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Farbstoffe, Lebensmittelfarbstoffe

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Lebensmittelfarbstoffe oder kurz Farbstoffe sind Lebensmittelzusatzstoffe zum Färben von Lebensmittel. Farbstoffe werden in die Gruppen der natürlichen Farbstoffe und synthetischen Farbstoffe unterteilt. Die naturidentischen Farbstoffe sind ebenfalls synthetischen Ursprungs. Die naturidentische Farbstoffe sind synthetische Nachbildungen von in der Natur vorkommenden, färbenden Substanzen. Die chemische Struktur und das Verhalten der im Reagenzglas erzeugten Farbstoffen sind von ihrem natürlich entstandenen Pendant nicht zu unterscheiden. Synthetische Farbstoffe haben kein natürliches Gegenstück. Zu der Gruppe der künstlichen Farbstoffe gehören u. a. die Azofarbstoffe. Es sind über 40 Lebensmittelfarbstoffe bekannt. Darunter befinden sich auch einige Metalle.



Einsatz von Lebensmittelfarbstoffen

Bei der qualitativen Lebensmittelbewertung spielt die Farbe ein wesentliches Kriterium. So gilt beispielsweise, dass Erdbeeren solchen mit grünen Stellen zu bevorzugen werden oder dass braun gefleckter Blumenkohl minderwertige Ware ist. Bestimmte "Farbcodes" sind allgemein gültig und werden von allen Menschen verstanden. Diese Erkenntnis macht sich insbesondere die Lebensmittelindustrie zu eigen und färbt Lebensmittel, um sie appetitlicher erscheinen zu lassen. Lebensmittelfarbstoffe werden in der Lebensmittelindustrie als verkaufsfördernde Maßnahme Farbstoffe können überall dort eingesetzt werden, wo sie die natürlichen Farbtöne unterstützen, die beispielsweise während oder durch die Verarbeitung und Lagerung verblassen. Zusätzlich helfen sie der Lebensmittelindustrie Produkte in immer demselben Farbton anzubieten.



Liste der Lebensmittelfarbstoffe



Sondergruppe Azofarbstoffe

Die größte Gruppe innerhalb der Farbstoffe stellen mit über 2000 organischen Verbindungen die Azofarbstoffe dar. Sie sind chemisch-systhetisch hergestellte Lebensmittelfarbstoffe und stehen unter Verdacht stark karzinogen, also krebserregend zu wirken sowie Allergien und Pseudoallergien auszulösen und am hyperkinetischen Syndrom (Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörung) beteiligt zu sein.



Kennzeichnung von Farbstoffen für Lebensmittel

Farbstoffe müssen dann auf der Verpackung von Lebensmitteln gekennzeichnet werden, wenn sie zum Färben von Lebensmittel eingesetzt werden. Nach dem EU-Recht müssen dann der Klassenname "Farbstoff" gefolgt von dem Namen oder der E-Nummer des Farbstoffs angegeben werden. Von der Kennzeichnungspflicht sind Farbstoffe ausgenommen, die nur in nicht zum Verzehr gedachten Teilen eines Lebensmittels wie beispielsweise Umhüllungen oder Überzüge zum Färben verwendet wurden. Dabei muss es für den Verbraucher offensichtlich sein, dass die Umhüllung oder der Überzug nicht gegessen werden darf. Lebensmittel, die stark färben, wie beispielsweise Safran, Kurkuma oder Rote Bete und ein Teil der Rezeptur sind, müssen nicht als Farbstoffe gekennzeichnet werden sondern brauchen lediglich in der Zutatenliste aufgeführt werden. Dazu zählen u. a. Extrakte von Lebensmitteln, die eine färbende Wirkung haben wie beispielsweise Spinatextrakt (etwa zum Färben von grüne Nudeln oder Pistazieneis), Rote-Bete-Extrakt (etwa zum Färben von Gummibärchen) oder Kurkumin-Extrakt (etwa zum Färben von Margarine, Wurst, Pasteten oder Reisfertiggerichte).



Lebensmittelfarbstoffe

Interessant ist es auch zu wissen, wer die Lebensmittelfarbstoffe Produziert und woher sie importiert werden. Lebensmittelfarbstoffe Hersteller und Anbieter in Deutschland finden sich auch online. Sie bieten gelegentlich umfassende Firmeninformationen.



Zusammenfassung und Kurzinfos









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