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Natriumnitrit, E 250

n0000770


Englisch: Sodium nitrite
Französisch: Nitrite de sodium
Spanisch: Nitrito de sodio
Italienisch: Nitrito di sodio



Natriumnitrit ist ist das Kaliumsalz der Salpetrigen Säure [1]. Natriumnitrit wird von der Lebensmittelindustrie als Konservierungsstoff und Pökelsalz  eingesetzt und trägt die europäische Zulassungsnummer E 250 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann dieser Lebensmittelzusatzstoff als Kaliumnitrit oder mit der E-Nummern E 250 angegeben sein. Natriumnitrit liegt in der Regel als farbloser bis leicht gelblicher kristalliner Stoff vor. Nitrite wie das Natriumnitrit kommen auch in der Natur vor. Natriumnitrit wird aus Natriumnitrat gewonnen und Natriumnitrat ist beispielsweise in Blattsalat, Gemüse und Wasser zu finden.

© thongsee / fotolia.com



Verwendung von Natriumnitrit

Der Lebensmittelzusatzstoff Natriumnitrit ist genau wie Kaliumnitrit nur sehr eingeschränkt und für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Wenn die mit Natriumnitrit behandelten Lebensmittel an den Verbraucher abgegeben werden, dürfen diese nur noch einen bestimmten Anteil an Nitriten enthalten. Die Höchstmenge wurde auf 50 bis 175 mg pro Kilogramm festgelegt und bezieht sich auf Kalium- und Natriumnitrit zusammen. Zugelassen ist Natriumnitrit für Gänseleberpastete, Entenleberpastete, gepökelte Fleischerzeugnisse und gepökelten Bauchspeck.

Der Lebensmittelzusatzstoff Natriumnitrit darf grundsätzlich auch für Biolebensmittel verwendet werden, da die EG-Öko-Verordnung die Verwendung von Nitritpökelsalz grundsätzlich nicht ausschließt. Es gibt jedoch einige Hersteller von Biolebensmitteln, die sich an eigene Richtlinien halten und dann die Verwendung von Natrium- und Kaliumnitrit ausschließen.



Herstellung von Natriumnitrit

Natriumnitrit wird künstlich, durch eine chemische Behandlung von Natriumnitrat hergestellt.



Gesundheitliche Risiken durch Natriumnitrit

Die Konservierungsstoffe Kaliumnitrit und Natriumnitrit werden häufig kritisch gesehen. Der ADI-Wert für Natriumnitrit wurde auf 0,06 mg pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Nitrite wie das Natriumnitrit erweitern die Gefäße und können zudem den Blutdruck senken. Für die Gesundheit bedenklich sind Nitrite, da sie den roten Blutfarbstoff so verändern können, dass dieser nicht mehr in der Lage ist, Sauerstoff zu transportieren. In erwachsenen Organismus gibt es zwar ein Enzym, das diesen Prozess umkehren kann, bei Säuglingen ist dieses Enzym jedoch häufig noch nicht ausreichend ausgebildet und so kann eine zu hohe Nitritbelastung zum inneren Ersticken führen. Ein Großteil der Nitritbelastung im menschlichen Körper stammt jedoch nicht aus gepökelten Lebensmitteln, sondern aus Mineralwasser, Gemüse, Blattsalat und dem eigenen Stoffwechsel.

Für Verbraucher ist es wichtig zu wissen, dass sich aus Nitriten und Aminen krebserregende Nitrosamine bilden können. Nitrosamine können beispielsweise beim Braten oder Grillen von gepökeltem Fleisch entstehen. Aus diesem Grund sollte das Braten und Grillen von gepökelten Lebensmitteln vermieden werden. Experten raten davon ab, Lebensmittel, die mit Natriumnitrit behandelt wurden, häufig zu verzehren.

[1] Salpetrigen Säure ist eine nur in kalter und verdünnter wässriger Lösung beständige, mittelstarke Säure.



Zusammenfassung und Kurzinfos









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