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Cyclamat, E 952, Cyclohexansulfaminsäure, Cyclohexylsulfaminsäure

c0000390


Englisch: Sodium cyclamate
Französisch: Cyclamate, Cyclamate de sodium
Spanisch: Ciclamato, Ciclohexilsulfamato
Italienisch: Ciclamato, Ciclammato



Cyclamat ist ein Lebensmittelzusatzstoff, der zu den Süßstoffen zählt. Cyclamat ist ein Oberbegriff für Cyclohexylsulfaminsäure, Cyclohexansulfaminsäure und deren Natriumsalze und Kaliumsalze. Cyclamat wird durch chemische Synthese hergestellt. Als Lebensmittelzusatzstoff ist Cyclamat mit der europäischen Zulassungsnummer E 952 zugelassen. Cyclamat ist hitzestabil und verstärkt die Wirkung anderer Süß- und Zuckeraustauschstoffe. Darum wird Cyclohexylsulfaminsäure häufig in Mischungen eingesetzt.


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Eigenschaften von Cyclamat

Cyclamat besitzt eine 35 bis 70 Mal so hohe Süßkraft wie Zucker. Damit hat Cyclamat von den in der Europäischen Union zugelassenen Süßstoffen die geringste Süßkraft. In Kombination mit dem Süßstoff Saccharin steigt seine Süßkraft erheblich an. Zudem rundet Saccharin den Geschmack von Cyclamat ab. Zusätzlich kann Cyclamat sehr lange gelagert werden und ist hitzestabil. Darum eignet es sich zum Kochen oder Backen.


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Verwendung von Cyclamat

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Lebensmittel und Getränke, denen E 952 zugesetzt werden darf

Cyclohexylsulfaminsäure und ihre Na- und Ca-Salze werden sehr häufig zum Süßen von kalorienreduzierten oder ohne Zuckerzusatz hergestellte Getränke verwendet.
Laut EU-Verordnung Nr. 1129/2011 der Kommission vom 11. November 2011 darf Cyclohexylsulfaminsäure folgenden Lebensmitteln und Getränken als Lebensmittelzusatzstoff zugeführt werden:

  • Aromatisierte fermentierte Milchprodukte. Jedoch nur für brennwertverminderte oder ohne Zuckerzusatz hergestellte Produkte
  • Obstkonserven, jedoch nur brennwertverminderte oder ohne Zuckerzusatz hergestellte Früchte
  • Zubereitungen aus Obst und Gemüse jedoch nur brennwertverminderte Produkte und ausgenommen von Kompott
  • Brennwertverminderten Fruchtnektare, aromatisierte Getränke, Konfitüren, Gelees und Marmeladen
  • Brennwertverminderte ohne Zuckerzusatz hergestellte Brotaufstriche auf Basis von Trockenfrüchten, Kakao, Milch, Speisefett, Desserts
  • Feine Backwaren für besondere Ernährungszwecke
  • Tafelsüßen in Pulver- und Tablettenform sowie flüssige Tafelsüßen
  • Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke sowie Lebensmittel für eine gewichtskontrollierende Ernährung, die eine gesamte Tagesration oder eine Mahlzeit ganz oder teilweise ersetzen sollen
  • Mischgetränken aus alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken
  • Nahrungsergänzungsmittel

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Höchstmengenbegrenzung von Cyclamat

Die Höchstmengenbegrenzung von Cyclamat liegt zwischen 0,25 und 25 mg pro kg bzw. Liter. Die Weltgesundheitsbehörde empfiehlt ein ETD (ADI-Wert), also eine maximale erlaubte Tagesdosis von Cyclamat von 0 bis 7 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Dieser Wert kann schnell, besonders von Kindern im Sommer, durch den Genuss größerer Mengen kalorienreduzierter Getränke erreicht werden.


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Gesundheitliche Aspekte von Cyclamat

Cyclamat ist ein Süßstoff, der im Gegensatz zu Zucker oder Zuckeraustauschstoffen nur einen sehr geringen Nährwert hat. Cyclamat wird wie Acesulfam und Saccharin nicht verstoffwechselt. Darum wird es im menschlichen Organismus meist unverändert über die Niere ausgeschieden. Nur sehr wenige Menschen verfügen über die entsprechende Bakterien in der Darmflora, um das Cyclamat zu einem kleinen Teil umzuwandeln. Dabei kann das Abbauprodukt Cyclohexylamin entstehen, das einen niedrigeren ADI-Wert hat als Cyclamat selbst. Allerdings entsteht nur eine vernachlässigbar kleine Menge des Abbauprodukts Cyclohexylamin.
E 952 gilt auch bei einer langfristigen Einnahme von bis zu einer tägliche Dosis von 7 mg/kg Körpergewicht als unbedenklich. Jeoch wird von einigen Verbraucherschützern vom häufigen Verzehr klar abgeraten.

In den USA ist Cyclamat seit 1969/70 verboten. Ausschlaggebend sind Tierversuche, die vermuten lassen, dass der Süßstoff krebserregend sein könnte. Die zugrunde liegenden Studien ist umstritten. Denn die Ergebnisse konnten in anderen Studien nicht bestätigt werden.








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