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Sorbinsäure, Hexadiencarbonsäure, E 200


Englisch: 2-propenylacrylic acid, Sorbic acid
Französisch: Acide hexa-2 4-diénoque, Acide Sorbique
Spanisch: ácido 2-propenilacrilico, Ácido sórbico
Italienisch: 2-acido propenilacrilico, Acido Sorbico


Inhaltsverzeichnis


Sorbinsäure ist ein Konservierungsstoff und trägt die europäische Zulassungsnummer E 200 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste kann der Konservierungsstoff auch als Hexadiencarbonsäure (bzw. in der Schreibweise Hexadien-Carbonsäure) deklariert sein. In der Lebensmittelindustrie wird Sorbinsäure als Konservierungsstoff eingesetzt.



Verwendung von Sorbinsäure

© Lucky Dragon / fotolia.com

Sorbinsäure wird als Konservierungsstoff für unterschiedliche Lebensmittel verwendet. In der Regel darf dieser Konservierungsstoff nur für bestimmte Lebensmittel in einer gesetzlich festgelegten Menge genutzt werden.

Eingesetzt wird Sorbinsäure unter anderem in Konfitüre, Marmelade, Gelee, Trockenfrüchten, Brot, Backwaren, Käse, Schmelzkäse , Margarine, Fleischersatzprodukten, Fischersatzprodukten, Meerestierersatzprodukten, eingelegtes Gemüse, kandiertes Obst, glasiertes Obst, Flüssigeier, Diätlebensmittel, Garnelen, Kaugummi, Trockenfisch, Fischkonserven und andere Fischerzeugnisse. Sorbinsäure wird zuweilen auch in Kombination mit Benzoesäure eingesetzt. Häufig wird Sorbinsäure für Lebensmittel verwendet, die abgepackt und lange haltbar sein sollen. Für Biolebensmittel darf Sorbinsäure als Konservierungsstoff allerdings nicht verwendet werden.

Häufig wird Sorbinsäure auch für die Herstellung von Wein genutzt. Bei der Weinherstellung kommt diesem Lebensmittelzusatzstoff die Aufgabe zu, den biologischen Abbau von Säuren zu vermindern. Zudem soll durch den Zusatz der Sorbinsäure verhindert werden, dass der Wein aufgrund des Gehalts an Restzucker nachgärt. Auf Wein muss die Verwendung dieses Lebensmittelzusatzstoffes allerdings nicht gekennzeichnet werden.

Sorbinsäure wird als Konservierungsstoff nicht nur von der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Verwendet wird dieser Konservierungsstoff auch für Tabakprodukte, Kosmetika, Arzneimittel und zur Vorbehandlung von Verpackungen, die für Lebensmittel bestimmt sind. Sorbinsäure hilft beispielsweise in Tabak- und Kosmetikprodukten bei der Konservierung der enthaltenen Enzyme und Aromen.



Vorkommen und Wirkung von Sorbinsäure

Bei Sorbinsäure handelt es sich um einen Stoff, der natürlicherweise auch in der Natur vorkommt. Die Früchte der Eberesche - auch als Vogelbeeren bekannt - enthalten diesen Stoff beispielsweise. Sorbinsäure ist ein natürliches Antioxidans, das unter anderem auch gegen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze wirkt. Sorbinsäure verfügt jedoch nicht über die Fähigkeit Keime abzutöten. Als Antioxidationsmittel kann die Sorbinsäure jedoch die Haltbarkeit von Produkten verlängern, die grundsätzlich hygienisch einwandfrei sind. Sorbinsäure entfaltet ihre Wirkung am besten in saurer Umgebung. Gelöst werden kann dieser Lebensmittelzusatzstoff sowohl in Wasser als auch in Fett. Grundsätzlich kann Sorbinsäure vielseitig eingesetzt werden, da das Antioxidans, so es in geringen Mengen eingesetzt wird, nicht den Geschmack der Lebensmittel beeinflusst.



Sorbinsäure als Konservierungsstoff



Sorbinsäure wird in der Lebensmittelindustrie als Konservierungsmittel eingesetzt. Genutzt wird dieser Lebensmittelzusatzstoff beispielsweise für Futter- und Lebensmittel. Auch Reinigungsmittel, Arzneimittel und Kosmetikprodukte können mithilfe der Sorbinsäure länger haltbar gemacht werden. Bei der Konservierung von Lebensmitteln kommt nicht nur die Sorbinsäure zum Einsatz, auch ihre Salze werden häufig genutzt. Die Salze der Sorbinsäure gelten als besser wasserlöslich. Besonders erwähnenswert sind hierbei das Calciumsorbat (E 203) und das Kaliumsorbat (E 202). Natriumsorbat (E 201) gilt dagegen als wesentlich empfindlicher und wird daher selten genutzt. Sorbinsäure bietet gegenüber anderen Konservierungsstoffen wie Benzoesäure den Vorteil, dass sie keinen besonders intensiven Geruch oder Geschmack hat und daher Geschmack und Geruch des jeweiligen Lebensmittels nicht beeinflusst. Sorbinsäure hemmt als Konservierungsmittel das Wachstum von Pilzen und wirkt zudem gegen einige Bakterien.



Herstellung der Sorbinsäure

E 200 wird durch chemische Synthese hergestellt. Um Sorbinsäure zu erhalten, ist ein mehrstufiger chemischer Prozess notwendig. Beim Herstellungsprozess kann beispielsweise Malonsäure in Pyridin gelöst werden. Anschließend wird die Lösung in Piperidin und Crotonaldehyd umgesetzt. Alternativ können Keten und 2-Butenal mithilfe eines inerten Lösungsmittels und eines Katalysators umgesetzt werden. Dadurch wird ein polymerer Ester der 3-Hydroxy-4-hexensäure gewonnen. Durch anschließendes Erhitzen oder die Behandlung mit Alkali (chemische Verbindung, die Eigenschaften einer Base zeigt) kann dann Sorbinsäure gewonnen werden.



Gesundheitliche Risiken durch Sorbinsäure

Sorbinsäure gilt grundsätzlich als unbedenklich. Allerdings wurde für diesen Konservierungsstoff ein ADI-Wert festgelegt. Der ADI-Wert für E 200 liegt bei 25 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Hierbei muss die Summe aller aufgenommenen Sorbate und Sorbinsäure berücksichtigt werden. Wenn Sorbinsäure in den menschlichen Organismus gelangt, so wird diese wie andere Fettsäuren im Fettsäurestoffwechsel komplett abgebaut. Zu allergischen Reaktionen kommt es nur selten. Es können sich bei empfindlichen Personen jedoch allergieähnliche Symptome zeigen. Auch Unverträglichkeitsreaktionen wurden beim Verzehr dieses Konservierungsstoffs bereits beobachtet. Aufgrund der Säurewirkung der Sorbinsäure kann es zu Reizungen der Schleimhäute kommen.



Zusammenfassung und Kurzinfos



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »








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