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Schaumwein

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Englisch: Sparkling wine
Französisch: Vin effervescent
Spanisch: Vino espumoso
Italienisch: Vino spumante

© shoot4u / fotolia.com



Schaumwein ist der Oberbegriff für schäumende Weine und gleichzeitig die Bezeichnung für die einfachste Sorte der Schaumweine aus Tafelwein unterschiedlichster Herkunft.



Anforderungen an einen Schaumwein

Anforderungen, die ein Schaumwein in Deutschland erfüllen muss.



Klassifikationen von Schaumwein

Qualitätsschaumwein und Sekt (beide sind identisch) und Qualitätsschaumwein bestimmter Anbaugebiete.



Herstellung von Schaumwein

Schaumwein wird immer aus Jungwein hergestellt, der gerade seine erste Gärung hinter sich hat. Der Jungwein wird aus unterschiedlichen Traubensorten, Lagen und Jahrgängen zu der Cuvée gemischt. Die Cuvée garantiert gleichbleibende Qualität des Schaumweins, unabhängig von Ernte und Jahrgang. Die Cuvée kann aus bis zu 30 verschiedenen Weinen gemischt werden. Wichtiges Merkmal eines Schaumweins ist eine zweite Gärung. Sie wird durch die Zugabe einer Fülldosage eingeleitet. Je nach Zugabe der Fülldosage unterscheiden sich die Herstellungsmethoden



Schaumwein Herstellungsmethoden

Schaumwein verlässt den Hersteller voll ausgereift und wird durch weitere Lagerung nicht unbedingt besser. Zudem ist er nur begrenzt lagerfähig. Um bei der Lagerung seine Qualität möglichst lange zu bewahren sollte Schaumwein bis zum Verbrauch dunkel und kühl gelagert werden. Als optimal gilt eine gleichbleibende Lagertemperatur zwischen zehn und fünfzehn Grad Celsius. Schaumweine mit einem Kunststoffkorken kann man problemlos stehend lagern. Nach spätestens drei Jahren sollte dieser aber verbraucht sein. Schaumweine mit Naturkorken müssen liegend gelagert werden, damit der Korken umspült und feucht gehalten wird. Diese Schaumweine kann man zwischen fünf und acht Jahren aufbewahren.



Restzuckergrenzen Sekt

Da die Kohlensäure im Schaumwein den Süßeindruck stark ausgleicht, sind die Grengwerte für die unterschiedlichen Restzuckergehalte höher als beim Wein festgelegt. Wobei sich beim Schaumwein die Bereiche teilweise überschneiden. Siehe auch: Restzuckergehalte beim Wein.



Bekannte Schaumweine



Bekannte schäumende Weine





Schaumweingeschichte

Dieses edle Getränk haben schon die alten Römer zu festlichen Anlässen aus dem Keller geholt. Doch von einem kontrolliertem Gärverhalten des schäumenden Weins war man zu dieser Zeit noch weit entfernt. Erst als der Benediktinermönch Dom Pérignon, als Kellermeister 1668 in die Abtei von Hautsillers kam, konnte er im laufe der Jahre verschiedene Verfahren und Techniken entwickeln, die den überschäumenden Wein zügelten und verbesserten. Er entwickelte die Cuvée, die dem Champagner eine gleichbleibende Qualität verleiht. Seine Forschungen lüfteten das Geheimnis um die Gärprozesse und gaben den Winzern damals das Wissen die Gärvorgänge in den Flaschen unter Kontrolle zu halten. Seit dieser Zeit sind die Erfindungen des Dom Pérignon noch verfeinert und verbessert worden, z.B. die Zubereitung der Cuvée und die Zugabe von Zucker und Weinhefe zur zweiten Gärung. Doch das Prinzip der Schaumweinherstellung hat sich bei den heutigen Kellermeistern nicht geändert. Wandernde, deutsche Kellermeister brachten dieses Wissen später auch nach Deutschland. Damals nannte man ihre Erzeugnisse ebenfalls Champagner, doch nach dem Ersten Weltkrieg wurde im Versailler Friedensvertrag beschlossen, dass diese Bezeichnung ausschließlich für Schaumweine aus der Champagne zulässig ist. 1925 wurde der deutsche Sekt aus der Taufe gehoben und als gesetzlich geschütztes Warenzeichen deklariert.



Zusammenfassung und Kurzinfos









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