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Methylethylcellulose, E 465, Ethylmethylcellulose


Englisch: Methylethyl cellulose
Französisch: Cellulose de methylethyle
Spanisch: Etilmetilcelulosa
Italienisch: Etilmetilcelullosa


Inhaltsverzeichnis


Methylethylcellulose ist ein Celluloseether und wird als Lebensmittelzusatzstoff von der Lebensmittelindustrie als Verdickungsmittel, Füllstoff, Stabilisator und Trägerstoff. eingesetzt. Methylethylcellulose ist unter der europäischen Zulassungsnummer E 465 für Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen und kann auch unter der Bezeichnung Ethylmethylcellulose auf der Zutatenliste von Lebensmitteln deklariert werden. Methylethylcellulose ist ein chemisch oder enzymatisch modifiziertes Derivat der Cellulose.



Eigenschaften von Methylethylcellulose

Die Eigenschaften von Methylethylcellulose hängen von Art der Veretherung und der Stärke der Veretherung ab. Methylethylcellulose lässt sich im Gegensatz zu Cellulose gut in Wasser lösen. Die Löslichkeit und Viskosität des Stoffs in Flüssigkeiten ist abhängig vom pH-Wert und der Temperatur der Flüssigkeit. Die Viskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit einer Flüssigkeit (Fluids). Mit Methylethylcellulose gebundene Flüssigkeiten besitzen eine zähflüssige Konsistenz. Durch Erhitzen können auch starke Gele erreicht werden. E 465 ist weitgehend stabil gegenüber Hitze, schwachen Laugen oder Säuren sowie Mikroorganismen. Da sich E 465 unempfindlich gegenüber Alkohol zeigt, wird dieser Lebensmittelzusatzstoff häufig für Herstellung von Spirituosen verwendet.



Herstellung von Methylethylcellulose

Methylethylcellulose überwiegend aus Linters gewonnen. Linters sind kurze Baumwollfasern, die beim Entkörnen auf den Samen verbleiben und bei der Gewinnung des Lints, der Rohbaumwolle entfernt werden. Die chemische Struktur von Methylethylcellulose kommt nicht in der Natur vor, sondern muss künstlich hergestellt werden. Hierfür wird die Baumwoll-Cellulose mit einer alkalischen Lösung vorbehandelt. Anschließend wird die Cellulose zu Methylethylcellulose synthetisiert. Zur Herstellung von Methylethylcellulose kann auch gentechnisch veränderte Baumwolle zum Einsatz kommen.



Kennzeichnung von Methylethylcellulose

Methylethylcellulose muss auf der Zutatenliste nach der Angabe des Verwendungszwecks (Verdickungsmittel, Füllstoff, Stabilisator oder Trägerstoff) oder mit der E-Nummer (E 465) auf der Zutatenliste vermerkt sein. Stammt Methylethylcellulose aus genetisch veränderter Baumwolle, so kann dies angegeben werden. In der Praxis wird Methylethylcellulose, die aus genetisch veränderter Baumwolle hergestellt wurde, allerdings nicht als solche gekennzeichnet. Die Gesetzgebung gibt an dieser Stelle keine klaren Vorgaben. Das gilt für alle Celluloseether. Das Ausgangsprodukt von Methylethylcellulose, die Cellulose ist hingegen kennzeichnungspflichtig, wenn sie unmittelbar aus gentechnisch veränderter Baumwolle hergestellt wurde.



Verwendung Methylethylcellulose



Methylethylcellulose ist als Zusatzstoff für Lebensmittel allgemein zugelassen und darf nach dem Prinzip quantum satis, also in ausreichender Menge zugesetzt werden. Das bedeutet es darf gerade so viel Cellulose zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden, wie es zur Produktion notwendig ist. Ausgenommen sind jedoch Lebensmittel, die unbehandelt bleiben sollen oder aufgrund gesetzlicher Regelungen keine Zusatzstoffe enthalten dürfen. Verwendet wird Methylethylcellulose in Desserts, Likören oder energiereduzierten Lebensmitteln. Der Stoff ist auch für den Einsatz in Arzneimitteln zugelassen.



Methylethylcellulose: Gesundheitliche Risiken

Methylethylcellulose gilt als gesundheitlich unbedenklich. Ein ADI-Wert wurde für diesen Zusatzstoff nicht festgelegt. E 465 kann in hohen Dosen eine leicht abführende Wirkung haben, da er im Körper wie ein unverdaulicher Ballaststoff wirkt.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »








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