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Ernährungsformen

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Ernährungsformen geben über den speziellen Typ der hauptsächlichen Nahrungsaufnahme Auskunft. So kann die Nahrungszufuhr ganz beziehungsweise in größten Teilen aus Fleisch oder aber aus Pflanzen bestehen.
Bei vielen Lebewesen jedoch so auch beim Menschen liegen Mischformen vor. Gebiss, Magen und Darm sind dementsprechend darauf eingerichtet, sowohl Fleisch als auch pflanzliche Nahrung zerkleinern und verdauen zu können.
Speziell bei den Ernährungsformen des Menschen kommt noch hinzu, dass zwischen verschiedenen Kulturen unterschiedliche Essgewohnheiten bestehen können. So werden bestimmte Nahrungsmittel aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen gemieden. Auch innerhalb von Kulturkreisen haben sich beim Menschen unterschiedliche Ansichten über richtige und falsche Ernährungsformen entwickelt.
Eines ist aber unzweifelhaft: Die Ernährung nimmt einen hohen Stellenwert ein für Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen. Änderungen der Essgewohnheiten können erhebliche positive oder negative Folgen haben: Krankheiten, Beschwerden, Lebenslust oder -unlust werden von der Art und Weise der Nahrungsaufnahme wesentlich mit beeinflusst. Deutlich wird dies bei so genannten Zivilisationskrankheiten.



Fehlernährung

Fehlernährung ist ein Problem unserer Zivilisation. Generell ist auch in einer Überflussregion wie Mitteleuropa Fehlernährung weit verbreitet. Vielfach ist die aufgenommene Nahrung zu eiweißreich, säurebildend und zu ballaststoffarm. Der Anteil an Zucker, tierischen Fetten, Fleisch, Genussmitteln und Auszugmehl ist bei vielen Speiseplänen zu hoch. Dementsprechend nehmen Zivilisationskrankheiten zu, die zum Teil auf mangelhafte Ernährungsformen zurückgeführt werden können. Hierzu zählen Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose, Herz- und Kreislaufkrankheiten oder Gicht. Zusätzliche Probleme entstehen dadurch, dass heute viele Menschen weniger körperlich arbeiten als früher, aber dennoch über die Nahrung eine hohe Energiezufuhr haben. Überflüssige Kohlenhydrate werden aber nicht direkt verwertet, sondern zu Glykogen umgewandelt und dann erst einmal in Leber und Muskelzellen gespeichert. Ist dieser Speicherplatz voll, entstehen die wenig geliebten Fettpölsterchen, da überschüssige Energie dann in Fett umgewandelt wird.



Vollwertkost

Viele Ärzte empfehlen vollwertige Kost. In unserem mitteleuropäischen Kulturkreis besteht eine gewisse grobe Einigkeit darüber, dass ausgewogene Mischkost die beste Ernährungsform für den Menschen darstellt. Eine vollwertige Kost sollte alles enthalten, was der Mensch braucht: Getreideprodukte, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fisch und Fleisch. Manches wie zum Beispiel Fleisch oder Eier genügt durchaus in geringen Mengen. Anderes wie Obst und Gemüse sollte reichlich zugeführt werden. Die optimale, täglich zugeführte Menge an Lebensmitteln versucht die Lebensmittelpyramide visuel umzusetzen.
Andererseits existieren aber auch zahlreiche alternative Ernährungsformen, die aus religiösen, kulturellen oder gesundheitlichen Gründen bestimmte Nahrungsmittel ganz ausschließen.



Alternative Ernährungsformen

Sind alternative Ernährungsformen besser? Einige Menschen schwören auf möglichst unbehandelte Vollwertkost oder Rohkost. Anhänger des Vegetarismus verzichten komplett auf Fleisch und Fisch. Zur Lebensauffassung der Veganer wiederum gehört es, möglichst überhaupt nicht mit Erzeugnissen in Berührung zu kommen, die von Tieren stammen.
Manchen "Alternativen" geht es überwiegend um Ethik, manchen aber auch tatsächlich primär um Gesundheit. Keine dieser Alternativformen konnte allerdings bis heute den Nachweis erbringen, tatsächlich vor allem als Dauerkost - gesünder für Menschen zu sein als eine Vollwerternährung.



Diäten



Manchmal kann es notwendig werden, die Ernährungsform vorübergehend oder dauerhaft umzustellen. Oft ist Übergewicht der Auslöser hierfür. Zu viele Pfunde können sowohl optisch als auch gesundheitlich zu einem Problem werden. Der eine traut sich nicht mehr ins Freibad, der andere leidet aufgrund des Übergewichts unter starken Verschleißerscheinungen des Körpers. Spätestens dann ist eine Diät nötig.

Auch bestimmte Krankheiten machen manchmal Diäten unausweichlich. Stoffwechselerkrankungen oder Organerkrankungen gehören ebenso hierzu wie Bluthochdruck.
Einen Extremfall bildet schließlich das Fasten. Hierbei wird vorübergehend komplett auf jede Nahrungsaufnahme verzichtet. Dies kann sowohl aus religiösen als auch aus gesundheitlichen Gründen geschehen. Auf jeden Fall ist dabei auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.









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