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Azofarbstoffe


Englisch: Azo compound
Französisch: Colorant azoque
Spanisch: Azoderivado
Italienisch: Azocomposti



Azofarbstoffe sind chemisch-systhetisch hergestellte Lebensmittelfarbstoffe und zählen zu den Lebensmittelzusatzstoffen. Sie stellen mit über 2000 organischen Verbindungen die größte Gruppe innerhalb der Farbstoffe dar.



Azofarbstoffe Warnhinweis und Kennzeichnung

Für Lebensmittel zugelassen Azofarbstoffe müssen seit dem 20. Juli 2010 neben der E-Nummer zudem den Vermerk kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen tragen. Azofarbstoffe werden hauptsächlich für die Herstellung von Erfrischungsgetränken, Süßwaren, Speiseeis und feinen Backwaren verwendet.



Liste der Azofarbstoffe - Azofarbstoff Liste

Hier eine Liste der Azofarbstoffe, die diesen Warnhinweis tragen müssen:

Azofarbstoffe lassen sich gut mischen und sind besonders lichtechte, stabile und kräftige Farben. Hergestellt werden die Azofarbstoffe aus dem Ausgangsstoff Anilin, der früher aus Steinkohleteer (ein Nebenprodukt der Koksgewinnung aus Steinkohle) extrahiert wurde. Mittlerweile gewinnt man Anilin in einer chemischen Reaktion aus Erdöl. Im menschlichen Körper werden zahlreiche Azofarbstoffe durch Enzyme in ihre Ausgangsverbindungen aufgespalten. Diese Verbindungen gelten als stark krebserzeugend.



Verwendung von Azofarbstoffen

Die Verwendung von Azofarbstoffen beschränkt sich überwiegend auf die Färbung von Fetten, Holz und Papier. Viele Azofarbstoffe stehen unter Verdacht, Allergien und Pseudoallergien auszulösen. Darüber hinaus könnten Azofarbstoffe am hyperkinetischen Syndrom (Hyperaktivität oder Aufmerksamkeitsstörung) beteiligt zu sein. Nur einige wenige sind Azofarbstoffe sind darum auch zum Färben von Lebensmitteln zugelassen.



Zusammenfassung und Kurzinfos

  • Farbstoffe werden eingeteilt in Azofarbstoffe
  • Cochenillerot A, Chinolingelb, Braun HT, Braun FK und Amaranth ist ein Azofarbstoff



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »








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