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Citronensäure, E 330, Zitronensäure, Carl Wilhelm Scheele



Englisch: Citric acid
Französisch: Acide citrique
Spanisch: ácido cítrico
Italienisch: Acido citrico


Inhaltsverzeichnis



Citronensäure (alte schreibweise Zitronensäure) ist eine in Pflanzen vorkommende organische Säure. Das chemische Zeichen ist C6H8O7. Citronensäure wird in der Lebensmittelindustrie als Antioxidationsmittel, Komplexbildner und Säuerungsmittel verwendet. Als Lebensmittelzusatzstoff muss sie mit der europäischen Zulassungsnummer E 330 für Lebensmittelzusatzstoffe ausgewiesen werden. Ihren Namen erhielt sie 1784 als Carl Wilhelm Scheele erstmals aus dem Saft der Zitrone die Citronensäure isolieren konnte.


Vorkommen von Citronensäure



Citronensäure ist ein Stoffwechselprodukt aller Organismen und zählt zu den am weitesten verbreiteten Säuren im Pflanzenreich. Der Saft der Zitrone enthält beispielsweise zwischen 5 und 7 % Citronensäure. Darüber hinaus kommt sie auch in Äpfeln, Birnen, Himbeeren , Johannisbeeren, Pilzen, Wein und in geringen Mengen auch in der Milch vor.

Weitaus bedeutender jedoch ist Citronensäure in Form von Citraten, also in der Form ihrer Salze als wichtiges Zwischenprodukt des Zitronensäurezyklus. Der Zitronensäurezyklus fasst eine Folge biochemischer Reaktionen zusammen, die in lebenden Zellen ablaufen, bei denen die Citronensäure beteiligt ist.


Citronensäure in der Lebensmittelindustrie

Citronensäure wird in der Lebensmittelindustrie unter den Funktionsklassen für Zusatzstoffe als Antioxidationsmittel, Komplexbildner und Säuerungsmittel verwendet.


Antioxidative Wirkung von Citronensäure

Als Antioxidationsmittel schützt Citronensäure Lebensmittel vor der Reaktion mit Sauerstoff und hilft dabei, Farbe und Geschmack des jeweiligen Lebensmittels zu erhalten und die Vitamine im jeweiligen Lebensmittel zu bewahren.


Herstellung von Citronensäure

Früher wurde Citronensäure aus Zitrusfrüchten gewonnen. Heutzutage wird Citronensäure in erster Linie biotechnologisch aus Mikroorganismen hergestellt. Für die Gewinnung von Citronensäure wird vor allem der Schimmelpilz Aspergillus niger eingesetzt. Rohstoffe wie Mais und Melasse  dienen als Nährmedium für die Schimmelpilze. Bei der Herstellung von Citronensäure ist der Einsatz gentechnisch veränderter Bestandteile möglich.


Einsatz von Citronensäure

Citronensäure darf als Lebensmittelzusatzstoff allgemein für Lebensmittel eingesetzt werden. Von dieser Regelung ausgenommen sind lediglich Lebensmittel, die unbehandelt bleiben sollen und solche, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht durch Lebensmittelzusatzstoffe verändert werden dürfen. Citronensäure wird beispielsweise Fruchtnektaren, Fruchtsäften, Limonaden, Süßwaren, Desserts, Speiseeis, Gelee, Marmeladen, Konfitüren, Teigwaren, Käse, Fleischprodukten, Gemüse und Obst zugesetzt.

Citronensäure ist auch für Bio-Lebensmittel zugelassen und kann zudem für Kosmetika und Arzneimittel verwendet werden. Zugelassen ist dieses Antioxidationsmittel auch für Säuglingsnahrung. Für bestimmte Lebensmittel gibt es eine Höchstmengenbeschränkung. Citronensäure wird darüber hinaus als technischer Hilfsstoff zur Herstellung von Speisefetten und der Behandlung von Frischfisch eingesetzt.


Lebensmittelsicherheit von Citronensäure

Ein ADI-Wert wurde für Citronensäure nicht festgelegt, der Zusatzstoff gilt als gesundheitlich unbedenklich, da dieser vollständig vom Körper verwertet wird. Da Schimmelpilze für die Herstellung der Citronensäure genutzt werden, kann auf diese Weise hergestellte Citronensäure bei empfindlichen Personen Allergien auslösen. Zudem wirkt Citronensäure Karies fördernd. Zahnschäden können bei häufigem Verzehr von Citronensäure in Verbindung mit Zucker entstehen.



Zusammenfassung und Kurzinfos



Quellen








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