Schwefelsäure, E 513


Englisch: Sulphuric acid
Französisch: Acide sulfurique
Italienisch: Acido solforico
Spanisch: ácido sulfúrico


Inhaltsverzeichnis
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Schwefelsäure ist ein Zusatzstoff für Lebensmittel und trägt die europäische Zulassungsnummer E 513. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln wird Schwefelsäure mit seiner E-Nummer oder seinem Klarnamen nach der Bezeichnung der Funktionsklasse deklariert sein. In der Lebensmittelindustrie wird Schwefelsäure in der Funktionsklasse der Säuerungsmittel geführt.
Siehe auch Konservierungsmethode: Schwefeln.


Verwendung

Schwefelsäure darf von den Lebensmittelherstellern für Lebensmittel allgemein (bis quantum satis) verwendet werden. Eine Ausnahme stellen Lebensmittel dar, die unbehandelt an den Verbraucher abgegeben werden sollen und solche, die laut Gesetzgeber nicht mit Zusatzstoffen versetzt werden dürfen. Eine Beschränkung der Höchstmenge gibt es für E 513 nicht.

Schwefelsäure kommt in erster Linie bei der Aufbereitung von Trinkwasser, sowie bei der Herstellung von Käse und Modifizierter Stärke zum Einsatz. Der Lebensmittelzusatzstoff E 513 darf auch für Bio-Produkte verwendet werden.

Technischer Hilfsstoff

Schwefelsäure gilt als eine der stärksten, anorganischen Säuren [1]. In der Lebensmittelindustrie wird Schwefelsäure unter der Bezeichnung E 513 geführt und als Säuerungsmittel eingesetzt. Sie wirkt stark zersetzend und kann beispielsweise Eiweiße und Kohlenhydrate aufspalten und deren Struktur verändern. Bei der Lebensmittelherstellung wird Schwefelsäure in erster Linie genutzt, um einen gewünschten Säuregrad zu erreichen oder Eiweiße aufzuspalten. Häufig dient Schwefelsäure bei der Lebensmittelherstellung als technischer Hilfsstoff und ist im fertigen Produkt nicht mehr oder nur noch in geringen Spuren zu finden. Dient die Säure lediglich als technischer Hilfsstoff, dann muss keine Kennzeichnung erfolgen. Wird die chemische Verbindung als Zusatzstoff genutzt, dann muss dies in der Zutatenliste vermerkt werden. Da die Schwefelsäure häufig nur als technischer Hilfsstoff dient, nimmt sie eine untergeordnete Rolle unter den Lebensmittelzusatzstoffen ein. Eine wichtigere Rolle spielen ihre Abkömmlinge – die Sulfate.

Abkömmlinge der Schwefelsäure


Herstellung von Schwefelsäure

Um die anorganische Säure herzustellen, wird eine chemische Reaktion zwischen Schwefeldioxid (E 220) und Wasser herbeigeführt. Das Ergebnis dieser Reaktion ist die stark ätzende, zähflüssige, farblose oder bräunliche Schwefelsäure.


Gesundheitliche Risiken

Beim Einsatz von Schwefelsäure als technischer Hilfsstoff oder Zusatzstoff für Lebensmittel bestehen keine gesundheitlichen Risiken. E 513 gilt als gesundheitlich unbedenklich und es wurde kein ADI-Wert festgelegt. Wird der Zusatzstoff ordnungsgemäß eingesetzt, können Produkte mit E 513 ohne Bedenken verzehrt werden.

[1] Anorganischen Säuren sind Säuren, die keinen Kohlenstoff enthalten; Ausnahme ist Kohlensäure und von ihr abgeleiteten Säuren.



Zusammenfassung und Kurzinfos

  • Schwefelsäure ist ein Säuerungsmittel
  • Schwefelsäure wird verwendet für Trinkwasser, Käse, Modifizierte Stärken, Biolebensmittel



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon