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Ovo-lakto-vegetabile Ernährung




Bei der ovo-lakto-vegetabilen Ernährung handelt es sich um eine Form der vegetarischen Ernährung. Hier werden einige Lebensmittel tierischer Herkunft in den Speiseplan eingebaut.

Wer sich an die ovo-lakto-vegetabile Ernährung hält, der verzichtet zunächst einmal wie nahezu alle Vegetarier auf Fleisch und Fisch. Pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Blattsalat, Getreide und Sprossen werden auch hier bevorzugt gegessen. Ovo-lakto-vegetabile Vegetarier essen aber auch Milch, Milchprodukte, Eier und Honig. Diese Form der Ernährung gewährleistet bei sorgsamer Lebensmittelauswahl eine gute Versorgung mit Nährstoffe. Allerdings sollte man besonders auf den Eisengehalt in der Nahrung achten. Am häufigsten verbreitet ist in den Industrieländern der Eisenmangel. Da Vegetarier kein Fleisch essen, laufen sie eher Gefahr unter einem Eisenmangel zu leiden. Doch Vegetarier können hier vorsorgen. Viele Hülsenfrüchte, Nüsse, Ölsaaten und einige Gemüsesorten enthalten Eisen. Hier gilt jedoch, dass pflanzliches Eisen vom Körper weniger gut aufgenommen werden kann als tierisches. Wer gleichzeitig etwas Vitamin C zu sich nimmt, erhöht allerdings die Bioverfügbarkeit des Eisens. Die Eisenaufnahme von Vegetariern wird hier differenzierter beschrieben). Weitere kritische Nährstoffe bei einer ovo-lakto-vegetabilen Ernährung können Jod, Vitamin D, Zink und Omega-3-Fettsäuren sein.

Diese Form des Vegetarismus kann grundsätzlich als sehr ausgewogen bezeichnet werden. Die ovo-lakto-vegetabile Ernährung deckt sich auch weitestgehend mit den Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung). Fructaner, strenge Vegetarier oder Pudding-Vegetarier gelten in Bezug auf einen potentiellen Nährstoffmangel als weitaus gefährdeter. Gemäßigte Vegetarier und Teil-Vegetarier orientieren sich dagegen auch eher an den Richtlinien der DGE. Weitere vegetarische Ernährungsformen sind die lakto-vegetabile Ernährung und die piskovegetabile Ernährung.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »








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