Kaliumacetat, E 261


Englisch: Potassium acetate
Französisch: Acétate de potassium
Spanisch: Acetato de potasio
Italienisch: Acetato di potassio


Inhaltsverzeichnis
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Kaliumacetat ist das Kaliumsalz der Essigsäure und wird von der Lebensmittelindustrie als Säureregulator oder Konservierungsstoff eingesetzt. Kaliumnitrat trägt die europäische Zulassungsnummer E 261 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln wird dieser Lebensmittelzusatzstoff als Kaliumacetat oder mit seiner E-Nummer angegeben.


Verwendung von Kaliumacetat

In der Regel liegt Kaliumacetat als farbloser, kristalliner Feststoff vor. Acetate wie das Kaliumacetat werden in der Lebensmittelindustrie vor allem zur Regulierung der Säuren eingesetzt. Kaliumacetat ist in der Lage, einen zu starken sauren Geschmack etwas abzumildern. Eingesetzt wird Kaliumacetat beispielsweise, um Sülzen, technischen Hilfsstoffen und Schmelzsalzen den richtigen Säuregrad zu verleihen. Das Kaliumacetat hat eine Pufferfunktion und dient somit der Einstellung des pH-Wertes eines Lebensmittels. Da Kaliumacetat auch eine hygroskopische Wirkung hat, wird dieser Stoff auch häufig eingesetzt, wenn Feuchtigkeit entzogen werden soll. Kaliumacetat kann zudem als Konservierungsstoff genutzt werden, da es in der Lage ist, das Wachstum von einigen Bakterien und Hefen zu hemmen. Da Kaliumacetat jedoch Schimmelpilzen und einigen anderen unerwünschten Keimen nicht entgegenwirken kann, wird es häufig mit anderen Konservierungsmitteln in Kombination eingesetzt.

Kaliumacetat ist grundsätzlich für alle Lebensmittel zugelassen. Ausgenommen sind von dieser Zulassung nur Lebensmittel, die unbehandelt an den Verbraucher abgegeben werden sollen und solche, die aufgrund aktueller Gesetze nicht mit Zusatzstoffen behandelt werden dürfen. Eine Beschränkung der Höchstmenge gibt es für Kaliumacetat nicht. Das heißt, dieser Zusatzstoff darf Lebensmitteln bis quantum satis (bis zur ausreichenden Menge) zugesetzt werden.

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© monticellllo / fotolia.com

Verwendet wird Kaliumacetat beispielsweise für Lebensmittel wie Weißbrot, Molkereiprodukte, Mozzarella, Gemüsekonserven, Fischkonserven und Marinaden für Fisch. Daneben darf Kaliumacetat auch der Entwöhnungsnahrung für Säuglinge zugesetzt werden. Für Biolebensmittel ist der Lebensmittelzusatzstoff Kaliumacetat nicht zugelassen.

Kaliumacetat wird auch in der Pharmaindustrie genutzt und dient als Ausgangskomponente bei der Herstellung von Arzneimitteln. Zudem kann Kaliumacetat gegeben werden, wenn ein Kaliummangel vorliegt.


Herstellung von Kaliumacetat

Kaliumacetat wird künstlich, durch Herbeiführung einer chemische Reaktion aus Essigsäure gewonnen. Für die Herstellung von Kaliumacetat werden in der Regel keine gentechnisch veränderten Organismen benötigt.


Gesundheitliche Risiken von Kaliumacetat

Der Konservierungsstoff Kaliumacetat gilt als unbedenklich. Ein ADI-Wert wurde für diesen Lebensmittelzusatzstoff nicht festgelegt. Kaliumacetat wird im menschlichen Organismus verstoffwechselt und für die Energiegewinnung genutzt.



Zusammenfassung und Kurzinfos

  • Kaliumacetat ist ein Konservierungsstoffe
  • Kaliumacetat werden eingesetzt zur Konservierung



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben