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Aluminiumnatriumsulfat, E 521


Englisch: Aluminium-sodium sulphate
Französisch: Sulfate d'aluminium-sodique



Aluminiumnatriumsulfat ist ein Lebensmittelzusatzstoff und wird von der Lebensmittelindustrie in den Funktionsklassen der Stabilisatoren und Festigungsmittel eingesetzt. Aluminiumnatriumsulfat trägt die europäische Zulassungsnummer E 521 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann der Stabilisator als Aluminiumnatriumsulfat oder mit der Nummer E 521 angegeben sein.

© bricef / fotolia.com



Herstellung von Aluminiumnatriumsulfat



Aluminiumnatriumsulfat wird künstlich, mit Hilfe von Schwefelsäure chemisch aus aluminiumhaltigen Materialien hergestellt. Die chemische Verbindung liegt in der Regel als farbloser Feststoff vor. Sie besteht aus den Metallen Aluminium und Natrium und Schwefelsäure.



Verwendung von Aluminiumnatriumsulfat

Aluminiumnatriumsulfat bildet mit Eiweiß und anderen organischen Substanzen stabile Verbindungen. Diesen Umstand macht man sich beispielsweise in der Aufbereitung von Trinkwasser zunutze, um Schmutz und unerwünschte Schwebeteilchen aus dem Wasser zu entfernen. Zudem geht dieser Lebensmittelzusatzstoff eine feste Bindung mit Pektin ein. Pektin ist ein Bestandteil der Zellwände von Obst und Gemüse. Durch die Verbindung von Pektin und Aluminiumnatriumsulfat erhält Obst und Gemüse eine größere Festigkeit. Der Lebensmittelzusatzstoff Aluminiumnatriumsulfat ist nicht für Lebensmittel allgemein zugelassen, sondern darf nur für bestimmte Produkte verwendet werden. Die Menge an Zusatzstoff, die dem jeweiligen Lebensmittel zugesetzt werden darf, ist zudem auf eine Höchstmenge beschränkt.

Die Lebensmittelindustrie darf E 521 für kandiertes, kristallisiertes und glasiertes Gemüse und Obst sowie Eiklar nutzen.



Gesundheitliche Risiken von Aluminiumnatriumsulfat

Aluminiumnatriumsulfat gilt in den Mengen, die von der Lebensmittelindustrie für die Behandlung der Lebensmittel genutzt werden, als gesundheitlich unbedenklich. Der Gesetzgeber hat einen ADI-Wert von 1 mg/kg Körpergewicht festgelegt. Zu beachten ist allerdings, dass überschüssiges Aluminium in der Regel über die Nieren aus dem menschlichen Organismus entfernt wird. Bei Personen, die unter Nierenerkrankungen wie beispielsweise einer Nierenschwäche leiden, kann dieser Ausscheidungsprozess nicht mehr einwandfrei funktionieren und die Substanz reichert sich im Körper an. Vorsicht ist auch für gesunde Menschen geboten, da der Körper in Verbindung mit Komplexbildnern Aluminium verstärkt aufnimmt. Allergische Reaktionen sind möglich. Von einem regelmäßigen Verzehr wird daher abgeraten. Es wurde untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Aluminium in den menschlichen Organismus und der Alzheimerschen Krankheit besteht. Dies konnte bislang nicht bestätigt werden, aber auch nicht zweifelsfrei widerlegt werden.









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