Kaliumphosphat, Trikaliumphosphat, Dikaliumphosphat, Monokaliumphosphat, E 340


Englisch: Dipotassium monohydrogen phosphate, Monopotassium dihydrogen phosphate, Potassium phosphates, Tripotassium phosphate
Französisch: Phosphate de tripotassium, Phosphate de dipotassium de monohydrogène, Phosphate de monopotassium de dihydrogène, Phosphate de potassium
Spanisch: Fosfatos de potasio, Fosfato diácido monopotásico, Fosfato ácido dipotásico, Fosfato tripotásico
Italienisch: Mono-idrogeno fosfato di potassio, Didrogeno fosfato di potassio, Fosfato tripotassico, Fosfato di potassio


Inhaltsverzeichnis
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Kaliumphosphat ist ein Lebensmittelzusatzstoff mit der europäischen Zulassungsnummer E 340. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann der Zusatzstoff auch einfach als Phosphat, Trikaliumphosphat, Monokaliumphosphat oder Dikaliumphosphat angegeben sein. In der Lebensmittelindustrie wird Kaliumphosphat in den Funktionsklassen Komplexbildner, Schmelzsalze, Säureregulatoren und Emulgatoren geführt.

Bei Kaliumphosphaten handelt es sich um Abkömmlinge der Phosphorsäure. Die Anzahl der gebundenen Kaliumatome im Molekül entscheidet, ob es sich um Trikaliumphosphat, Dikaliumphosphat oder Monokaliumphosphat handelt. Phosphate werden von der Lebensmittelindustrie häufig als Lebensmittelzusatzstoff genutzt, da sie viele besondere Eigenschaften aufweisen. In ihrer Eigenschaft als Säureregulator sorgen Kaliumphosphate beispielsweise für die Stabilität des Säuregrads in einem Lebensmittel. Kaliumphosphat unterstützt ebenso wie Natriumphosphat die Wirkung von Antioxidantien und Komplexbildnern. Durch den Einsatz von Phosphaten kann unter anderem Schmelzkäse 🛒 hergestellt werden. In natriumarmen Lebensmitteln dienen Kaliumphosphate häufig als Natriumersatz.


Verwendung

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© Tim UR / fotolia.com

Grundsätzlich gelten für den Zusatzstoff mit der Nummer E 340 die gleichen Zulassungsbedingungen wie für die Phosphorsäure. Kaliumphosphate dürfen nur für bestimmte Lebensmittel in einer genau vorgegeben Menge verwendet werden.

Die Lebensmittelindustrie nutzt Kaliumphosphat als Lebensmittelzusatzstoff für Schlagsahne und Sahneerzeugnisse (maximal 5 g/kg), Sportlergetränke (maximal 0,5 g/l), Milchpulver und Kaffeeweißer (maximal 2,5 g/kg beziehungsweise 30 g/kg), Erfrischungsgetränke wie Cola (maximal 700 mg/l) und Milchgetränke (in Abhängigkeit vom Fettgehalt maximal 1 bis 1,5 g/kg).

Besondere Verwendung finden Kaliumphosphate bei der Herstellung natriumarmer Lebensmittel. Sie dienen dann als Ersatz für Kochsalz. Daneben werden Phosphate auch in Waschmitteln, für die Wasserenthärtung und als Kunstdünger verwendet. Die Pharmaindustrie nutzt Kaliumphosphate für Medikamente.


Herstellung

Kaliumphosphate werden künstlich hergestellt. Bei der Herstellung dieses Lebensmittelzusatzstoffes werden Phosphorsäure und Natriumhydroxid verwendet.


Gesundheitliche Risiken

Kaliumphosphate gelten als unbedenkliche Lebensmittelzusatzstoffe, die ohne große Bedenken verzehrt werden können. Es gibt dennoch einen ADI-Wert, den man bei der Aufnahme dieses Zusatzstoffs nicht überschreiten sollte. Der ADI-Wert für Kaliumphosphat liegt bei 70 mg/kg Körpergewicht. Zu beachten ist, dass sich der ADI-Wert auf alle Phosphate, die verzehrt werden, bezieht. Die Aufnahme von Phosphat in großen Dosen kann einen Abfall des Calciumspiegels im Blut zur Folge haben. Zudem kann dadurch ein Anstieg des Parathormonspiegels begünstigt werden. Daraus wurde abgeleitet, dass Phosphate in großen Dosen das Gleichgewicht von Calcium und Phosphat im Körper stören könnten. Aufgrund des Ungleichgewichts könne es dann zu einem Abbau von Calcium aus den Knochen kommen. Diese Annahme konnte bislang nicht bestätigt werden. Vermutet wurde auch, dass Phosphate die Entstehung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bei Kindern begünstigen können. Bislang konnte auch diese These nicht bewiesen werden. Dennoch sollten Verbraucher Lebensmittel, die E 340 oder andere Phosphate enthalten, in Maßen verzehren.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben