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Echtes Karmin, Karminrot, Karminsäure, Cochenille, E 120

c0001960


Englisch: Crimson lake, Carmine, C.I. 75470, Natural red 4, Cochineal
Französisch: Carmin
Spanisch: Rojo natural 4, Grana cochinilla, Carmín, Crimson lake, C.I. 75470
Italienisch: Carminio



Echtes Karmin ist ein natürlicher Lebensmittelfarbstoff und trägt die europäische Zulassungsnummer E 120 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste kann echtes Karmin auch als Cochenille, Karminsäure oder Karminrot deklariert sein. Beim echten Karmin handelt es sich um einen Lebensmittelzusatzstoff tierischen Ursprungs.

Je nachdem wie der Säuregehalt des jeweiligen Lebensmittels ausfällt, färbt echtes Karmin leicht rot bis leuchtend rot. Der Farbstoff gilt als lichtbeständig und hält Hitze sowie Fruchtsäuren stand. Bereits die Azteken nutzten diesen Farbstoff, um Kleidung und Lebensmittel einzufärben. Erst mit der Eroberung Amerikas gelangte echtes Karmin mit den Spaniern nach Europa.


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Herstellung von echtem Karmin

© Ellie Nator / fotolia.com


Für die Herstellung von echtem Karmin werden die Weibchen der Cochenilleschildläuse getrocknet. Diese besonderen Schildläuse kommen natürlicherweise vor allem in Süd- und Mittelamerika vor und leben dort auf einer bestimmten Kaktusart. Der Farbstoff wird durch Extraktion aus der Schildlaus gewonnen. Anschließend wird die Karminsäure mit Aluminiumsalzen gefällt. So entsteht echtes Karmin. Echtes Karmin wird nur aus den befruchteten und getrockneten Weibchen dieser Schildläuse gewonnen.


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Verwendung von echtem Karmin

Echtes Karmin darf nur für die Färbung bestimmter Lebensmittel eingesetzt werden. So werden beispielsweise essbare Überzüge für Wurst und Käse, Marmelade, Fruchtzubereitungen, Konfitüre, Frühstücksgetreideprodukte mit Fruchtgeschmack, Süßigkeiten, Obstweine, Fruchtweine und Spirituosen mit echtem Karmin gefärbt. Mittlerweile kommt echtes Karmin vor allem noch bei der Einfärbung von Spirituosen zum Einsatz. Der Farbstoff wird zudem noch häufig in der Kosmetikindustrie für dekorative Kosmetik verwendet. Auch als Färbemittel für Textilien und Medikamente und als Pigment in der Malerei findet echtes Karmin Verwendung.


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Kennzeichnung

© Jiri Hera / fotolia.com


Wird E 120 als Lebensmittelfarbstoff eingesetzt und direkt Lebensmitteln zugeführt, muss es als Zusatzstoff deklariert werden. Echtes Karmin, das in zusammengesetzten Zutaten enthalten ist und keine technologische Wirkung mehr im fertigen Produkt aufweist, also das Lebensmittel nicht mehr färbt, muss nicht als Lebensmittelfarbstoff in der Zutatenliste aufgeführt werden.


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Gesundheitliche Risiken

Der ADI-Wert von echtem Karmin liegt bei 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Der Farbstoff echtes Karmin kann bei empfindlichen Menschen zu pseudoallergischen Symptomen führen. Betroffen sind dann vor allem die Atmungsorgane und die Haut. Besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber Salicylsäure oder Benzoesäure kann es ebenfalls zu pseudoallergischen Reaktionen kommen.


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Zusammenfassung und Kurzinfos




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