Heidelbeeren, Besinge, Waldbeeren, Kulturheidelbeeren, Blaubeeren, Schwarzbeeren, Waldheidelbeeren, Heubeeren, Druidenbeeren


Wissenschaftliche Bezeichnung: Vaccinium myrtillus L., Vaccinium corymbosum L., Vaccinium formosum Andrews, Vaccinium angustifolium Aiton, Vaccinium virgatum Aiton
Englisch: common bilberry, blue whortleberry, bilberry, wimberry, whortleberry, European blueberry
Französisch: myrtille
Italienisch: mirtillo nero
Spanisch: mirtilo, arándano


Inhaltsverzeichnis
h0002820-85.747938751472

© azure / fotolia.com

Anzeige



Heidelbeeren (bot.: Vaccinium myrtillus L.) und Kulturheidelbeeren (bot.: Vaccinium formosum Andrews, Vaccinium angustifolium Aiton, Vaccinium virgatum Aiton) sind Beerenfrüchte der Gattung Vaccinium und gehören zur Familie der Heidekrautgewächse (bot.: Ericaceae) innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen (bot.: Ericales). Weltweit gibt es etwa 450 Arten. Heidelbeeren besitzen in Nordamerika, Kanada und Europa die größte wirtschaftliche Bedeutung.
Heidelbeeren und Blaubeeren sind Synonyme und die am meisten verwendeten Namen sowohl für wilde Heidelbeeren als auch für Kulturheidelbeeren. Darüber hinaus sind auch regionale Bezeichnungen wie Schwarzbeeren, Waldheidelbeeren, Heubeeren, Druidenbeeren, Besinge oder Waldbeeren bekannt.

Die vier am weitesten verbreiteten Vaccinium-Gewächse sind die Wildheidelbeere (bot.: Vaccinium myrtillus), die Preiselbeere (bot.: Vaccinium vitis-ideae), die Rauschbeere (bot.: Vaccinium uligonosum) und die Moosbeere (bot.: Vacccinium oxycoccus). Wobei Vaccinium myrtillus die wichtigste und am weitesten verbreitete europäische Heidelbeerart ist. Sie gedeiht in Tiefebenen ebenso wie im Hochgebirge.
In Nordamerika und Kanada herrscht vor allem die Lowbush Blueberry oder Wild Blueberry (bot.: Vaccinium angustifolium) und die Amerikanische Heidelbeere (bot.: Vaccinium corymbosum), die auch Highbush Blueberry oder Huckleberry ganannt wird. Von der Highbush Blueberry gibt es eine nördliche (Nothern Highbush) und eine südliche (Southern Highbush) Variante. Die nordamerikanischen Heidelbeeren sind vor allem in Kanada (Alberta und British Columbia) sowie den südlichen Rocky Mountains (Arizona, New Mexico) anzutreffen. Darüber hinaus spielt die hitzeresistente Rabbiteye (bot.: Vaccinium ashei) im Süden des nordamerikanischen Kontinents (Florida, South Carolina) eine wichtige Rolle.


Unterschied zwischen Wildheidelbeere und Kulturheidelbeere

h0002820-85.747938751472

© New Africa / fotolia.com

Es besteht ein Unterschied zwischen wilden Heidelbeeren und Kulturheidelbeeren. Die Kulturheidelbeeren gehören zur gleichen botanischen Pflanzen-Familie wie die wilden Blaubeeren unserer Breiten, sie sehen aber anders aus, sie sind viel größer und schmecken anders. Die die heutigen Kulturheidelbeeren wurden aus der Amerikanische Heidelbeere (bot.: Vaccinium corymbosum) gezüchtet. Die Amerikanische Heidelbeere ist die wichtigste der nordamerikanischen Heidelbeerarten. Die Kulturheidelbeere hat dunkelblaue, runde Beere. Der blaue Farbstoff ist jedoch nur in der Schale enthalten. Die Kulturheidelbeere hat gegenüber den wilden Heidelbeeren farbloses Fruchtfleisch und mit etwa 13,4 g/100&nbso;g einen höheren Gehalt an Kohlenhydraten als die wilde Heidelbeeren. Daher schmecken Kulturheidelbeeren süßer als wilde Heidelbeeren. Kulturheidelbeeren sind sehr gut haltbar und transportfähig, was ihren Anbau in Kulturen in vielen Sorten fördert. Das Hauptanbauland ist die USA. Der Großteil Kulturheidelbeeren wird als Frischobst verzehrt oder zu tiefgefrorenem und eingelegtem Obst weiterverarbeitet.


