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Natriumbenzoat, E 211, Natriumsalz der Benzoesäure

n0001520


Englisch: Sodium benzoate, Benzoic acid sodium salt, Benzenecarboxylic acid sodium salt, Dracylic acid sodium salt, Phenylcarboxylic acid sodium salt
Französisch: Benzoate de sodium, Sel de sodium de l'acide benzène-carboxylique
Spanisch: Sal sódica del ácido dracílico, Sal sódica del ácido fenil-carboxílico, Benzoato de sodio o benzoato sódico, Sal sódica del ácido benzoico, Sal sódica del ácido benceno-carboxílico
Italienisch: Acido benzoico, Sale sodico, Sale sodico dell'acido benzencarbossilico, Sale sodico dell'acido dracilico, Sale sodico dell'acido fenilcarbossilico, Sodio benzoato



Natriumbenzoat das Natriumsalz der Benzoesäure und wird von der Lebensmittelindustrie als Konservierungsstoff eingesetzt. Natriumbenzoat trägt die europäische Zulassungsnummer E 211 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann dieser Konservierungsstoff als Natriumbenzoat oder einfach Benzoat angegeben werden.

Beim Natriumbenzoat handelt es sich um das Natriumsalz der Benzoesäure. Benzoesäure kommt auch in der Natur vor und ist beispielsweise in Heidelbeeren, Pflaumen, Himbeeren und Preiselbeeren sowie in Honig und zahlreichen Milchprodukten enthalten. Das Natriumbenzoat wird genau wie die Benzoesäure zur Konservierung von Lebensmitteln eingesetzt. Es wirkt dem Wachstum von Bakterien und Pilzen entgegen. Dieser Konservierungsstoff wirkt daher bakteriostatisch und fungistatisch. Im Vergleich mit der Benzoesäure besitzt Natriumbenzoat eine wesentlich bessere Löslichkeit und lässt sich daher gut in Wasser lösen. Der Konservierungsstoff liegt in der Regel als weißer, kristalliner Feststoff vor und hat keinen besonderen Geruch. Häufig wird Natriumbenzoat mit anderen konservierenden Stoffen wie Sorbinsäure und Schwefelverbindungen eingesetzt, da diese die konservierende Wirkung des Natriumbenzoats ergänzen beziehungsweise verstärken.



Herstellung von Natriumbenzoat

Natriumbenzoat wird künstlich aus der Benzoesäure hergestellt. Auch wenn Benzoesäure natürlicherweise in Früchten vorkommt, so wird diese doch chemisch synthetisiert, wenn sie als Konservierungsstoff eingesetzt werden soll. Für die Herstellung von Natriumbenzoat werden keine gentechnisch veränderten Organismen genutzt.



Verwendung von Natriumbenzoat

Für Natriumbenzoat gelten die gleichen Zulassungsbestimmungen wie für die Benzoesäure. Dieser Konservierungsstoff ist nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen und darf diesen auch nur bis zu einer genau festgelegten Höchstmenge beigemengt werden. Die Höchstmenge variiert je nach Lebensmittel. Lebensmittel, die grundsätzlich unbehandelt bleiben sollen und aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht mit Zusatzstoffen versetzt werden dürfen, dürfen nicht mit diesem Konservierungsstoff haltbar gemacht werden.

Verwendet wird der Konservierungsstoff E 211 beispielsweise für eingelegtes Gemüse, Spirituosen, Marmelade, Gelee, Konfitüre, Fischkonserven und andere Fischprodukte, Oliven, Aspik, Fruchtsaftkonzentrate, Ketchup, Margarine, Senf, Saucen und Wurst. Natriumbenzoat wird häufig mit anderen Konservierungsstoffen kombiniert, um eine besser konservierende Wirkung zu erzielen. Für die Konservierung von Biolebensmitteln ist Natriumbenzoat nicht zugelassen.

© Shariff Che'Lah / fotolia.com

Wichtig zu wissen ist, das Benzoate nicht für Tierfutter zugelassen sind. Lebensmittel, die Natriumbenzoat enthalten, können extrem giftig für Katzen sein. Lebensmittelreste, die diesen Zusatzstoff enthalten, sollten nicht an Katzen oder andere Tiere verfüttert werden.

Der Konservierungsstoff Natriumbenzoat ist auch für die Konservierung von Kosmetikprodukten und Arzneimitteln zugelassen.



Gesundheitliche Risiken von Natriumbenzoat

Natriumbenzoat ist zwar als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen, allerdings gibt es einen Höchstwert, den man möglichst nicht überschreiten sollte. Für Natriumbenzoat wurde ein ADI-Wert von 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Verbraucher sollten beachten, dass dieser ADI-Wert für alle verzehrten Benzoate und Benzoesäure zusammen gilt. Grundsätzlich werden Benzoate und Benzoesäure über den Darm aufgenommen und mithilfe eines Eiweißbausteins über die Nieren ausgeschieden. Benzoesäure und Benzoate können durchaus auch Allergien auslösen. Bei empfindlichen Personen kann es nach dem Verzehr von Natriumbenzoat oder einem anderen Benzoat zu allergischen beziehungsweise pseudoallergischen Reaktionen kommen. In Zusammenhang mit dem Verzehr von Benzoat und Benzoesäure in hohen Dosen wurden bereits Verdauungsbeschwerden, Krämpfe und andere Beschwerden beobachtet. Benzoate stehen zudem unter Verdacht, einen negativen Einfluss auf das Nervensystem zu haben und beispielsweise Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen zu begünstigen. Gefährdet sind insbesondere Personen, die empfindlich auf Aspirin beziehungsweise Salicylsäure und deren Derivate reagieren. Personen, die unter Asthma leiden, können ebenfalls auf diesen Konservierungsstoff reagieren. Von einem häufigen Verzehr wird daher abgeraten.



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