Riboflavin, Lactoflavin, E 101, Laktoflavin
Englisch: Riboflavin
Französisch: Riboflavine
Italienisch: Riboflavina
Spanisch: Riboflavina
Inhaltsverzeichnis
- Riboflavin
- Herstellung von Riboflavin
- Verwendung von Riboflavin
- Riboflavin: Gesundheitliche Risiken
- Quellen
Bei Riboflavin handelt es sich in erster Linie um das Vitamin B2, das aufgrund seiner gelben Farbe jedoch auch als Lebensmittelfarbstoff verwendet werden kann. Als Lebensmittelzusatzstoff wird Riboflavin mit der europäische Zulassungsnummer E 101 gekennzeichnet. Riboflavin kann aus Molke oder Hefe als natürlicher Farbstoff oder als synthetischer Farbstoff gewonnen werden. Als Lebensmittelzusatzstoff kann Riboflavin auch als Laktoflavin oder Lactoflavin auf der Zutatenliste gekennzeichnet werden.
Bei Riboflavin handelt es sich um das Vitamin B2, das vor allem in der Chemie als Riboflavin bezeichnet wird. Das Vitamin spielt eine wichtige Rolle in der Energiegewinnung im menschlichen Organismus. Das Vitamin ist am Stoffwechsel und am Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweiß beteiligt. Zudem wirkt das Vitamin B2 unterstützend bei der Aufnahme anderer Vitamine.
Riboflavin kommt in vielen Lebensmitteln ganz natürlich vor. So findet man das Vitamin beispielsweise in Milch, Milchprodukten, Eiern, Fleisch und Hefe. Aber auch Vollkornprodukte und einige Gemüsesorten wie Grünkohl, Brokkoli, Erbsen und gelbe Paprika enthalten Riboflavin. Riboflavin hat eine gelbe Farbe und wird auch zum Färben von Lebensmitteln eingesetzt. Der Farbstoff ist nicht lichtbeständig und löst sich nur schwer in Wasser.
Herstellung von Riboflavin
Zur Herstellung von Riboflavin können natürliche Quellen wie Hefe oder Molke genutzt werden. Wird Riboflavin jedoch industriell hergestellt, so geschieht dies in der Regel mit Hilfe eines chemischen Verfahrens. Auch gentechnisch veränderte Organismen kommen vermehrt bei der Herstellung von Riboflavin zum Einsatz.
Verwendung von Riboflavin
Riboflavin wird zum Färben von Lebensmitteln verwendet. Einen Höchstwert hat der Gesetzgeber für diesen Farbstoff nicht festgelegt. Allerdings soll nur genau die Menge dem jeweiligen Lebensmittel zugefügt werden, die man braucht, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Gefärbt werden mit dem Lebensmittelfarbstoff Riboflavin beispielsweise Cremespeisen, Desserts, Süßwaren, Speiseeis, Mayonnaise, Teigwaren und einige Getränke 🛒.
Wird Riboflavin als Farbstoff zugesetzt, muss es als Riboflavin oder mit der Nummer E 101 gekennzeichnet werden. Wird es hauptsächlich als Vitamin zugesetzt, so darf es als Vitamin B2 auf der Zutatenliste vermerkt werden. Mit Vitamin B2 wird beispielsweise Säuglingsnahrung und Kleinkindnahrung angereichert. Riboflavin darf auch zum Färben von Kosmetika und Medikamenten verwendet werden.
Riboflavin: Gesundheitliche Risiken
Riboflavin gilt als gesundheitlich unbedenklich. Da Farbstoffe allerdings laut der EG-Öko-Verordnung bei Bio-Lebensmitteln nicht eingesetzt werden dürfen, kommt Riboflavin hier nicht zum Einsatz. Ein ADI-Wert existiert für Riboflavin nicht.
Quellen
- Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
![Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben]()
- Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
![Lebensmittelchemie]()
- Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
![Der große Larousse Gastronomique]()
- Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
![Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik]()
- Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »
![Lebensmittel-Lexikon]()