Geschichte

h0002820-85.747938751472

© blazer76 / fotolia.com

Überall wo Blaubeeren vorkommen, werden sie auch gegessen. Vor allem bei den nicht sesshaften Menschen und bei Naturvölkern spielten Heidelbeeren eine wichtige Rolle. So haben die Ureinwohner Nordamerikas in den Früchten des Heidelbeerstrauchs ein "Geschenk des Großen Geistes" gesehen, das er seinen Kindern gab, um sie vor Hunger zu retten. Wegen des sternförmigen Kelches wurden die Beeren auch Sternenbeere bzw. Star-Berry genannt. Die Ureinwohner Nordamerikas bereiteten aus den Beeren länger haltbare Lebensmittel durch Einkochen oder Trocknen zu. Insbesondere wurde Pemmikan, eine nahrhafte und haltbare Mischung aus zerstoßenem Trockenfleisch und Fett, häufig mit Blaubeeren angereichert. Mit der Erfindung von Konservendosen im 19. Jhd. wurden auch Heidelbeeren konserviert. Aus Nordamerika wurden die Heidelbeerkonserven weltweit exportiert.
Auch in weiten Teilen Südchinas wurden Blaubeeren traditionell verzehrt. Die Verarbeitung zu länger haltbaren Produkten wie Kompott, Konfitüre, Saft oder Wein ist seit jeher sowohl in China als auch in Europa sowie in Nordamerika bekannt. Getrocknete Heidelbeeren verwendete mal wie Rosinen oder als Naturheilheilmittel. Blaubeeren wurden in China aber auch zum Färben von Reis verwendet. Der mit Blaubeeren zubereitete Reis erhält eine purpurne Färbung, riecht süß und schmeckt aromatisch.


Pflanzenbeschreibung

Die Vaccinium-Arten wachsen sowohl als immergrüne als auch als laubabwerfende Zwergsträucher, Sträucher oder Bäume. Sie erscheinen als terrestrisch oder manchmal auch epiphytisch und sind kriechend, ausgebreitet, selbständig aufrecht stehend oder kletternd. Die oberirdischen Pflanzenteile können kahl oder behaart sein. Die Haare werden als Trichome bezeichnet. Die Heidelbeerpflanze trägt hautige bis ledrige, kahle oder behaarte Laubblätter, die gestielt sein können und wechselständig und spiralig stehen. Sehr selten können die Blätter pseudowirtelig, also an einen Knoten sitzen. Die Blattspreiten, auch Lamina genannt, ist der flächige Teil des Blattes kann elliptisch, eiförmig, länglich-lanzettlich oder spatelförmig ausgebildet sein. Der flache oder zurückgebogene Blattrand ist glatt oder gesägt.

Blüte

Die traubigen Blütenstände sind end- oder achselständigen und enthalten meist zwei bis zehn Blüten. Die Blüten können auch einzeln oder zu mehreren in den Blattachseln stehen. Die vorhanden Tragblätter sind haltbar oder bald vergänglich. Tragblätter sind Blätter, die in ihrer Blattachsel einen Seitenspross tragen. Die meist gegliederten Blütenstiele können nahe der Blüte verbreitert sein.
Die zwittrigen Blüten sind aktinomorph (strahlig, radiärsymmetrisch). D. h. sie lassen sich durch beliebig viele, rechtwinklig zur Längsachse geführte Schnitte in 2 spiegelbildlich gleiche Teile zerlegen. Die Blüten sind selten vier- oder meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Blütenhülle = Perianth, also die Gesamtheit der sterilen Blattorgane in der Blüte). Die selten vier oder meist fünf Kelchblätter (Kelchblatt = Sepalum, ist ein Blatt im Kelch der Blütenhülle einer Blüte) sind nur an ihrer Basis verwachsen. Die meist fünf, selten vier oder sechs Kronblätter (Kronblatt = Petalum ist ein Blatt der inneren Blütenhülle in der Blüte) sind meist auf fast ihrer ganzen Länge kugel-, glocken-, urnen- oder röhrenförmig oder selten fast frei verwachsen. Die Farben der Kronblätter reichen von meist grün, weiß über creme- bis rosa- und bronzefarben oder selten auch rot. Es sind ein, meist jedoch zwei Kreise mit je vier oder fünf Staubblättern (Staubblatt = Stamen ist das Pollen erzeugende Organ bei zwittrigen oder rein männlichen Blüten) vorhanden, die die Krone meist nicht überragen. Die kahlen oder behaarten Staubfäden sind gerade und flach. Vier oder fünf Fruchtblätter (Fruchtblatt = Karpell ist das "weibliche" Blattorgan der Blüte) sind zu einem unterständigen, vier- bis fünfkammerigen oder meist acht- bis zehn pseudokammerigen Fruchtknoten (Fruchtknoten = Ovar ist der bauchige Teil des Stempels, in dem sich die Samenanlage mit den Eizellen befindet) erwachsen. Es sind viele Samenanlagen (Samenanlage = Ovulum ist das weibliche Fortpflanzungsorgan von Samenpflanzen) vorhanden.

