Calciumsulfate, E 516


Englisch: Calcium sulfate
Französisch: Sulfate de calcium
Spanisch: Sulfato de calcio
Italienisch: Solfato di calcio


Inhaltsverzeichnis



Calciumsulfat ist ein Lebensmittelzusatzstoff mit der europäischen Zulassungsnummer E 516. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann Calciumsulfat auch unter seiner E-Nummer deklariert sein. In der Lebensmittelindustrie wird Calciumsulfat in den Funktionsklassen der Säureregulatoren, Festigungsmittel und Trägerstoffe geführt.

Calciumsulfate sind innerhalb der EU unter der Nummer E 516 als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Bekannt ist dieser Zusatzstoff auch unter seinem Trivialnamen Gips. Die Bezeichnung Gips kennt man in erster Linie aus dem Baustoffbereich. In der Natur sind Calciumsulfate ebenfalls zu finden und kommen in Form der Mineralien Anhydrit, Gips und Bassanit in so genannten Evaporiten (chemisches Sedimentgestein) vor. Die Bezeichnungen Anhydrit, Gips oder Bassanit werden im Lebensmittelbereich nicht verwendet. Die Lebensmittelhersteller nutzen E 516 als Trägerstoff, Säureregulator und Festigungsmittel. So werden Calciumsulfate beispielsweise eingesetzt, um bestimmte Verdickungsmittel zu unterstützen. Bei der Herstellung von Brot und bei der Aufbereitung von Brauwasser können Calciumsulfate ebenfalls zum Einsatz kommen. Auch als Farbstoff und Antiklumpmittel kann diese chemische Verbindung dienen. Calciumsulfat liegt als geruchloser, weißer Feststoff vor und lässt sich nur schwer in Wasser lösen.


Verwendung von Calciumsulfaten

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© D. Ott / fotolia.com

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Calciumsulfat ist als Lebensmittelzusatzstoff für Lebensmittel allgemein zugelassen. Eine Beschränkung der Höchstmenge ist nicht vorgesehen. E 516 darf bis quantum satis – bedeutet soviel wie ausreichende Menge – zugesetzt werden. Die Lebensmittelhersteller dürfen E 516 also in der Menge verwenden, die sie für das gewünschte Ergebnis benötigen. Nicht eingesetzt werden dürfen Zusatzstoffe für alle Lebensmittel, die laut Gesetzgebung nicht durch Lebensmittelzusatzstoffe verändert werden dürfen und solche, die dem Verbraucher unbehandelt angeboten werden sollen.

Verwendet werden Calciumsulfate beispielsweise für Backmischungen sowie als Trägersubstanz für andere Lebensmittelzusatzstoffe. E 516 kann zudem als Ersatz für Kochsalz im Rahmen einer salzarmen Ernährung dienen. Calciumsulfate dürfen auch für die Herstellung von Bio-Lebensmitteln genutzt werden. Calciumsulfat kommt darüber hinaus als Gerinnungsmittel in verschiedenen Tofusorten zum Einsatz. Es hilft Tofu als schnittfestes Produkt herzustellen.


Herstellung von Calciumsulfaten

Calciumsulfat entsteht häufig bei der Herstellung anderer chemischer Verbindungen und Produkte. Unter anderem fallen Calciumsulfate bei der Produktion von Weinsäure (E 334) als Nebenprodukt an. Da dieser Zusatzstoffe häufig als Nebenprodukt bei anderen Produktionsprozessen anfällt, wird auf die gezielte Gewinnung im großen Stil verzichtet.


Gesundheitliche Risiken durch Calciumsulfate

Calciumsulfate wurden als unbedenklich für den menschlichen Organismus eingestuft. Diese chemische Verbindung ist nicht nur natürlicher Bestandteil von vielen Lebensmitteln, sie unterstützt auch viele wichtige Vorgänge im menschlichen Organismus. Der Gesetzgeber hat für E 516 daher keinen ADI-Wert vorgesehen. Es gibt also keine Einschränkung für den Verzehr von Lebensmitteln mit diesem Zusatzstoff. Calciumsulfat ist für den Körper gut verfügbar und kann daher die Versorgung mit Calcium unterstützen.



Zusammenfassung und Kurzinfos



Quellen