E 450, Natriumphosphat, Kaliumphosphat


Englisch: Di-phosphates, Potassium di-phosphates, Sodium di-phosphates
Französisch: Di-phosphate, Di-phosphate de potassium, Di-phosphate de sodium
Spanisch: Difosfatos, Difosfatos de sodio, Difosfatos de potasio
Italienisch: Di-fosfati sodici, Di-fosfati, Di-fosfati potassici



Diphosphate wie Natriumphosphat und Kaliumphosphat sind Lebensmittelzusatzstoffe und tragen die europäische Zulassungsnummer E 450. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln können diese Zusatzstoffe auch einfach als Phosphate deklariert sein. In der Lebensmittelindustrie werden Diphosphate in den Funktionsklassen Schmelzsalze, Komplexbildner, Säureregulatoren und Emulgatoren eingesetzt.

Bei Diphosphaten handelt es sich um Abkömmlinge der Phosphorsäure. Man unterscheidet die verschiedenen Diphosphate anhand der Alkalimetallionen, die im Molekül gebunden sind. Es gibt das Tetrakalium-Diphosphat, das Tetranatrium-Diphosphat, das Trinatrium-Diphosphat, das Dinatrium-Diphosphat, das Calciumdihydrogen-Diphosphat und das Dicalcium-Diphosphat. Die einzelnen Diphosphate werden von der Lebensmittelindustrie für unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Diphosphate sind als Zusatzstoff in der Europäischen Union mit der Nummer E 450 zugelassen und werden von der lebensmittelverarbeitenden Industrie aufgrund ihrer zahlreichen Eigenschaften geschätzt. Eingesetzt werden Diphosphate vor allem als Emulgatoren. Als Emulgatoren haben sie die Fähigkeit eigentlich nicht mischbare Substanzen miteinander zu verbinden und diese Verbindung stabil zu halten. Daneben hat E 450 noch viele weitere Funktionen. Als Backtriebmittel, Trennmittel, Konservierungsmittel und Antioxidationsmittel kann dieser Lebensmittelzusatzstoff ebenfalls fungieren. Diphosphate können auch genutzt werden, um das Verklumpen pulverförmiger Lebensmittel zu verhindern. In Verbindung mit Calcium sorgt E 450 für eine cremige Konsistenz.



Verwendung

© motorlka / fotolia.com

Diphosphate sind als Lebensmittelzusatzstoff nicht für Lebensmittel allgemein zugelassen, sondern dürfen nur für bestimmte Lebensmittel verwendet werden. Eine Höchstgrenze ist ebenfalls vorgeschrieben.

Erlaubt ist E 450

Diphosphate werden unter anderem auch bei der Herstellung von Papier und in Reinigungsmitteln verwendet.



Herstellung

Diphosphate werden künstlich hergestellt. Genutzt werden hierfür Calcium-, Natron- oder Kalilauge und Phosphorsäure.



Gesundheitliche Risiken

Diphosphate gelten genau wie Phosphate als gesundheitlich unbedenklich. Der ADI-Wert wurde auf 70 mg/kg Körpergewicht festgelegt. Der ADI-Wert bezieht sich auf die Summe aller Phosphate, die über die Nahrung aufgenommen werden. Auch wenn Diphosphate als gesundheitlich unbedenklich gelten, raten Verbraucherschützer vor einem Verzehr in hohen Dosen ab. Phosphate stehen unter dem Verdacht, die Entstehung einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen bei Kindern zu begünstigen. Bislang konnte dieser Verdacht jedoch nicht bestätigt werden. Außerdem wurde vermutet, dass Phosphate einen negativen Einfluss auf das Calcium-Phosphat-Gleichgewicht im menschlichen Körper haben. Beobachtungen haben ergeben, dass ein Verzehr großer Mengen Phosphat dazu führen kann, dass der Calciumspiegel im Blut sinkt und der Parathormonspiegel ansteigt. Dadurch soll Calcium aus den Knochen gelöst werden, was zu Osteoporose führen kann. Auch diese Vermutung konnte nicht bewiesen werden. Dennoch sollten Lebensmittel mit Phosphaten nur maßvoll verzehrt werden.



Zusammenfassung und Kurzinfos

  • Tetrakaliumdiphosphat kann deklariert werden als Diphosphat



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »








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