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Natriumcarbonate, E 500


Englisch: Soda ash, Soda crystals, Sodium carbonate, Washing soda
Französisch: Carbonate de sodium, Trioxocarbonate de disodium, Carbonate de soude anhydre
Spanisch: Carbonato de sodio, Carbonato sódico
Italienisch: Carbonato di sodio, Triossocarbonato di disodio, Soda Solvay


Inhaltsverzeichnis


Natriumcarbonate sind Zusatzstoffe für Lebensmittel und tragen die europäische Zulassungsnummer E 500. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln können Natriumcarbonate auch als Soda, Natron oder unter ihrer E-Nummer deklariert sein. In der Lebensmittelindustrie werden Natriumcarbonate in den Funktionsklassen Säureregulatoren, Backtriebmittel und Trägerstoffe geführt.

Die Lebensmittelhersteller nutzen unterschiedliche Natriumcarbonate für ihre Zwecke. Zu den Natriumcarbonaten gehören das Soda (E 500i, Natriumcarbonat beziehungsweise Dinatriumcarbonat), das Natron (E 500ii, Natriumbicarbonat beziehungsweise Natriumhydrogencarbonat) sowie das Natriumsesquicarbonat (E 500iii). Die Begriffe Natron und Soda sind auch aus der Küche bekannt. Natron ist vor allem als Backtriebmittel und als Bestandteil von Backpulver bekannt. Soda wird dagegen genutzt, um den Säuregrad von Trinkwasser zu regulieren.
Für das Aufschließen - also unlösliche Lebensmittelbestandteile auf chemischem Wege löslich machen; siehe Aufschlussmittel - von Kakao und Milcheiweiß, für Kaffee-Ersatz und Kaffeezusätze wird ebenfalls Soda verwendet. Durch den Kontakt mit Säuren werden Natriumcarbonate abgebaut und während des Abbauprozesses wird Kohlendioxid freigesetzt. Durch diesen Prozess wird auch erreicht, dass Teige ihr Volumen vergrößern, aufgehen und locker werden.
Soda und Natron können außerdem in Reinigungsmitteln enthalten sein. In der Regel liegen Natriumcarbonate als farbloses, kristallines Pulver vor.



Verwendung von Natriumcarbonaten

© Barbara Pheby / fotolia.com

Der Zusatzstoff E 500 darf für alle Lebensmittel verwendet werden. Eine Beschränkung der Höchstmenge wurde für Natriumcarbonate nicht festgelegt. Nicht verwendet werden darf E 500 lediglich für Lebensmittel, die unbehandelt angeboten werden sollen, und solche, die entsprechend gesetzlicher Bestimmungen nicht durch Lebensmittelzusatzstoffe verändert werden dürfen.

Eingesetzt werden Natriumcarbonate wie Soda und Natron unter anderem für Tafelwasser, Backpulver und Sauerrahmbutter. Natriumcarbonate dürfen auch Bio-Produkten zugesetzt werden.



Herstellung von Natriumcarbonaten

Um Natriumcarbonate herzustellen, wird eine chemische Reaktion von Kohlendioxid und Ammoniak in einer Natriumchloridlösung herbeigeführt. In der Natur kommt diese Verbindung ebenfalls vor. Sie ist in den Natronseen in Afrika und Amerika zu finden.



Gesundheitliche Risiken durch Natriumcarbonate

Da Natriumcarbonate als unbedenklich für die menschliche Gesundheit eingestuft werden, wurde für diesen Zusatzstoff kein ADI-Wert festgelegt. Lediglich im direkten Kontakt mit Haut oder Augen kann es zu Irritationen kommen.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »








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