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Natriumsulfat, Dinatriumsulfat, E 514


Englisch: Sodium sulfate
Französisch: Sulfate de sodium
Spanisch: Sulfato de sodio
Italienisch: Solfato di sodio



Natriumsulfat ist ein Lebensmittelzusatzstoffe und trägt die europäische Zulassungsnummer E 514. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann Natriumsulfat auch als Dinatriumsulfat deklariert sein. In der Lebensmittelindustrie wird Natriumsulfat in den Funktionsklassen Trägerstoffe, Säureregulatoren, Festigungsmittel und Emulgatoren geführt.

Natriumsulfate werden in der Lebensmittelherstellung unter der Nummer E 514 als Lebensmittelzusatzstoffe eingesetzt. Es handelt sich hierbei um das Natriumsalz der Schwefelsäure (E 513). Zu den Natriumsalzen der Schwefelsäure gehören zum einen das Natriumsulfat und zum anderen das Natriumhydrogensulfat. Beide Sulfate kommen auch natürlicherweise in Lebensmitteln vor. Natriumsulfate setzen sich aus dem Sulfatanion (siehe Anion) und zwei Natriumkationen (siehe Kation) zusammen. Bekannt sind Natriumsulfate auch unter der Bezeichnung Glaubersalz. Den Namen erhielt das Glaubersalz von seinem Entdecker Johann Rudolph Glauber. Das Karlsbader Salz, das nach dem Eindampfen des Karlsbader Mineralwassers zurückbleibt, besteht ebenfalls hauptsächlich aus Natriumsulfaten. In der Alternativmedizin ist das Glaubersalz als auch das Karlsbader Salz häufig Teil der beliebten Entschlackungs- und Entgiftungskuren und als Abführmittel eingesetzt.

Die chemische Verbindung liegt in der Regel als weißes, kristallines Pulver oder in Form farbloser, transparenter Kristalle vor. In Wasser löst sich die chemische Substanz unter starker Abkühlung. Der Geschmack dieser Verbindung ist leicht salzig. Auf der Zunge entsteht ein kühlender Effekt. In der Lebensmittelindustrie wird E 514 vielseitig als Säureregulator, Emulgator, Trägerstoff und Festigungsmittel eingesetzt.



Verwendung von Natriumsulfat

© winston / fotolia.com

Natriumsulfate sind als Zusatzstoff für Lebensmittel allgemein zugelassen. Der Lebensmittelzusatzstoff E 514 darf ohne Beschränkung der Höchstmenge für alle Lebensmittel verwendet werden. Von dieser Regelung ausgenommen sind Lebensmittel, die dem Verbraucher unbehandelt angeboten werden sollen. Auch Lebensmittel, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen keine Zusatzstoffe enthalten dürfen, dürfen nicht mit Natriumsulfaten versetzt werden. Eingesetzt wird das Natriumsalz der Schwefelsäure unter anderem zur Aufbereitung von Trinkwasser. Außerdem dient die chemische Verbindung als Trägerstoff für Farbstoffe.

Natriumsulfat ist für Lebensmittel allgemein zugelassen. Nicht zugelassen ist Natriumsulfat beispielsweise für unbehandelte Lebensmittel wie Honig, Öle und Fette, Butter, Milch, natürliches Mineralwasser, Kaffee, oder Blatt-Tee.

Im Zuge von Fastenkuren werden Natriumsulfate unter der Bezeichnung Glaubersalz zur Darmentleerung genutzt.

Natriumsulfate werden auch in anderen Industriebereichen verwendet. So werden diese Verbindungen beispielsweise auch von der Pharmaindustrie und Waschmittelherstellern genutzt.



Herstellung von Natriumsulfat

Natriumsulfate kommen auch in der Natur vor. Aufgrund ihrer Seltenheit werden Natriumsulfate in der Regel jedoch nicht gezielt bergmännisch abgebaut. Die in der Industrie eingesetzten Natriumsulfate stammen in der Regel aus der Industrie, wo sie als Nebenprodukt bei chemischen Reaktionen zwischen Schwefelsäure mit Natronlauge anfallen. Bei der Umsetzung von Steinsalz mit Schwefelsäure zur Herstellung von Salzsäure kann E 514 ebenfalls als Nebenprodukt anfallen. Als Nebenprodukt kommen Natriumsulfate außerdem bei der Herstellung von Kochsalz vor.



Gesundheitliche Risiken durch Natriumsulfat

Gesundheitliche Risiken durch den Verzehr von Lebensmitteln mit dem Lebensmittelzusatzstoff E 514 sind nicht bekannt. Aus diesem Grund wurde für diesen Zusatzstoff auch kein ADI-Wert festgelegt. Dieser Lebensmittelzusatzstoff kann ohne Einschränkung verzehrt werden. Zu beachten ist lediglich, dass dieser Zusatzstoff beim Verzehr größerer Mengen abführend wirkt. In der Regel werden hohe Konzentrationen aber allein durch den Verzehr damit behandelter Lebensmittel nicht erreicht.



Zusammenfassung und Kurzinfos









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