Frucht

Die Früchte der Heidelbeere bilden eiförmige bis kugelige, fleischige Beeren aus. Das Fruchtfleisch von wilden Blaubeeren ist dunkel gefärbt, das von Kulturheidelbeeren dagegen ist hell. Die reifen Beeren sind blau bis violett und enthalten - in 4 bis 5 "Fächern" liegend - zwei bis vierzig relativ kleine, eiförmige bis ellipsoide Samen. Die Samen besitzen eine netzartige, harte oder schleimige Samenschale, die als Testa bezeichnet wird. Mit der Blaufärbung bekommen die Beeren einen "Reif" oder "Tau", dann dauert es noch etwa eine Woche bis zur Genussreife und zur vollen Ausbildung ihres Aromas. In dieser Zeit nehmen die Beeren bis zu 20 % an Volumen zu. Die Genussreife ist üblicherweise an einer leichten Rotfärbung das Stielansatzes zu erkennen.


Geschmack

Wie bei anderen Obstarten ist das Spektrum des Geschmacks und die Konsistenz der Kultursorten sehr breit und sortenbedingt. Der Geschmack reicht von säuerlich bis sehr süß und durch den Gehalt an Gerbstoffen sehr ausgeprägt. Die Konsistenz reicht von knackig fest bis zart. Im Einzelhandel ist der Sortenname nur selten auf der Verpackung angegeben; meist werden sie lediglich als Kulturheidelbeeren deklariert.


Herkunft, Anbau

Blaubeeren sind vor allem in Asien, Europa und Amerika weit verbreitet. Die Sträucher der Heidelbeeren bevorzugen sandige und moorige Böden und halbschattige Waldlagen wie sie an Waldrändern oder Lichtungen vorkommen.

In Europa liegen die Anbau- und Verbreitungsgebiete der Heidelbeeren in (alphabetisch sortiert) Albanien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, England, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Moldau, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn und Weißrussland.

In Asien liegt ihr Anbau- und Verbreitungsgebiet vor allem in der Türkei, Armenien, Georgien, in der Republik Dagestan, im Vorkaukasus, Sibirien, der Mongolei und auf der japanischen Insel Honshū.

In Nordamerika liegt das Anbau- und Verbreitungsgebiet der Heidelbeere vor allem in Kanada (Alberta und British Columbia), den USA (Colorado, Idaho, Montana, Oregon, Washington, Wyoming, New Mexico, Arizona, Nevada und Utah) und in Grönland.

Anbau und Wildvorkommen

In Deutschland begann die Züchtung von Kulturheidelbeeren um 1930. Die Hauptanbaugebiete liegen in der Lüneburger Heide, in Brandenburg und im Oldenburger Raum sowie in Süddeutschland und Mittelbaden. Wichtige Sammelgebiete für wilde Heidelbeeren liegen vor allem im Bayerischen Wald und in der Oberpfalz. Geringere Vorkommen sind im Spessart, Odenwald, Schwarzwald, in der Rhön und der Lüneburger Heide zu finden.
Eine nahe Verwandte der heimischen Heidelbeere ist die, im nordamerikanischen Nordosten im Bundesstaat Main sowie in Ostkanada vorkommende, niedrig wachsende Art lowbush blueberry (bot.: Vaccinium angustifolium). Sie wächst häufig auf großen Flächen und wird ebenfalls als Wildheidelbeere bezeichnet. Die Pflanzen wachsen nur 15 bis 30 cm hoch und tragen 7 bis 10 mm große Beeren. Um das Wachstum fruchttragender Triebe anzuregen, werden die Pflanzen alle 2 Jahre gemäht oder abgebrannt.


Sorten

  • Heidelbeere 'Blautropf': Ertragreiche Sorte mit 5 bis 8 mm langen, tropfenförmigen Früchten.
    Reifezeit: von Ende Juni bis zum ersten Frost.
    Geschmack: erfrischend, süß-säuerlich.
    Wuchs: 60 cm hoch und 40 cm breit.
  • Heidelbeere 'Duke': Ertragreiche Sorte mit großen und festen Beeren.
    Reifezeit: Anfang Juli erntereif.
    Geschmack: mild und süß.
    Wuchs: 150 cm hoch.
  • Heidelbeere 'Earlyblue': starkwüchsige, früh reifende Sorte mit großen Früchten.
    Reifezeit: ab Anfang Juli erntereif.
    Geschmack: süßlich.
    Wuchs: bis zu 200 cm hoch.
  • Heidelbeere 'Ozark Blue': extragroße Früchte mit hellem Fruchtfleisch.
    Reifezeit: Ende August.
    Geschmack: aromatisch-süß.
    Wuchs: bis zu 200 cm hoch.
  • Riesen-Heidelbeere 'Sunshine Blue': Kompakt wachsende Strauch mit hellblauen, mittelgroßen Früchten.
    Reifezeit: von Juli bis August.
    Geschmack: süßlich.
    Wuchs: maximal 70 cm hoch.
  • Riesen-Heidelbeere 'Northsky', Riesenheidelbeere: kompakt, sehr buschige mit blauen Früchten.
    Reifezeit: Anfang August bis Anfang September.
    Geschmack: süßlich.
    Wuchs: bis zu 80 cm hoch.


Saison, Ernte und Verkauf

h0002820-85.747938751472

© adam88xx / fotolia.com

Geerntet werden nur reife Beeren. Bei viele Sorten können die reifen Beeren ohne Wert- und Größenverluste bis zu 10 Tage an den Sträuchern hängen bleiben. Blaubeeren die für den Frischverzehr in den Handel gebracht werden, sind in der Regel ein bis drei Tage nach der Ernte bereits im Handel.
In Deutschland erstreckt sich die Erntesaison über mehrere Wochen von Ende Juni bis Ende August, Anfang September. Die Ernte für Beeren, die im Handel für den Frischverzehr angeboten werden, ist Handarbeit. Wildheidelbeeren werden mit Hilfe eines so genannten Blaubeerkamms oder auch Heidelbeerkamms geerntet. Das ist ein kleiner Kasten mit einem kammähnlichen Aufsatz. Die Zinken des Kamms stehen dabei soweit auseinander, dass die Zweige zwischen den Zinken hindurch gezogen werden können, während die Beeren von den Zweigen abgezogen in den Kasten fallen. Die Zweige und Blätter bleiben dabei weitestgehend unversehrt.

Für Kulturheidelbeeren ist ein Heidelbeerkamm nicht geeignet, da nicht alle Beeren zur gleichzeitig reif werden; unreife und vollreife Früchte hängen direkt nebeneinander. Darum müssen die Beeren von Kulturheidelbeeren mit den Händen gepflückt werden, um einen hohen Qualitätsstandard zu bewahren. Zur Nachlese oder wenn die Beeren massenhaft reif werden und das Pflücken mit der Hand nicht mehr zu bewältigen ist, werden vermehrt Erntemaschinen eingesetzt. Mit der Maschinen geerntete Heidelbeeren sind aber von minderer Qualität und werden darum überwiegend für die industrielle Weiterverarbeitung zu Pulpe, Saft, Konfitüre, Brotaufstrich, Joghurt und anderen Lebensmitteln sowie für pharmazeutische Produkte verarbeitet.

Wilden Heidelbeeren reifen gleichzeitig. Bei Kulturheidelbeeren erstreckt sich die Ernte über mehrere Wochen, da die Früchte in Etappen kontinuierlich nachreifen. Die Beeren sollten grundsätzlich erst abgeerntet werden, wenn sie tiefblau sind. Erst dann entfalten sie ihr volles Aroma. Es gilt: Je länger sie am Strauch bleiben, desto süßer schmecken sie. Unreif geerntete Früchte reifen nicht mehr nach. Darum sind Heidelbeeren so genannte nichtklimakterische Früchte.

Junge, frisch gepflanzte Heidelbeersträucher liefern im ersten Jahr der Pflanzung einen geringen Ertrag. Den höchsten Ernteertrag liefern die Heidelbeerpflanzen nach etwa 6 Jahren.


Importe

Da die heimische Produktion an Kulturheidelbeeren und die heimische Ernte von wilden Heidelbeeren nicht den Bedarf abdeckt, werden Blaubeeren vor allem aus Polen, Frankreich, den Niederlanden, Litauen, Weißrussland und Rumänien nach Deutschland importiert.


Lagerung

Wie alle Beeren sind Heidelbeeren nur kurz haltbar. Frische Früchte sind prall und unbeschädigt und können für im Kühlschrank gelagert werden. Nicht einwandfreie Beeren können schneller verderben, sie sollten aussortiert werden, da sie die Lagerdauer der unbeschädigten, gesunden Beeren vermindern. Im professionellen Obstlager werden frische Heidelbeeren bei -0,5 bis 0 deg;C und bei 90 bis 90 % relativer Luftfeuchtigkeit gelagert. Unter optimalen Bedingungen und wenn die Früchte direkt nach der Ernte ins Kühllager kamen, können Heidelbeeren bis zu 2 Wochen, bestimmte Sorten bis zu 7 Wochen frisch gehalten werden. Längere Lagerzeiten sind nicht sinnvoll, da bei Überlagerung schnell der natürliche Verderb eintritt. Lange Lagerzeiten unter kontrollierter Atmosphäre, also im sogenannten CA-Lager wirken sich negativ auf den Geschmack aus und wird darum nicht in der professionellen Heidelbeer-Lagerung angewandt.


Kennzeichnung, Verpackung

Verpackung: Heidelbeeren müssen so verpackt sein, dass sie angemessen geschützt sind. Das im Inneren der Verpackung verwendete Material muss sauber und so beschaffen sein, dass es bei den Beeren keine äußeren oder inneren Veränderungen hervorrufen kann. Die Verwendung von Materialien, insbesondere von Papier oder Aufklebern mit Geschäftsangaben ist zulässig, sofern zur Beschriftung oder Etikettierung ungiftige Farbe bzw. ungiftiger Klebstoff verwendet werden. Die Verpackung muss darüber hinaus frei von jeglichen Fremdstoffen sein. Heidelbeeren stammen zwar ausschließlich aus dem gewerblichen Anbau, falls sie jedoch aus Wildvorkommen im Handel angeboten werden, ist es zulässig, wenn gelegentlich vorkommende Blätter und Zweige in der Verpackung enthalten sind.

