Du bist hier: LebensmittelzusatzstoffeAntioxidationsmittel


Natriumdisulfit, E 223, Natriummetabisulfit, Natriumpyrosulfit, Natriumsulfit



Englisch: Sodium disulphite, Sodium metabisulphite
Französisch: Disulfite de sodium, Métabisulfite de sodium
Spanisch: Bisulfito sódico, Metabisulfito de sodio
Italienisch: Sodio disolfito, Meta-bisolfito di sodio


Inhaltsverzeichnis



Natriumdisulfit gehört zu den Sulfiten, die von der Lebensmittelindustrie als Lebensmittelzusatzstoff eingesetzt werden und ist unter der europäischen Zulassungsnummer E 223 in den Zusatzstoffklassen Antioxidationsmittel und Konservierungsstoffe zugelassen. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln wird dieser Zusatzstoff als Natriummetabisulfit, Natriumpyrosulfit, Natriumsulfit oder E 223 deklariert oder es steht der Vermerk geschwefelt auf dem Etikett.


Wirkung von Natriumdisulfit in Lebensmitteln

Bei Natriumdisulfit handelt es sich um ein Salz der schwefligen Säure. Ebenso wie das Schwefeldioxid und die anderen Salze der schwefligen Säure hat Natriumdisulfit eine antioxidative, konservierende Wirkung. Wenn es Kartoffelprodukten wie Kartoffelpüree in Pulverform zugesetzt wird, dann verhindert E 223 beispielsweise die Braunfärbung der Kartoffeln. Als Antioxidationsmittel verhindert Natriumdisulfit auch den durch Sauerstoff induzierten Abbau von Vitaminen und Farbstoffen und Aromastoffen. Natriumdisulfit blockiert bestimmte Enzyme und wirkt somit auch der Ansiedlung von Pilzen, Hefen und Bakterien entgegen. Allerdings zerstört Natriumdisulfit das Vitamin B1 (Thiamin), weshalb es nicht für thiaminhaltige Lebensmittel zugelassen ist. Thiaminhaltigen Lebensmitteln wie Milchprodukten, Getreideprodukten, Bier, Fruchtsaft und Fleischwaren darf dieser Zusatzstoff daher nicht zugesetzt werden.


Herstellung von Natriumdisulfit

Hergestellt wird der künstliche Lebensmittelzusatzstoff Natriumdisulfit durch thermische Dimersierung beziehungsweise Kondensation von Natriumhydrogensulfit. Bei diesem Vorgang wird das Wasser abgespalten. Alternativ kann dieser Zusatzstoff auch durch Umsetzung von Natriumsulfit und Schwefeldioxid in Natronlauge hergestellt werden.


Verwendung von Natriumdisulfit

Natriumdisulfit ist ebenso wie Schwefeldioxid und die anderen Salze der schwefligen Säure nur für bestimmte Lebensmittel bis zu einer bestimmten Höchstmenge zugelassen.

E 223 wird als Konservierungs- und Antioxidationsmittel für Trockenfrüchte, getrocknetes Gemüse, getrocknete Tomaten, Meerrettichzubereitungen, Fruchtzubereitungen, Gemüsezubereitungen, Kartoffelgerichte, Fruchtsäfte, Fertiggerichte, Meeresfrüchte, Krabben, getrockneten Fisch, Fleischersatzprodukte und Fischersatzprodukte, Graupen, Sago und Stärke verwendet. Häufig wird Natriumdisulfit in Verbindung mit Benzoesäure und Sorbinsäure eingesetzt. In der Herstellung von Wein ist der Einsatz von Natriumdisulfit und anderen Salzen der schwefligen Säure ebenfalls üblich.

Natriumdisulfit ist auch für den Einsatz in Kosmetika zugelassen.


Gesundheitliche Risiken von Natriumdisulfit



Der ADI-Wert für Natriumdisulfit liegt bei 0,7 mg/kg Körpergewicht. Natriumdisulfit wird im menschlichen Körper durch ein körpereigenes Enzym relativ schnell abgebaut. Bei einem Mangel dieses Enzyms kann der Verzehr dieses Lebensmittelzusatzstoffes allerdings zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Kopfschmerzen führen. Bei Asthmatikern kann durch den Verzehr von Natriumdisulfit ein Asthmaanfall ausgelöst werden, wenn eine Empfindlichkeit gegenüber Sulfiten vorherrscht. Auch allergische oder pseudoallergische Reaktionen können nach dem Verzehr von Lebensmitteln, die Natriumdisulfit enthalten, vorkommen. Es wird abgeraten, Lebensmittel mit diesem Zusatzstoff häufig zu verzehren. Insbesondere bei Kindern ist Vorsicht geboten.



Zusammenfassung und Kurzinfos



Quellen








Bücher zum Nachlesen, Nachkochen und Stöbern



Author @ google+

follow me




Lexikon @ google+

follow me