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Hydroxypropylcellulose, E 463



Englisch: Hydroxypropylcellulose
Französisch: Hydroxypropylcellulose
Spanisch: Hidroxipropilcelulosa
Italienisch: Idrossi-propilcellulosa


Inhaltsverzeichnis



Hydroxypropylcellulose ist ein Celluloseether und wird als Lebensmittelzusatzstoff von der Lebensmittelindustrie als Verdickungsmittel, Geliermittel, Füllstoff, Stabilisator, Überzugsmittel und Emulgator eingesetzt. Hydroxypropylcellulose ist unter der europäischen Zulassungsnummer E 463 für Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen und kann auch unter der Bezeichnung Ethylzellulose oder als Celluloseethylether auf der Zutatenliste von Lebensmitteln deklariert werden. Hydroxypropylcellulose ist ein chemisch oder enzymatisch modifiziertes Derivat der Cellulose.


Eigenschaften von Hydroxypropylcellulose

Die Eigenschaften von Hydroxypropylcellulose hängen von Art der Veretherung und der Stärke der Veretherung ab. Hydroxypropylcellulose lässt sich im Gegensatz zu Cellulose gut in Wasser lösen. Die Löslichkeit und Viskosität des Stoffs in Flüssigkeiten ist abhängig vom pH-Wert und der Temperatur der Flüssigkeit. Die Viskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit einer Flüssigkeit (Fluids). Mit Hydroxypropylcellulose gebundene Flüssigkeiten besitzen eine zähflüssige Konsistenz. Durch Erhitzen können auch starke Gele erreicht werden. E 463 ist weitgehend stabil gegenüber Hitze, schwachen Laugen oder Säuren sowie Mikroorganismen. Durch die chemische Struktur ist Hydroxypropylcellulose gut als Stabilisator und Emulgator einsetzbar.


Herstellung von Hydroxypropylcellulose

Hydroxypropylcellulose überwiegend aus Linters gewonnen. Linters sind kurze Baumwollfasern, die beim Entkörnen auf den Samen verbleiben und bei der Gewinnung des Lints, der Rohbaumwolle entfernt werden. Die chemische Struktur von Hydroxypropylcellulose kommt nicht in der Natur vor, sondern muss künstlich hergestellt werden. Hierfür wird die Baumwoll-Cellulose mit einer alkalischen Lösung vorbehandelt. Anschließend wird die Cellulose zu Hydroxypropylcellulose synthetisiert. Zur Herstellung von Hydroxypropylcellulose kann auch gentechnisch veränderte Baumwolle zum Einsatz kommen.


Kennzeichnung von Hydroxypropylcellulose

Hydroxypropylcellulose muss auf der Zutatenliste nach der Angabe des Verwendungszwecks (Verdickungsmittel, Geliermittel, Füllstoff, Stabilisator, Überzugsmittel und Emulgator) oder mit der E-Nummer (E 463) oder als Hydroxypropylcellulose auf der Zutatenliste vermerkt sein. Stammt Hydroxypropylcellulose aus genetisch veränderter Baumwolle, so kann dies angegeben werden. In der Praxis wird Hydroxypropylcellulose, die aus genetisch veränderter Baumwolle hergestellt wurde, allerdings nicht als solche gekennzeichnet. Die Gesetzgebung gibt an dieser Stelle keine klaren Vorgaben. Das gilt für alle Celluloseether. Das Ausgangsprodukt von Hydroxypropylcellulose, die Cellulose ist hingegen kennzeichnungspflichtig, wenn sie unmittelbar aus gentechnisch veränderter Baumwolle hergestellt wurde.


Verwendung von Hydroxypropylcellulose

Methylcellulose ist als Zusatzstoff für Lebensmittel allgemein zugelassen und darf nach dem Prinzip quantum satis, also in ausreichender Menge zugesetzt werden. Das bedeutet es darf gerade so viel Cellulose zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden, wie es zur Produktion notwendig ist. Ausgenommen sind jedoch Lebensmittel, die unbehandelt bleiben sollen oder aufgrund gesetzlicher Regelungen keine Zusatzstoffe enthalten dürfen. In der Lebensmittelindustrie kommt Ethylcellulose eine große Bedeutung als Trägerstoff, Binde- und Füllmittel zu. Verwendet wird E 463 in Desserts, Saucen, Ketchup, Mayonnaise, Speiseeis, Blätterteiggebäck, Kuchen, Keksen, Fischerzeugnissen und energiereduzierten Produkten. Hydroxypropylcellulose kann auch in medizinischen und kosmetischen Produkten Verwendung finden.


Hydroxypropylcellulose: Gesundheitliche Risiken

E 463 gilt als gesundheitlich unbedenklich. Für diesen Zusatzstoff wurde daher kein ADI-Wert festgelegt. Hydroxypropylcellulose wirkt im Körper wie ein wasserlöslicher Ballaststoff und wird nicht verdaut. Bei hohem Verzehr kann E 463 eine leicht abführende Wirkung haben.



Quellen








Bücher zum Nachlesen, Nachkochen und Stöbern



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