Gleichmäßigkeit: Heidelbeeren einer Verpackungseinheit müssen einheitlich sein und dürfen nur Früchte gleichen Ursprungs, gleicher Sorte oder Art und gleicher Qualität umfassen. Beerenfrüchte der Klassen Extra und Klasse I müssen einen praktisch einheitlichen Reifegrad aufweisen. Die sichtbaren Heidelbeeren innerhalb einer Verpackungseinheit müssen für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.

Kennzeichnung: Neben der Klassenangabe muss jede Verpackungseinheit zur Identifizierung des Packers und/oder Absenders/Abladers zusammenhängend auf einer Seite den Name und die physische Anschrift (Straße, Stadt, Region, Postleitzahl und sofern abweichend vom Ursprungsland, das Land) aufweisen. Die Angaben müssen lesbar und unverwischbar sein sowie von außen in sichtbaren Buchstaben angebracht sein. Wenn der Inhalt einer Verpackung von außen nicht sichtbar ist, muss zudem die Art des Erzeugnisses, also "Heidelbeeren" angegeben werden. Darüber hinaus muss das Ursprungsland sowie die Handelsmerkmale deklariert werden. Optional können das Anbaugebiet oder nationale, regionale oder örtliche Bezeichnung auf der Verpackung angegeben werden.

Im Handel werden Heidelbeeren vor allem in Plastikschalen (manchmal auch in Spankörben) unterschiedlicher Größe angeboten. Üblich sind Verpackungsgrößen von 100, 125, 200, 250, 500 g und 1 kg. Insbesondere 500 g-Einheiten werden auch in Plastikeimern gehandelt.


Güteklassen, Qualitätsnormen

Mindestanforderung: Die in den Handel gebrachten Heidelbeeren müssen mindestens folgende Eigenschaften erfüllen: Heidelbeeren müssen ganz und gesund sein. Das heißt, die Beeren dürfen keinen Schimmel-, Fäulnisbefall oder andere Mängeln aufweisen, die sie zum Verzehr ungeeignet machen. Zudem sollen die Früchte sauber bzw. praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen und Schädlingen sowie frei von Schäden durch Schädlingen sein. Heidelbeeren sollen mindestens von frischem Aussehen sein und dürfen keine anomale äußerer Feuchtigkeit aufweisen. Darüber hinaus müssen die Früchte frei von fremdem Geruch und/oder Geschmack sein. Dazu zählt auch der manchmal vorkommende bittere Geschmack von Heidelbeeren.
Anforderung an die Reife: Heidelbeeren müssen ihrer Art entsprechend genügend entwickelt und ausgereift sein. Wie alle Beerenfrüchte, so dürfen auch Heidelbeeren nicht überreif in den Verkauf gelangen.

Klasseneinteilung

Die Vereinten Nationen haben 2010 die UNECE-Norm FFV-57 für die Vermarktung und Qualitätskontrolle von Beerenfrüchten verfasst. Die Norm legt auch eine Einteilung von Heidelbeeren in drei Güteklassen fest.

  • Die Klasse Extra bezeichnet Heidelbeeren von bester Qualität. Die Beeren sind frei von Schmutz und Rückständen. Die Früchte sind fehlerlos – auch in der Färbung. Die Beeren dürfen - mit Ausnahme sehr leichter oberflächlicher Fehler - keine Mängel aufweisen, sofern diese das allgemeine Aussehen der Beeren, ihre Qualität, Haltbarkeit und Aufmachung im Packstück nicht beeinträchtigen. Heidelbeeren und Kulturheidelbeeren müssen praktisch frei von verklumpten Beeren und entsprechend der Sorteneigenschaften praktisch mit ihrem Duftfilm bedeckt sein.
  • Heidelbeeren der Klasse I müssen von guter Qualität sein. Erlaubt sind leichte Fehler auf der äußeren Schicht bzw. die Heidelbeeren nicht durchgängig gleich geformt sein; leichte Größenunterschiede sind erlaubt. Jedoch verlangt die Norm vollkommen gesundes Fruchtfleisch. Sehr leichter Saftaustritt und sehr leichte Druckstellen sind jedoch zulässig, sofern diese das allgemeine Aussehen der Heidelbeeren, ihre Qualität, Haltbarkeit und Aufmachung im Packstück nicht beeinträchtigen. Heidelbeeren und Kulturheidelbeeren müssen praktisch frei von verklumpten Beeren sein. Kulturheidelbeeren müssen entsprechend der Sorteneigenschaften praktisch mit ihrem Duftfilm bedeckt sein.
  • Heidelbeeren der Klasse II stellen die so genannte marktfähige Qualität dar. Zu dieser Klasse gehören Beerenfrüchte, die nicht in den höheren Klassen eingestuft werden können, die aber den vorstehend definierten Mindestanforderung entsprechen. Fehler wie leichter Saftaustritt, leichte Druckstellen sowie in Form und Färbung sind in der Klasse II zulässig. Allerdings darf der Handelswert insgesamt nur geringfügig gemindert sein. Wie bei den beiden höheren Klassen gilt: Die Heidelbeeren müssen ihre wesentlichen Merkmale hinsichtlich Qualität, Haltbarkeit und Aufmachung aufweisen.

