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Calciumbenzoat, Calciumsalz der Benzoesäure, E 213


Englisch: Calcium benzoate, Benzoic acid calcium salt, Dracylic acid calcium salt, Benzenecarboxylic acid calcium salt, Phenylcarboxylic acid calcium salt
Französisch: Sel de calcium de l'acide benzène-carboxylique, Benzoate de calcium
Spanisch: Sal cálcica del ácido fenil-carboxílico, Sal cálcica del ácido benzoico, Sal cálcica del ácido benceno-carboxílico, Sal cálcica del ácido dracílico, Benzoato de calcio o benzoato cálcico
Italienisch: Sale calcico dell'acido benzencarbossilico, Sale calcico dell'acido fenilcarbossilico, Sale calcico dell'acido dracilico, Sale calcico, Acido benzoico, Calcio benzoato



Calciumbenzoat ist das Calciumsalz der Benzoesäure und wird von der Lebensmittelindustrie als Konservierungsstoff eingesetzt. Calciumbenzoat trägt die europäische Zulassungsnummer E 213 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann dieser Konservierungsstoff als Calciumbenzoat oder auch einfach Benzoat deklariert werden.

Benzoesäure ist eine, auch in der Natur vorkommende organische Säure [1]. So findet man Benzoesäure beispielsweise in Heidelbeeren, Preiselbeeren und Himbeeren sowie in Milchprodukten und Honig. Calciumbenzoat wirkt dem Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen entgegen und wirkt damit bakteriostatisch und fungistatisch. Um die konservierende Wirkung von Calciumbenzoat noch zu verstärken, wird dieser Lebensmittelzusatzstoff häufig mit anderen Konservierungsstoffen wie Sorbinsäure und Schwefelverbindungen kombiniert. Benzoate wie das Calciumbenzoat gelten als sehr gut löslich. Am besten entfalten diese Konservierungsstoffe ihre Wirkung in sauren Lebensmitteln. Aus diesem Grund werden Benzoate wie das Calciumbenzoat häufig für sauer eingelegtes Gemüse verwendet.



Herstellung von Calciumbenzoat

Der Konservierungsstoff Calciumbenzoat wird künstlich hergestellt. Dazu muss zunächst Benzoesäure synthetisiert werden. Aus der Benzoesäure wird dann das Calciumbenzoat gewonnen. Für die Herstellung von Calciumbenzoat werden in der Regel keine gentechnisch veränderten Organismen verwendet.



Verwendung von Calciumbenzoat

Für Calciumbenzoat gelten im Grunde die gleichen Zulassungsbestimmungen wie für die Benzoesäure und ihre anderen Benzoate. Das heißt, dass auch Calciumbenzoat nicht für alle Lebensmittel zugelassen ist und dann auch nur bis zu einer genau definierten Höchstmenge zugesetzt werden darf. Für Biolebensmittel sowie für Lebensmittel, die als unbehandelt deklariert und aufgrund gesetzlicher Regeln überhaupt nicht mit Zusatzstoffen versetzt werden sollen, darf Calciumbenzoat nicht verdendet werden.

Verwendet wird Calciumbenzoat beispielsweise für Lebensmittel wie sauer eingelegtes Gemüse, Marmelade, Gelee, Konfitüre, Mayonnaise, Fruchtsäfte, Milchprodukte, Fertiggerichte, Aspik und Oliven.

© Printemps / fotolia.com

Für Verbraucher wichtig zu wissen ist, dass Calciumbenzoat nicht für die Konservierung von Tierfutter genutzt werden darf. Für Katzen sind Benzoate hochgiftig und können sogar zum Tod führen. Aus diesem Grund sollten Katzen nicht mit Lebensmitteln gefüttert werden, die diesen Konservierungsstoff enthalten.

Calciumbenzoat wird auch in der Pharma- und Kosmetikindustrie für Kosmetika und Arzneimitteln ist eingesetzt.



Gesundheitliche Risiken von Calciumbenzoat

Calciumbenzoat sollte genau wie die Benzoesäure und ihre anderen Benzoate nicht in uneingeschränkter Höhe verzehrt werden. Aus diesem Grund wurde für diesen Lebensmittelzusatzstoff ein ADI-Wert festgelegt. Der ADI-Wert für Calciumbenzoat liegt bei 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Verbraucher sollten hierbei beachten, dass dieser ADI-Wert für die Summe aller Benzoate einschließlich der Benzoesäure gilt. Benzoesäure und Benzoate werden vom menschlichen Organismus in der Regel ausgeschieden. Die Benzoate werden über den Darm aufgenommen und dann durch einen Eiweißbaustein über den Urin ausgeschieden. Dennoch kann es sein, dass empfindliche Personen nach dem Verzehr von Calciumbenzoat oder anderen Benzoaten allergische Reaktionen beziehungsweise pseudoallergische Symptome zeigen. Besonders anfällig sind Personen, die bereits unter Allergien leiden. Wer beispielsweise eine Allergie gegen Salicylsäure und deren Derivate hat, kann auch auf Benzoate allergisch reagieren. Wer Aspirin weniger gut verträgt, sollte daher auch bei Benzoaten vorsichtig sein. Asthmatiker und an Heuschnupfen Erkrankte gelten als besonders anfällig. Zudem wurde festgestellt, dass Benzoate wie das Calciumbenzoat bei einer Einnahme in hohen Dosen über einen längeren Zeitraum hinweg zu Verdauungsbeschwerden führen können. Daneben können diese Konservierungsstoffe auch Krämpfe auslösen und das Nervensystem negativ beeinträchtigen. Calciumbenzoat sollte nicht wenig verzehrt werden.

[1] Organische Säuren sind organische chemische Verbindungen, die über eine funktionelle Gruppe [1a] verfügen, die mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln eine Gleichgewichtsreaktion eingeht.
[1a] In der Chemie versteht man unter funktionellen Gruppen [1b] Atomgruppen in organischen Verbindungen (Organische Chemie [1c]), die die Stoffeigenschaften und das Reaktionsverhalten der sie tragenden Verbindungen maßgeblich bestimmen.
[1b] Funktionellen Gruppen sind Atomgruppen in organischen Verbindungen, die die Stoffeigenschaften und das Reaktionsverhalten der sie tragenden Verbindungen maßgeblich bestimmen.
[1c] Die organische Chemie (kurz: OC), häufig auch kurz Organik, ist ein Teilgebiet der Chemie, in dem die chemischen Verbindungen des Kohlenstoffs untersucht werden.



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