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Fasten


Englisch: Fasting
Französisch: Jeûne, Carême
Spanisch: Ayuno
Italienisch: Inedia

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Fasten bedeutet, dass für einen bestimmten Zeitraum vollständig oder teilweise auf den Verzehr von fester Nahrung verzichtet wird. Dabei können die Motive für das Fasten unterschiedlicher Natur sein.


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Motive für das Fasten

In manchen Kulturen wird aus religiösen Gründen gefastet. So gibt es im Christentum beispielsweise eine 40 Tage dauernde Fastenzeit vor Ostern. Im Judentum wird vor allem der Yom Kippur als Feiertag geehrt. Hier wird 25 Stunden lang gefastet. Im Islam kennt man den Fastenmonat Ramadan.
Neben den religiösen Gründen entscheiden sich viele Menschen ihrer Gesundheit zuliebe für eine Fastenkur. Vor allem im Frühjahr wird häufig gefastet, wobei die Menschen eine Entgiftung des Körpers herbeiführen wollen. Einigen Berichten zufolge sollen sich auch Allergien und Kopfschmerzen dadurch verbessern. Vielen dient das Fasten zur Gewichtsreduktion und als Einstieg in die Ernährungsumstellung. Auch psychische Aspekte spielen eine Rolle, so erwarten manche vom Fasten eine Steigerung der Willenskraft und mehr Aufmerksamkeit für die wesentlichen Dinge im Leben.


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Fastenformen

Man kennt unterschiedliche Formen des Fastens. Viele verschiedene Ärzte und Ernährungsberater haben sich mit dem Thema Fasten beschäftigt. Es sind also mehrere Theorien und Anleitungen zum Fasten entstanden. So gibt es das Heilfasten nach Buchinger. Hier darf man Gemüsebrühe, Obstsäfte und Gemüsesäfte zu sich nehmen und unterstützt den Körper bei der Entleerung durch Einläufe. Außerdem sind das Saftfasten und das Molkefasten sowie die so genannte Nulldiät bekannt. Auch die F.X. Mayr Kur kann als Fastenkur angesehen werden. Hier geht es vor allem um die Darmsanierung. Beim Fasten handelt es sich jedoch nicht um eine Diät.


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Richtiges Fasten

Beim Fasten geht es nicht darum zu hungern, sondern um die Entgiftung und Entschlackung des Körpers. Bevor man mit dem Fasten beginnt, sollte man sich ausführlich darüber informieren und sich darauf vorbereiten. In der Regel können gesunde Erwachsene bis zu drei Wochen lang fasten. Man beginnt mit einem Entlastungstag und nimmt nur leichte Nahrung wie Reis, Obst und Gemüse zu sich. Beim Fasten nach Buchinger werden über den Tag verteilt 300 Kalorien in Form von Gemüsebrühe und Säften aufgenommen. Anfängern wird empfohlen nicht länger als eine Woche zu fasten. Man sollte stets auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und mindestens drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee zu sich nehmen.
Häufig wird geraten sich auch während des Fastens moderat zu bewegen. Also Spaziergänge im Freien sind durchaus wohltuend, man sollte sich aber auch immer wieder Ruhephasen gönnen. Zum Fasten gehört auch der Verzicht auf Genussmittel wie Alkohol, Zigaretten und Kaffee. Nach dem Fasten folgt das so genannte Fastenbrechen. Jetzt sollte man den Körper wieder langsam an die Aufnahme fester Nahrung gewöhnen und die Kalorienanzahl stetig steigern. Wer das neue Gewicht halten möchte könnte beispielsweise auf eine Leichte Vollkost umsteigen und sich abwechslungsreich ernähren. Viele Ärzte begleiten ihre Patienten auch während einer Fastenkur und wer bereits gesundheitliche Probleme hat sollte nur unter ärztlicher Aufsicht fasten.


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Risiken des Fastens

Es gibt einige Risikogruppen, die gar nicht oder nur unter ärztlicher Aufsicht fasten sollten. Schwangere Frauen, stillende Mütter, chronisch Kranke und Krebspatienten dürfen nicht fasten. Körperlich sehr ausgezehrte und untergewichtige Personen dürfen ebenfalls nicht fasten. Menschen mit einer Essstörung wie Bulimie oder Magersucht sollten keine Fastenkur beginnen. Wer unter einer Stoffwechselstörung wie Diabetes oder Gicht leidet darf ebenfalls nicht fasten. Menschen mit einer chronischen Magenerkrankung, einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, Bluthochdruck, einer Herz-Gefäßerkrankung oder jene, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten vor einer Fastenkur ärztlichen Rat einholen. Außerdem besteht das Risiko einer Azidose oder Ketoazidose, wenn der Körper den Stoffwechsel durch den Energiemangel nicht mehr ausgleichen kann. Im Zweifelsfall sollte man immer vorher mit einem Arzt über sein Vorhaben sprechen.


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Nutzen des Fastens

Das Fasten gehört nicht zu den klassischen Ernährungsformen und darf nicht mit einer Gewichtsreduktionsdiät verwechselt werden. Vielmehr soll das Fasten dem Körper zur Entlastung dienen. Schlacken und Giftstoffe sollen abgebaut und abgeführt werden. Dabei wird der Körper entsäuert und man fühlt sich nach einer Fastenkur deutlich vitaler. Außerdem soll das Immunsystem dadurch gestärkt werden, das Hautbild verbessert sich und auch Kopfschmerzen und Allergien sollen nachlassen. Einige berichten auch, dass sich das Fasten positiv auf ihre Stimmung auswirkt und depressive Verstimmungen verschwinden. Das Fasten ist auch eine gute Einstimmung zur Änderung der Lebensgewohnheiten. Wer auf lange Sicht seine Ernährung umstellen will bekommt Hilfe bei der Ernährungsberatung.








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