Größensortierung

Wie bei alle Beerenfrüchten, so gibt es für Heidelbeeren keine Vorschriften zur Größensortierung.

Gütetoleranzen

Die Klasseneinteilung können als so genannte Vermarktungsstufen betrachtet werden. In den Vermarktungsstufen sind Gütetoleranzen zulässig, die nicht den Anforderungen der angegebenen Klasse genügen. Mit anderen Worten Heidelbeeren die in der Extra Klasse im Handel angeboten werden, dürfen bestimmte Anteile mit Früchten niedrigerer Klassen enthalten.
So dürfen in einer Verpackung Heidelbeeren der Extra Klasse insgesamt 5 % der Klasse I enthalten sein. Und innerhalb dieser 5 % dürfen maximal 0,5 % Heidelbeeren der Klasse II enthalten sein.
In einer Verpackungseinheit mit Heidelbeeren der Klasse I dürfen insgesamt 10 % der Klasse II enthalten sein. Innerhalb dieser Toleranz sind höchstens 2 % Heidelbeeren zulässig, die weder den Anforderungen der Klasse II noch den Mindesteigenschaften entsprechen. Innerhalb der 2 %-Toleranzgrenze dürfen zudem Beeren enthalten sein, die Verderb aufweisen.
Heidelbeeren der Klasse II dürfen eine Gesamttoleranz von 10 % an Beeren enthalten, die weder den Anforderungen der Klasse II noch den Mindesteigenschaften entsprechen. Innerhalb dieser Toleranz sind höchstens 4 % Heidelbeeren zulässig, die Verderb aufweisen.


Verwendung

Die Frucht der Heidlebeere dient in erster Linie dem Frischverzehr. Wird aber auch tiefgefroren oder als Konserven im Handel angeboten. Darüber hinaus werden Blaubeeren zu Konfitüre, Brotaufstrich, Sirup, Saft und Süßmost verarbeitet. Häufig werden sie auch in Milchprodukten wie Joghurt oder Quark als geschmacksgebende Zutat eingesetzt. Frische Heidelbeeren passen gut als Zutat für Obstsalate oder Müslis und eigenen sich in Kombination mit anderen Beeren wie Himbeeren 🛒 oder Brombeeren 🛒. Heidelbeeren werden auch für die Zubereitung von warmen Gerichten wie Heidelbeerpfannkuchen oder Muffins verwendet.

Frische Heidelbeeren sollten vor dem Verzehr unter fließendem Wasser abgewaschen werden. An wilden Blaubeeren könnten die Eier des Fuchsbandwurmes anhaften. Die Wahrscheinlichkeit über den Verzehr von frischen wilden Heidelbeeren am Fuchsbandwurm zu erkranken ist zwar gering, trotzdem sollten selbst gepflückte wilde Blaubeeren möglichst nur zum Kochen verwenden werden. Denn eventuell vorhandene Parasiten werden durch die Hitzeeinwirkung abgetötet.

Heidelbeeren eignen sich zudem zum Einfrieren. Dazu werden die gewaschenen Beeren auf ein Tablett oder großen Teller ausgebreitet und lose eingefroren. Gefrorene Blaubeeren lassen sich dann ohne Schaden in geeignete Behälter füllen.

Mit einem Fond aus getrockneten Heidelbeeren lassen sich auf natürliche Weise Ostereier blau bis violett färben.
Mit einem Sud aus getrockneten Heidelbeeren wurden früher auch Stoffe gefärbt.


Passende Zutaten

Heidelbeeren passen vor allem zu Milch und Milchprodukten.

