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Calciumstearoyl-2-lactylat, Calcium-bis(2-(1-carboxylatoethoxy)-1-methyl-2-oxoethyl)distearat, Lactat, Calciumstearoyllactylat, E 482, Calcium-2-(2-octadecanoyloxypropanoyloxy) propanoat



Englisch: Calcium stearoyl lactate
Französisch: Stéaroyl-2-lactylate de calcium
Spanisch: éstearoil lactilato de calcio
Italienisch: Lattato steaorile di calcio


Inhaltsverzeichnis



Calciumstearoyl-2-lactylat ist ein Lebensmittelzusatzstoff und trägt die europäische Zulassungsnummer E 482. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann der Zusatzstoff auch als Calciumstearoyllactylat deklariert sein. Die Bezeichnungen Calcium-2-(2-octadecanoyloxypropanoyloxy) propanoat und Calcium-bis(2-(1-carboxylatoethoxy)-1-methyl-2-oxoethyl)distearat sind chemische Synonyme. In der Lebensmittelindustrie wird Calciumstearoyllactylat in den Funktionsklassen der Mehlbehandlungsmittel und der Emulgatoren geführt.

Bei Calciumstearoyllactylat handelt es sich um einen künstlich hergestellten Lebensmittelzusatzstoff. E 482 ist das Calciumsalz der Stearoylmilchsäure. Stearoylmilchsäure ist eine Esterverbindung bestehend aus Polymilch-, Stearin- und Milchsäure. Durch den Zusatz von Calciumstearoyl-2-lactylat kann die Backeigenschaft von Mehl verbessert werden, da der Zusatzstoff eine Wechselwirkung mit dem im Weizenmehl und anderen Getreideprodukten enthaltenen Gluten eingeht. Eine Wechselwirkung zwischen Calciumstearoyl-2-lactylat und Stärke entsteht, wenn der Lebensmittelzusatzstoff für Backwaren verwendet wird. E 482 sorgt dafür, dass Wasser in den Lebensmitteln länger gebunden wird und Backwaren so länger frisch und feucht bleiben. In Milchprodukten reagiert Calciumstearoyl-2-lactylat mit den Eiweißen in der Milch. Durch die Wechselwirkung entsteht eine bessere Schaumbildung. Calciumstearoyllactylat ist nicht besonders stabil und zerfällt mit der Zeit in seine Bestandteile.


Verwendung

© Monika Olszewska / fotolia.com

Der Zusatzstoff Calciumstearoyllactylat ist nur eingeschränkt für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen. Die Lebensmittelindustrie darf E 482 nur für bestimmte Lebensmittel bis zu einer genau festgelegten Höchstgrenze einsetzen.

Verwendet werden darf Calciumstearoyl-2-lactylat unter anderem für emulgierte Liköre (bis maximal 8 g/l), Spirituosen mit weniger als 15 vol. % Alkohol (bis maximal 8 g/l), Pulver zur Herstellung heißer Getränke (bis maximal 2 g/l), Kaffeeweißer (Getränkeweißer) (bis maximal 3 g/kg), Zuckerwaren (bis maximal 5 g/kg), Kaugummi (bis maximal 2 g/kg), Desserts (bis maximal 5 g/kg), Frühstücksgetreidekost (bis maximal 5 g/kg), Kekse, Feinbackwaren und Dauerbackwaren (bis maximal 5 g/kg), Blätterteiggebäck, Kuchen (bis maximal 5 g/kg), Toast (bis maximal 3 g/kg), schnellkochender Reis (bis maximal 4 g/kg), Konserven von Fleischerzeugnissen, gehackt oder in Würfel zerteilt (bis maximal 4 g/kg) und Knabbererzeugnisse aus Kartoffeln und Getreide (bis maximal 5 g/kg).


Herstellung

Calciumstearoyllactylat kommt in der Natur so nicht vor, sondern wird künstlich hergestellt. Um diesen Zusatzstoff herzustellen, ist eine mehrstufige chemische Reaktion notwendig. Verwendet werden Calciumverbindungen und Polymilch-, Milch- und Stearinsäure (Stearoylmilchsäure). Für die Herstellung dieses Zusatzstoffes werden in der Regel Fettsäuren pflanzlicher Herkunft und synthetisch hergestellte Substanzen genutzt, allerdings kann die Verwendung von Rohstoffen tierischer Herkunft nicht ausgeschlossen werden. Da für die Herstellung dieses Zusatzstoffes auch Sojaöl verwendet wird, kann nicht ausgeschlossen werden, dass dabei gentechnisch veränderte, so genannte gv-Sojabohnen zum Einsatz kommen.

Herstellung aus gentechnisch veränderten Pflanzen

Wenn zur Herstellung von E 482 Sojabohnen verwendet werden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Bohnen ganz oder anteilig aus gentechnisch veränderten Pflanzen stammen. Sojabohnen sind eine international gehandelte Ware. Die gv-Sojabohnen stammen beispielsweise ausArgentinien und den USA, wo sie großflächig angebaut und in die EU importiert werden. Selbst bei "gentechnik-frei" deklarierten Lebensmittel aus Unternehmen die ausschließlich herkömmliche Soja-Rohstoffe verarbeiten, kann ein geringer Anteil an GVO enthalten sein. Das liegt daran, dass eine Trennung zwischen konventionellen und gv-Sojabohnen über alle Verarbeitungsstufen hinweg technisch nicht möglich ist.


Gesundheitliche Risiken

Calciumstearoyllactylat wird als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Der ADI-Wert wurde für diesen Lebensmittelzusatzstoff auf 20 mg/kg Körpergewicht festgelegt.



Zusammenfassung und Kurzinfos



Quellen








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