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Carotine, E 160 a, ß-Carotin, Beta-Carotin



Englisch: Carotene
Französisch: Carotène
Spanisch: Caroteno
Italienisch: Carotene


Inhaltsverzeichnis



Carotin ist ein Lebensmittelfarbstoff, der sowohl natürlicher als auch synthetischer Herkunft sein kann. Carotin trägt die europäische Zulassungsnummer E 160 a für Lebensmittelzusatzstoffe. Wurde Carotin einem Lebensmittel zugesetzt, so kann der Lebensmittelfarbstoff als zudem als ß-Carotin oder Beta-Carotin auf der Zutatenliste vermerkt sein.

Die Bezeichnung Carotin wird zum einen für den natürlichen Farbstoff wie er in Gemüse und Früchten vorkommt und zum anderen für das extrahierte oder synthetisierte reine Beta-Carotin verwendet. In der Natur kommt Carotin als Mischung aus Alpha-, Beta- und Gamma-Carotin vor.

In der Natur kommen Carotine und die Abkömmlinge Carotinoide sehr häufig vor. Der Farbstoff sorgt bei Gemüse und Früchten für eine gelbe bis rote Farbe. Carotine kommen zudem in Milch und in der Leber vor. Für den menschlichen Organismus sind Carotinoide sehr wichtig. Carotinoide wirken als Antioxidantien und sind am Sehprozess beteiligt. Außerdem unterstützen Carotinoide die Aufnahme von Vitamin A.

Natürliche sowie künstliche Carotinoide gelten als größte Gruppe unter den Lebensmittelzusatzstoffen. Carotine verleihen Lebensmitteln eine gelbliche bis rote Färbung. Der Farbstoff löst sich in Fett und zeigt sich wenig beständig gegenüber Sauerstoff und Licht. Eine Zugabe von Ascorbinsäure kann den Farbstoff stabilisieren.


Herstellung von Carotin

Möchte man gemischte Carotine gewinnen, so kann der Farbstoff durch Extraktion aus Pflanzen gewonnen werden. Hierfür werden zumeist Karotten, Algen oder Pflanzenöle genutzt. Der natürliche Farbstoff enthält zwar überwiegend das Beta-Carotin, allerdings sind zusätzlich Alpha-Carotin und Gamma-Carotin enthalten.

Eine wesentlich größere Bedeutung kommt dem synthetisch hergestellten Carotin zu. Hier wird reines Beta-Carotin künstlich hergestellt. Dazu dienen spezielle Mikroorganismen. Diese Organismen können gentechnisch verändert sein.


Verwendung von Carotin

In der Lebensmittelindustrie wird überwiegend das synthetische Beta-Carotin eingesetzt. Der extrahierte, natürliche Farbstoff findet nur selten Verwendung. Carotine sind für alle Lebensmittel zugelassen. Allerdings werden aus dieser Regelung Lebensmittel ausgenommen, die unbehandelt bleiben sollen und solche, denen kein Zusatzstoff beigemengt werden darf. Eine Höchstmengenbeschränkung für den Einsatz für Carotine gibt es für einige Lebensmittel wie beispielsweise Wurst mit 20 mg/kg. Ansonsten gilt die quantum satis Regel. Demnach darf nur soviel Carotin zum Färben von Lebensmittel eingesetzt werden, wie es für die gewünschte Wirkung unbedingt notwendig ist.

Carotine werden verwendet um beispielsweise Butter, Margarine, Käse, Mayonnaise, Speiseeis, Desserts und Wurst einzufärben.


Kennzeichnung

Werden Carotine als Farbstoff eingesetzt und direkt Lebensmitteln zugeführt, müssen sie als Zusatzstoff deklariert werden. Carotine, die in zusammengesetzten Zutaten enthalten sind und keine technologische Wirkung mehr im fertigen Produkt aufweisen, also das Lebensmittel nicht mehr färben, müssen nicht als Lebensmittelfarbstoff in der Zutatenliste aufgeführt werden.


Carotin E 160 a: Gesundheitliche Risiken

Der ADI-Wert von Carotin E 160 a liegt bei 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Carotine gelten zwar weitestgehend als unbedenklich, stehen jedoch im Verdacht bei Rauchern und Herz-Kreislauf-Kranken das Risiko für einige Krebsarten zu erhöhen. Ein erhöhter Verzehr kann zu Ablagerungen im Gewebe und in der Haut führen.



Zusammenfassung und Kurzinfos



Quellen








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