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Polyole, Polyalkohol


Englisch: Polyols
Französisch: Polyalcool, Polyols
Spanisch: Polioles
Italienisch: Polialcoli, Polioli



Der Begriff Polyole steht für eine Gruppe von organischen Verbindungen, die mehrere Hydroxylgruppen (OH) enthalten, das sind so genannte Polyalkohole, also mehrwertige Alkohole. Polyole sind zwar Kohlenhydrate, jedoch kein Zucker und obwohl ein Teil ihrer chemischen Struktur Zucker und ein anderer Alkohol sehr ähnelt, bestehen Polyole weder aus Zucker, noch aus Alkohol; Trotz dem werden auch als Zuckeralkohole bezeichnet. Darüber hinaus werden Polyole gelegentlich auch als polyhydrierter Alkohol bezeichnet.
Polyole werden als Lebensmittelzusatzstoffe in den Funktionsklassen der Zuckeraustauschstoffe, Süßstoffe oder als Trägerstoffe für Aromen und Vitamine eingesetzt.


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Liste der Polyole

Als Zusatzstoff zugelassene Polyole mit ihrem natürlichem Vorkommen in Lebensmitteln, ihren E-Nummern sowie ihrem Kaloriengehalt in kcal.

Bezeichnung E-Nummer Kalorien (kcal) natürliches Vorkommen in Lebensmitteln
Erythritol  E 968 20 Algen, Pilze
Isomalt E 953 200 -
Lactitol E 966 200 -
Maltitol E 965 210 -
Mannitol E 421 160 Algen, Pilze, Auberginen, Bleichsellerie, Endiviensalat, Artischocken, Speisekürbis, Rote Bete, Spargel, Chinakohl, Zwiebeln
Sorbitol E 420 260 Eberesche, Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Birnen, Aprikosen, Brombeeren, Pfirsiche, Stachelbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Moosbeeren, Trauben, Austernpilze
Xylitol E 967 240 Pflaumen, Auberginen, Blumenkohl, Endiviensalat, Kopfsalat, Kürbis, Spinat, Fenchel, Kohlrabi, Karotten, Lauch, Zwiebeln, Johannisbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Moosbeeren, Preiselbeeren

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Eigenschaften

Polyole besitzen keine allgemein zuordenbare Eigenschaften, da der Begriff Polyol eine rein chemische Nomenklatur darstellt und lediglich auf das Vorhandensein mehrerer Hydroxylgruppen hinweist.
Polyole wirken nicht oder zumindest vermindert kariös, da sie von den Mundbakterien nicht sofort in Säure umgewandelt werden. Darum erlaubt die US Amerikanische Food and Drug Administration (FDA) für Lebensmitteln die mit Polyole Erythritol, Polyglycitol, Isomalt, Lactitol, Maltitol, Mannitol, Sorbitol und Xylitol oder eine Kombination dieser Stoffe hergestellt wurden die Kennzeichnung mit nicht kariesverursachenden Angaben.


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Verwendung

Verwendet werden Polyole wie Zucker. Die Mengenangaben von Zucker in Rezepten können etwa im Verhältnis 1:1 umgesetzt werden. Süßstoffe wie Aspartam, Cyclamat, Saccharin oder Sucralose haben eine höhere Süßkraft als Zucker und werden sparsamer eingesetzt.

Polyole eignen sich entsprechend ihrer gesetzlichen Vorgaben für die Herstellung von:


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Gesundheitliche Risiken von Polyolen

Polyole gelten algemein als unbedenklich. Je nachdem welcher Stoff verwendet wird, gelten unterschiedlichen Höchstmengenbeschränkungen. Ein ADI-Wert wurde für keines der Polyole festgelegt. Der ADI-Wert steht für eine erlaubte Tagesdosis, die von diesem Zusatzstoff über einen längeren Zeitraum hinweg pro Tag höchstens verzehrt werden darf, ohne gesundheitlich nachteilige Auswirkungen zu haben.
Beim Verzehr größerer Mengen kann es zu Durchfällen, Bauchschmerzen und Blähungen kommen. Da diese Zusatzstoffe in vielen Lebensmitteln eingesetzt werden, besteht diese Gefahr besonders für Kinder. lediglich wenn Erythritol isoliert betrachtet wird, fallen diese Nebenwirkungen geringer aus als bei anderen Zuckeralkoholen. Lebensmittel mit einem Anteil an Zuckeraustauschstoffen über 10 %, tragen darum den Warnhinweis kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.


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Zusammenfassung und Kurzinfos

  • Lactit ist ein Polyol



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