Du bist hier: Ernährungslehre

Nährstoffdichte




Unter der Nährstoffdichte versteht man das Verhältnis der enthaltenen Nährstoffe in einem Lebensmittel in Bezug auf dessen Energiegehalt.

Ein Lebensmittel gilt als qualitativ besonders hochwertig, wenn der Nährstoffgehalt in Bezug auf die Kalorienmenge besonders hoch ist. Die Nährstoffdichte wird oft herangezogen, um die Qualität eines Lebensmittels und seine Auswirkung auf die menschliche Gesundheit zu beurteilen. Als Nährstoffe werden Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Mineralstoffe und Vitamine bezeichnet. Wichtig ist die Beurteilung der Nährstoffdichte auch im Rahmen einer kalorienreduzierten Diät. Bei einer Gewichtsreduktionsdiät soll zwar die aufgenommene Energiemenge reduziert werden, jedoch müssen dem Körper dennoch wichtige Nährstoffe in ausreichender Menge zugeführt werden.

Berechnen kann man die Nährstoffdichte auch selbst, indem man folgende Formel benutzt: Nährstoffdichte (g, mg, g) = Nährstoffgehalt (g, mg, g pro 100 g) / Energiegehalt (kcal)

Ein Rechenbeispiel zur Veranschaulichung. Verglichen wird der Eiweißgehalt von Hüttenkäse und Joghurt.

Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte sind beispielsweise Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Vollkornprodukte. Aber auch fettarme Milch und Milchprodukte und Sauermilchprodukte, mageres Fleisch und magerer Fisch haben eine hohe Nährstoffdichte. Im Gegensatz dazu haben Zucker und zuckerhaltige Produkte wie Süßigkeiten ebenso wie sehr fettreiche Lebensmittel und Alkohol eine geringe Nährstoffdichte. Mit diesen Produkten nimmt man viele Kalorien, aber nur wenig Nährstoffe zu sich. Im Rahmen einer gesundheitsbewussten Ernährung sollte man bevorzugt zu Nahrungsmitteln mit hoher Nährstoffdichte greifen.

Siehe auch: Nährstoffgehalt, Nährstoffmangel, marginaler Nährstoffmangel und absoluter Nährstoffmangel.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »








Bücher zum Nachlesen, Nachkochen und Stöbern



Author @ google+

follow me




Lexikon @ google+

follow me