Milch und Milchprodukte: Butter, Buttermilch, Feta, Frischkäse, Joghurt, Käse, Magerquark, Mascarpone, Milch, Quark, Ricotta Sahne, Sauerrahm, Schlagsahne, Schmand, Vollmilch, Ziegenfrischkäse
Obst: Ananas, Äpfel, Aprikosen, Bananen, Brombeeren, Datteln, Erdbeeren, Feigen, Granatapfel, Hagebutten, Himbeeren, Honigmelone, Johannisbeeren, Karambola, Kirschen, Kiwis, Limetten, Mandarinen, Mango, Nektarinen, Orangen, Pfirsiche, Pflaumen, Physalis, Pitahaya, Preiselbeeren, Sauerkirschen, Stachelbeeren, Wassermelone, Weintrauben, Zitrone
Nüsse und Samen: Mandeln, Pinienkerne, Pistazien, Walnüsse
Gemüse: Champignons, Chili, Frühlingszwiebeln, Eisbergsalat, Karotten, Kartoffeln, Lauch, Rucola, Salatgurke, Tomaten, Zwiebeln
Getreideprodukte: Dinkel, Grieß, Haferflocken, Mehl, Stärke, Vollkornmehl
Gewürze und Kräuter: Curry, Ingwer, Knoblauch, Kresse, Lorbeer, Melone, Minze, Mohn, Nelken, Pfeffer, Schnittlauch, Wacholderbeeren, Wasabi, Zimt, Zitronengras
Eier: Eier, Eigelb, Eiweiß
Fleisch: Hähnchenfleisch, Putenfleisch, Schweinefleisch, Speck
Speisefette: Buterschmalz, Kürbiskernöl, Kokosfett, Margarine, Olivenöl, Orangenöl, Pflanzenöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Walnussöl
Alkoholhaltige Getränke: Amaretto, Cointreau, Eierlikör, Genever, Heidelbeerlikör, Himbeergeist, Himbeerlikör, Johannisbeerlikör, Kirschwasser, Kokoslikör, Mandellikör, Metaxa, Orangenlikör, Riesling, Rotwein, Rum, Sekt, Sherry, Weinbrand, Wodka
Säfte: Apfelsaft, Blaubeersaft, Heidelbeersaft, Johannisbeersaft, Kirschsaft, Limettensaft, Zitronensaft
Sonstiges: Apfelgelee, Balsamico, Cornflakes, Gelatine, Gelierzucker, Grenadinensirup, Hefe, Himbeersirup, Honig, Kakaopulver, Kandiszucker, Kokosflocken, Kokosmark, Kokosmilch, Kokosraspel, Kokosraspeln, Natron, Puderzucker, Rohrzucker, Schokolade, Semmelbrösel, Senf, Sonnenblumenkerne, Weißweinessig, Vanille, Vanillezucker, Vanillin, Zucker, Zitronenöl, Zitronenabrieb, Zitronensäure, Zwieback


Gerichte, Rezepte, Zubereitungen

  • Heidelbeerkuchen
  • Blaubeermuffins
  • Heidelbeer-Chantilly
  • Heidelbeeren Schweizer Art, (fr.: Myrtilles á la suisse)


Produkte aus Heidelbeeren

Zu den bekanntesten Produkten aus Heidelbeeren gehören:

  • Heidelbeerwein
  • Heidelbeersaft
  • Heidelbeeressig
  • Heidelbeerkonfitüre

Tiefgefrorene Heidelbeeren

Tiefgefrorene Heidelbeeren werden nach der Ernte sehr schnell auf -18 °C abgekühlt. Das schnelle abkühlen wird auch Schockfrosten oder Schockgefrieren genannt und sorgt dafür, dass sich keine großen Eiskristalle in der Frucht bilden können. Große Eiskristalle entstehen vor allem beim langsamen Einfrieren. Je kleiner die Eiskristalle in der Frucht sind, desto weniger matschig werden sie beim Auftauen. Denn große Eiskristalle zerstören die Zellstruktur der Beeren stärker als kleine Eiskristalle. Dadurch kann mehr Zellsaft austreten und die Früchte verlieren ihre Festigkeit.
Tiefgefrorene Heidelbeeren können lose oder als zusammen gerfrorener Block in der Verpackung im Handel angeboten werden. Bei losen, also einzeln und nicht aneinander haftend aus der Verpackung zu entnehmende Heidelbeeren, wird im Fachjargon von free-flowing gesprochen; bei zu einem festen Block gefrorene Heidelbeeren spricht man hingegen von non free-flowing.
Darüber werden sie gezuckert oder ungezuckert verkauft. Zum Zuckern können folgende Zuckerarten verwendet werden: Saccharose (Haushaltszucker), Invertzucker, Invertzuckersirup, Dextrose, Fructose, Glucosesirup 🛒 oder getrockneter Glucosesirup.
Gefrorenen Blaubeeren sollten folgende allgemeine Qualitätanforderungen erfüllen:

  • eine gute arttypische Farbe aufweisen
  • frei von Fremdgeschmack und -geruch sein
  • sauber, gesund und praktisch frei von Schimmel und anderen harmlosen Fremdstoffen sein
  • frei von Sand oder Erde sein
  • frei von Kappenstielen (Stielen) sein
  • keine grünen Beeren enthalten
  • keine artfremden andere essbaren Beeren außer Heidelbeeren enthalten
  • Free-flowing Heidelbeeren sollten zudem keine aneinander haftenden Beeren in der Verpackung haben. Wenn einzelne Beeren doch aneinander hängen, dann sollten sie im gefrorenen Zustand leicht von Hand und ohne Beschädigung getrennt werden können.


    Etymologie

    Das Wort Heidelbeere stammt aus dem Mittelhochdeutschen Wort heitber und dem Althochdeutschen Wort heidberi bzw. heidiberi ab und setzt sich aus Heide und Beere zusammen was ursprünglich "die zur Heide gehörende Frucht" bedeutete. Das heute übliche Wort Heidelbeere (mittelhochdeutsch heidelber) ist seit dem 15. Jhd. belegt und ein verdeutlichendes Kompositum mit dem noch im Südwestdeutschland geläufigen Namen Heidel anzusehen. Heidel bildet sich aus Heide mit einem l-Suffix, dass wie bei Eichel die Zugehörigkeit zu Eiche ausdrückt.

    Synonyme und Trivialnamen

    Auf Kölsch wird die Heidelbeere Worbele, auf Norddeutsch Bickbeere und auf Saarländisch Wähle genannt.

    Im englischsprachigen Raum existieren zahlreiche regionale Bezeichnungen wie blaeberry, urts (Cornwall in England), hurtleberry, huckleberry, whinberry, winberry, blueberry oder fraughan.


    Inhaltsstoffe

    Wilde Heidelbeeren sind überwiegend kleiner als Kulturheidelbeeren und durch und durch dunkelblau gefärbt. Die Blau-Färbung wird durch die Anthocyane hervorgerufen. Anthocyane sind bei den wilden Heidelbeeren sowohl in der Schale als auch im Fruchtfleisch enthalten. Kulturheidelbeeren bilden vor allem in der Schale sehr viele der farbgebenden Anthocyane, weniger jedoch im Fruchtfleisch. Darum besitzen Kulturheidelbeeren helles Fruchtfleisch als wild Heidelbeeren. Die farbgebenden Anthocyane haben eine antioxidative Wirkung. Sie nehmen Sauerstoffradikale im Körper auf, die durch Stress, Umwelteinflüsse oder UV-Strahlung entstehen können. Anthocyane schützen also die Zellen so vor Schäden. Heidelbeeren gelten daher als Früchte mit einer sehr guten Anti-Stress-Wirkung.
    Wilde Heidelbeeren haben pro 100 g nur etwa 37 kcal und viel Vitamin C, Folsäure sowie Eisen. Diese Stoffe sind insbesondere für die Bildung von Blutkörperchen und Zellmembranen wichtig. Für eine ausgeglichene Darmflora und damit für eine bessere Verdauung sorgen die Ballaststoffe der Heidelbeeren.

    Sekundäre Pflanzenstoffe

    Heidelbeeren enthalten zudem nennenswerte Mengen an Chinasäure. Chinasäure ist eine im Pflanzenreich sehr weit verbreitete organische Säure. Neben Heidelbeeren haben auch Kaffeebohnen und Zuckerrüben einen hohen Gehalt an Chinasäure. Die Chinasäure ist häufig an Hydroxyzimtsäuren gebunden. Der Ester von Chinasäure und Kaffeesäure ist die Chlorogensäure.


    Gesundheitliche Aspekte

    Durch den hohen Gehalte an Fruchtsäuren (1,37 g), Mineralstoffen (0,3 g) pro 100 g und an sekundären Pflanzenstoffen wie Anthocyane oder Catechine gewinnen Heidelbeeren an Aufmerksamkeit und Bedeutung in der Ernährungswissenschaft und der Medizin.

    In Tierexperimenten wurde eine Senkung des Cholesterinspiegels nach dem Verzehr von Heidelbeeren beobachtet.

    Heilpflanze/Volksheilkunde

    Die Früchte und Blätter der Heidelbeere spielen traditionell in vielen Ländern Europas, den USA und in Asien eine wichtige Rolle in der Naturmedizin.
    Getrocknete Heidelbeeren dienen auch als Heilpflanze. Insbesondere die in hohen Mengen enthaltenen Gerbstoffe, vorwiegend Catechine, wirken adstringierend, antibakteriell und leicht schmerzlindernd. Tees oder Extrakte aus getrockneten Heidelbeeren werden in der Volksheilkunde bei Durchfallerkrankungen oder zur lokalen Behandlung von leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut verabreicht. Eine längerfristige Einnahme von Tees oder Extrakten verwendet man jedoch nicht, da sie für den Menschen giftig wirken.



    Zusammenfassung und Kurzinfos

    • Aronia schmeckt nach unfreifen Heidelbeeren
    • Benzoesäure kommt natürlicherweise vor in Heidelbeeren
    • Trincadeira besitzt Aromen von Heidelbeeren
    • Anthraknose befällt Heidelbeeren
    • Heidelbeeren enthalten Chinasäure, Catechine
    • Heidelbeeren enthalten viel Anthocyane, Fruchtsäure
    • Heidelbeeren gehören zu den Heidekrautgewächsen
    • Heidelbeeren sind Beerenfrüchte, Obst, nichtklimakterische Früchte
    • Heidelbeeren sind verwandt mit Preiselbeeren, Rauschbeeren, Moosbeeren
    • Heidelbeeren werden verwendet für die Herstellung von Saft
    • Heidelbeeren werden verwendet für die Zubereitung von Konfitüre, Kompott
    • Heidelbeeren werden verwendet zum Keltern von Wein



    Quellen


    • Katrin Wittmann, Bernd Arold: Das große Buch der Desserts. GRÄFE UND UNZER Verlag, 2010 » Das große Buch der Desserts
    • Richard Hering, F. Jürgen Herrmann: Herings Lexikon der Küche. Nikol, 2016 » Herings Lexikon der Küche