Natriumphosphat, Trinatriumphosphat, E 339, Mononatriumphosphat, Dinatriumphosphat


Englisch: Sodium phosphates, Monosodium dihydrogen phosphate, Disodium monohydrogen phosphate, Trisodium phosphate
Französisch: Phosphate de trisodium, Phosphate de sodium, Phosphate de monosodium de dihydrogène, Phosphate de disodium de monohydrogène
Italienisch: Fosfato di sodio, Didrogeno fosfato di sodio, Mono-idrogeno fosfato di sodio, Fosfato trisodico
Spanisch: Fosfato trisódico, Fosfatos de sodio, Fosfato monosódico diácido, Fosfato disódico ácido


Inhaltsverzeichnis
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Natriumphosphat ist ein Emulgator und trägt die europäische Zulassungsnummer E 339 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste kann der Emulgator auch als Phosphat, Dinatriumphosphat, Mononatriumphosphat und Trinatriumphosphat deklariert sein. In der Lebensmittelindustrie wird Natriumphosphat in den Funktionsklassen Komplexbildner, Schmelzsalze, Säureregulatoren und Emulgatoren geführt.

Bei Natriumphosphat handelt es sich um einen Abkömmling der Phosphorsäure. Natriumphosphat kommt auch natürlicherweise vor und ist beispielsweise in Mineralwasser zu finden. Natriumphosphat kann in unterschiedlichen Formen vorliegen. Anhand der Anzahl an Natriumatomen, die in einem Molekül gebunden sind, unterscheidet man Trinatriumphosphat, Dinatriumphosphat und Mononatriumphosphat. Natriumphosphate können ebenso wie die anderen Abkömmlinge der Phosphorsäure vielseitig in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Phosphate stabilisieren beispielsweise den Säuregrad eines Lebensmittel. Gelier- und Verdickungsmittel werden in ihrer Wirkung unterstützt, da Phosphate die Eigenschaft haben, Schwermetall-, Eisen-, Magnesium- und Calciumionen zu binden. Da Natriumphosphat als Komplexbildner wirkt, kann es auch Antioxidantien in ihrer Funktion unterstützen. Durch den Zusatz von E 339 können die Strukturen in Eiweißen gelockert werden, so dass diese mehr Wasser aufnehmen können. Natriumphosphat und die anderen Phosphate machen beispielsweise die Herstellung von Schmelzkäse 🛒 möglich. Die Lebensmittelindustrie nutzt diese Zusatzstoffe unter anderem bei der Verarbeitung von Fleisch und Wurst.


Verwendung

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© S.Kobold / fotolia.com

Für den Zusatzstoff mit der Nummer E 339 gelten die gleichen Zulassungsbedingungen wie für Phosphorsäure. Natriumphosphate dürfen als Zusatzstoff für einige Lebensmittel eingesetzt werden, es müssen jedoch die jeweiligen Höchstmengen berücksichtigt werden.

Zugelassen sind Natriumphosphate beispielsweise für Erfrischungsgetränke wie Cola (maximal 700 mg/l), Milchgetränke (abhängig vom Fettgehalt maximal 1 bis 1,5 g/kg), Sahne und Sahneerzeugnisse (maximal 5 g/kg), Sportlergetränke (maximal 0,5 g/l), Kaffeeweißer und Milchpulver (maximal 2,5 g/kg beziehungsweise 30 g/kg).

Natriumphosphate werden nicht nur von der Lebensmittelindustrie genutzt, auch in anderen Industriebereichen kommt diese Substanz zum Einsatz. In Wasch- und Reinigungsmitteln sowie in Wasserenthärtungsanlagen findet sich der chemische Stoff beispielsweise. Die Textilindustrie verwendet Natriumphosphat ebenfalls.


Herstellung

Natriumphosphat kann gewonnen werden, indem Phosphorsäure mit Natronlauge neutralisiert wird. Es handelt sich hierbei um einen künstlich hergestellten Lebensmittelzusatzstoff.


Gesundheitliche Risiken

Phosphate wie das Natriumphosphat werden grundsätzlich als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Der ADI-Wert wurde auf 70 mg/kg Körpergewicht festgelegt. Der ADI-Wert bezieht auf die Summe aller Phosphate, die über die Nahrung aufgenommen werden. Beobachtungen haben zu dem Ergebnis geführt, dass die Aufnahme größerer Mengen Natriumphosphat zu einem Abfall des Calciumspiegels führen kann. Gleichzeitig soll dadurch der Parathormonspiegel ansteigen. Die Vermutung, dass Phosphate in hohen Dosen ein Ungleichgewicht des Calcium-Phosphat-Haushalts zur Folge haben, konnte jedoch nicht bewiesen werden. Zudem standen Phosphate unter dem Verdacht, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bei Kindern zu begünstigen. Auch diese Vermutung konnte bislang nicht bestätigt werden. Es wird jedoch geraten, diesen Zusatzstoff in Maßen zu verzehren, da er die Aufnahme von Schwermetallen aus dem Darm begünstigen kann.



Zusammenfassung und Kurzinfos

  • Schmelzkäsezubereitung wird zubereitet mit Natriumphosphat



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben