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Aronia, Schwarze Edeleberesche, Schwarze Eberesche, Schwarze Apfelbeere, Apfelbeere

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Wissenschaftliche Bezeichnung: Aronia arbutifolia, Aronia melanocarpa
Englisch: Red chokeberry, Black chokeberry
Französisch: Aronia noir, Aronia rouge, Aronia
Spanisch: Aronia
Italienisch: Aronia

© Svetoslav Radkov / fotolia.com




Die Aronia oder auch Apfelbeere zählt zum Kernobst und gehört zu der botanischen Familie Rosaceae. Es gibt zwei Spezies: Aronia melanocarpa (fr.: Aronia noir) und Aronia arbutifolia (fr.: Aronia rouge), darüber hinaus Kreuzungen untereinander und mit der Eberesche (bot.: Sorbus aucuparia). Apfelbeeren wachsen an bis zu 15 m hohen winterharten Bäumen, der in Plantagen als so genannter Halbstamm oder 1-2 m hoher Strauch gezogen wird. Der Wuchs des Aroniabaumes und die Blattform deuten auf die Verwandtschaft mit dem Apfel hin. Die weißen einzeln blühenden Blüten und der Blütenstand erinnern allerdings mehr an die Vogelbeere. Aus diesem Grund nennt man die Aronia auch Schwarze Eberesche bzw. Schwarze Edeleberesche die gerne von Vögeln gegessen werden.


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Aronia: Beschreibung

Im Anschnitt sieht die Aronia einem kleinen Apfel ähnlich. Man erkennt dabei etwa 4  8 hellbraune, längliche Samen. Das Fruchtfleisch ist tief bordeauxrot und hat einen festen Biss. Aronia melanocarpa hat etwa 6  13 mm große zwischen 0,5 und 1,5 g schwere violett-schwarze, häufig wachsartig bereifte Beeren. (Annmerkung: Aronia zählen aus botanischer nicht zu den Beerenfrüchten werden aber als Beerenobst bezeichnet und gehandelt.) Sie schmecken süß-säuerlich, begleitet von einer herben Note und deutlicher Adstringens; der Mund zieht sich zusammen wenn man hinein beißt. Der Geschmack lässt sich mit unausgereiften Heidelbeeren vergleichen. Die Beeren der Aronia arbutifolia sind dagegen rot und etwas kleiner und herber im Geschmack. Der Saft von gepressten Aronias riecht erkennbar nach bitterer Mandel.


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Aronia: Herkunft

© LianeM / fotolia.com


Die Heimat der Aronia liegt in Nordamerika von Neufundland bis Minnesota, Tennessee und South Carolina. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird die Aronia bereits in Osteuropa, vor allem in Polen, Litauen, Weißrussland, Moldawien, Ukraine und Tschechien. In Deutschland wird sie seit Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts in einigen Plantagen in der Oberlausitz angebaut.


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Aronia: Inhaltsstoffe

Aroniabeeren bestehen aus etwa 13  18 % Zucker und haben einen sehr hohen Gehalt an Anthocyan, Amygdalin und Gerbstoffen. Der Gehalt an Vitamin C und anderen Vitaminen liegt unter denen der Eberesche. Nach neueren Forschungen ist die Aroniabeere wegen ihres sehr hohen Gehaltes an Flavonoiden und deren Anthocyanidinen (Anthocyanidinen sind eine Form der Anthocyane eine besondere Form der Flavonoiden) unter Gesundheitsgesichtspunkten zu beachten. Denn Anthocyanidine sind starke Antioxidantien, die freie Radikale sowie reaktive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle "fangen", die das Erbgut (DNA), Eiweiße (Proteine) oder Fette (Lipide) schädigen können und damit auch krebsvorbeugend wirken.


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Aronia: Sorten

Einige Sorten stammen von ausgesuchten Wildformen der Pflanze und aus Kreuzungen verschiedener Sorten. Zu den wichtigsten Sorten zählen:

  • "Neo" (aus Tschechien)
  • "Rubina" (Kreuzung aus russischer und finnischer Sorte)
  • "Viking" (aus Finnland)
  • "Kurkumäcki" (aus Finnland)
  • "Hugin" (aus Schweden)
  • "Fertödi" (aus Ungarn)
  • "Aron" (aus Dänemark)

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Aronia: Lagerung und Verkauf

Im Ganzen geerntete Fruchtstände lassen sich bei Raumtemperatur bis zu 2 Wochen lagern. Im Kühlschrank bei 2  3° C und einer relativen Luftfeuchte von 85  90 % können die Beeren bis zu 3 Monaten aufbewahrt werden. Wegen des herben Geschmacks - verursacht durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen - wird sie kaum auf dem Markt als frisches Obst angeboten. In Ostsachen beginnt die Saison im Mitte August und dauert etwa 3 Wochen.


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Aronia: Verwendung

Zum Rohessen sind die Beeren weniger geeignet. Eine Verwendung ähnlich der Preiselbeere ist jedoch gut möglich in Säften, Gelees und Konfitüren sowie als Komponente in Saucen zu Wild. Gelegentlich wird der Saft auch zum Färben und Aromatisieren von Zubereitungen mit anderen Früchten verwendet, so zum Beispiel mit Erdbeeren in Konfitüren, Säften und Speiseeis.








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