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Aluminiumsulfat, Alaun, Schwefelsaure Tonerde, E 520


Englisch: Aluminium sulphate
Französisch: Sulfate d'aluminium



Aluminiumsulfat ist ein Lebensmittelzusatzstoff und wird von der Lebensmittelindustrie in den Funktionsklassen der Stabilisatoren und Festigungsmittel eingesetzt. Aluminiumsulfat trägt die europäische Zulassungsnummer E 520 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann der Stabilisator als Aluminiumsulfat oder mit der Nummer E 520 angegeben sein.

© Maria Brzostowska / fotolia.com



Verwendung von Aluminiumsulfat

Aluminiumsulfat ist nur sehr eingeschränkt für Lebensmittel zugelassen. Hinzukommt, dass es für die jeweiligen Lebensmittel Beschränkungen der Höchstmenge gibt. Zugelassen ist E 520 für Obst und Gemüse, das glasiert, kandiert oder kristallisiert wurde sowie für Eiweiß.

Aluminiumsulfat wird nicht nur in der Lebensmittelindustrie genutzt, sondern kommt auch in vielen anderen Industriezweigen wie der Papierindustrie zum Einsatz.



Herstellung von Aluminiumsulfat

Aluminiumsulfat wird künstlich mittels chemischer Synthese gewonnen. Dazu wird eine chemische Reaktion zwischen Schwefelsäure und aluminiumhaltigen Stoffen herbeigeführt. Bekannt ist diese Verbindung auch als Alaun und schwefelsaure Tonerde. Das Aluminiumsulfat ist das Aluminiumsalz der Schwefelsäure. Dieses Salz bildet in Verbindung mit Eiweiß und anderen organischen Stoffen feste Verbindungen. Aus diesem Grund wird das Aluminiumsalz der Schwefelsäure häufig zum Ausfällen von bestimmten Stoffen genutzt. Bei der Aufbereitung von Trinkwasser kommt diese Verbindung beispielsweise zum Einsatz. Schmutz und andere unerwünschte Bestandteile können mithilfe des Aluminiumsulfats gezielt entfernt werden. In der Lebensmittelindustrie dient E 520 unter anderem als Festigungsmittel, da dieser Zusatzstoff unlösliche Verbindungen mit Pektin eingeht. Pektin ist beispielsweise in den Zellwänden von Gemüse und Obst enthalten. Bei Gemüse- und Obststücken sorgt das Aluminiumsulfat daher für eine größere Festigkeit. Essbare Hüllen für Fleischerzeugnisse aus Naturdarm und Überzüge aus Geliermitteln wie Carrageen und Alginat werden ebenfalls gefestigt.



Gesundheitliche Risiken von Aluminiumsulfat

Der Zusatzstoff E 520 gilt - so wie er von der Lebensmittelindustrie verwendet wird - als gesundheitlich unbedenklich. Der Gesetzgeber hat einen ADI-Wert von 1 mg/kg Körpergewicht festgelegt. In der Regel werden Aluminiumsulfate über den Urin aus dem Körper ausgeschieden. Bei Nierenerkrankungen kann dieser Ausscheidungsprozess jedoch nicht einwandfrei funktionieren, weshalb sich der Stoff im Körper anreichern kann. Zudem können starke Komplexbilder die Aufnahme von Aluminium in den Körper begünstigen. Ein Zusammenhang zwischen der Alzheimerschen Krankheit und Aluminium wurde untersucht, konnte bislang jedoch nicht belegt werden.









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