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Calciumsulfit, Claciumsulfit, E 226


Englisch: Calcium sulphite
Französisch: Sulfite de calcium
Spanisch: Sulfito de calcio
Italienisch: Calcio solfito

Calciumsulfit oder auch Calciumsulfit gehört zu den Sulfiten, die von der Lebensmittelindustrie als Lebensmittelzusatzstoff eingesetzt werden und ist unter der europäischen Zulassungsnummer E 226 in den Zusatzstoffklassen Antioxidationsmittel und Konservierungsstoffe zugelassen. Calciumsulfit wirkt zudem farbstabilisierend beispielsweise bei Trockenobst. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln wird dieser Zusatzstoff als Calciumsulfit, Calciumsulfit oder E 226 deklariert oder es steht der Vermerk geschwefelt auf dem Etikett.



Wirkung von Calciumsulfit in Lebensmitteln



Bei Calciumsulfit handelt es sich um ein künstlich hergestelltes Antioxidationsmittel. Calciumsulfit ist ein Salz der schwefligen Säure und hat wie andere schwefelhaltige Verbindungen eine antioxidative Wirkung. So wirkt Calciumsulfit beispielsweise dem Abbau von Vitaminen, Aromen und Farbstoffen in Lebensmitteln entgegen. Ohne die Verwendung eines Antioxidationsmittels wie Calciumsulfit würden Lebensmittel durch den Kontakt mit dem Sauerstoff in der Luft wesentlich schneller verderben beziehungsweise unappetitlich aussehen. Daneben blockieren Sulfite wie das Calciumsulfit auch noch bestimmte Enzyme, wodurch das Wachstum von Pilzen, Hefen und Bakterien verhindert wird. Besonders häufig werden Sulfite Kartoffelprodukten zugesetzt. In Kartoffelprodukten verhindern Sulfite die Braunfärbung (enzymatische Bräunung) der Kartoffeln. Calciumsulfit und auch die anderen Sulfite haben jedoch den Nachteil, dass sie Vitamin B1 (Thiamin) zerstören. Aus diesem Grund dürfen Sulfite nur Lebensmitteln zugesetzt werden, die nicht der Versorgung mit Thiamin dienen. Milcherzeugnissen, Getreideprodukten, Fruchtsaft, Bier und Fleisch sollte Calciumsulfit daher nicht zugegeben werden.



Herstellung von Calciumsulfit

Wenn Calciumsulfit hergestellt werden soll, dann wird hierfür Schwefeldioxid, Calciumcarbonat oder Calciumlauge benötigt. Durch das Einleiten einer schwefligen Säure in Calciumlauge wird eine chemische Reaktion hervorgerufen, durch die dann Calciumsulfit gewonnen wird. Anschließend wird die Lösung getrocknet oder eingedampft, um den Lebensmittelzusatzstoff in kristalliner Form zu erhalten.



Verwendung von Calciumsulfit

Calciumsulfit unterliegt den gleichen Zulassungsbedingungen wie auch Schwefeldioxid und die anderen Salze der schwefligen Salze. E 226 darf daher nur bestimmten Lebensmitteln bis zu einer bestimmten Höchstmenge zugesetzt werden.

Zugelassen sind Schwefeldioxid und Sulfite beispielsweise für Sago, Graupen, Stärke, Chips, Trockenfrüchte, getrocknetes Gemüse, getrocknete Tomaten, Fleischersatzprodukte und Fischersatzprodukten und Meerestierersatzprodukte. Auch in tiefgefrorenen Produkten und in Wein können Sulfite vorkommen.

Zugelassen ist Calciumsulfit zudem für die Herstellung von Kosmetika.



Gesundheitliche Risiken von Calciumsulfit

Für Calciumsulfit wurde ein ADI-Wert von 0,7 mg/kg Körpergewicht festgelegt. Calciumsulfit wird genau wie die anderen Salze der schwefligen Säure und Schwefeldioxid durch ein im menschlichen Organismus vorhandenes Enzym abgebaut. Liegt ein Enzymmangel vor, so kann der Abbau nicht erfolgen. Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen können dann die Folge sein. Es kommt zudem vor, dass Asthmatiker auf Sulfite mit einem Asthmaanfall reagieren. Gelegentlich kann es bei empfindlichen Personen auch zu allergischen und pseudoallergischen Reaktionen kommen. Es wird davon abgeraten, Lebensmittelzusatzstoffe wie Calciumsulfit zu häufig zu verzehren. Vor allem bei der Ernährung von Kindern sollte darauf geachtet werden, dass dieser Zusatzstoff nicht zu häufig verzehrt wird.



Zusammenfassung und Kurzinfos









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