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Kaliumdisulfit, Kaliumsulfit, E 224, Kaliummetabisulfit, Kaliumpyrosulfit


Englisch: Potassium disulphite, Potassium metabisulphite
Französisch: Disulfite de potassium, Métabisulfite de potassium
Spanisch: Betabisulfito potásico, Bisulfito potásico
Italienisch: Potassio disolfito, Meta-bisolfito di potassio



Kaliumdisulfit gehört zu den Sulfiten, die von der Lebensmittelindustrie als Lebensmittelzusatzstoff eingesetzt werden und ist unter der europäischen Zulassungsnummer E 224 in den Zusatzstoffklassen Antioxidationsmittel und Konservierungsstoffe zugelassen. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln wird dieser Zusatzstoff als Kaliumpyrosulfit, Kaliummetabisulfit oder Kaliumsulfit deklariert oder es steht der Vermerk geschwefelt auf dem Etikett.



Wirkung von Kaliumdisulfit in Lebensmitteln

Bei Kaliumdisulfit handelt es sich um einen künstlich hergestellten Lebensmittelzusatzstoff. Als Antioxidationsmittel verhindert E 224 die Reaktion mit dem Luftsauerstoff und wirkt so dem Abbau von Farbstoffen, Aromen und Vitaminen entgegen. Da Kaliumdisulfit eine Enzym blockierende Wirkung hat, wird es auch gerne gegen Pilze, Hefen und Bakterien eingesetzt. Aufgrund der Vitamin B1 (Thiamin) zerstörenden Wirkung darf dieser Lebensmittelzusatzstoff nicht in stark thiaminhaltigen Lebensmitteln wie Getreideerzeugnissen und Milchprodukten eingesetzt werden.



Herstellung von Kaliumdisulfit

Kaliumdisulfit kann auf verschiedenen Wegen hergestellt werden. Möglich ist eine Herstellung von E 224 beispielsweise durch thermische Dimerisierung (Kondensation) von Kaliumhydrogensulfit (E 228). Bei diesem Vorgang wird Wasser abgespalten. Kaliumdisulfit entsteht auch bei der Umsetzung von Kaliumsulfit und Schwefeldioxid in Kalilauge.



Verwendung von Kaliumdisulfit

© Schlierner / fotolia.com

Für Kaliumdisulfit gelten die gleichen Zulassungsbestimmungen wie für Schwefeldioxid. Auch dieser Lebensmittelzusatzstoff darf nur bestimmten Lebensmitteln bis zu einer bestimmten Höchstmengenbeschränkung zugesetzt werden.

Kaliumdisulfit wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt. So dient Kaliumdisulfit beispielsweise dem Bleichen von Zucker und Meerrettich. Auch in Fruchtzubereitungen, Gemüsezubereitungen und Kartoffelzubereitungen wird E 224 eingesetzt. Häufig verwendet wird Kaliumdisulfit für Knabbererzeugnisse auf Basis von Kartoffeln und Getreide, Marmelade, Meerrettichmasse, Trockenfrüchte und Wein. Kaliumdisulfiten kommt in der Weinherstellung eine besonders große Bedeutung zu. Die Schwefelverbindungen helfen in der Weinherstellung Verfärbungen, Fehlgärungen, Nachgärungen und den Abbau von Säuren zu verhindern. Auch zum Reinigen und Desinfizieren der Fässer wird Kaliumdisulfit genutzt. Ab einem Gehalt von 10 mg/l müssen schwefelhaltige Verbindungen auf den Weinetiketten angegeben werden. In der Regel enthält süßer Weißwein mehr Schwefel als trockener Rotwein. Beim Genuss von süßem Weißwein kann die empfohlene Tagesdosis bereits bei zwei Gläsern überschritten sein.

Für Kosmetika ist Kaliumdisulfit ebenfalls zugelassen.



Gesundheitliche Risiken von Kaliumdisulfit

Für Kaliumdisulfit wurde ein ADI-Wert von 0,7 mg/kg Körpergewicht festgelegt. In der Regel wird Kaliumdisulfit genau wie Schwefeldioxid und die anderen Salze der schwefligen Säure durch ein körpereigenes Enzym abgebaut. Es gibt jedoch einige Menschen, die einen Enzymmangel haben. Liegt ein Enzymmangel vor, kann dieser Lebensmittelzusatzstoff nicht abgebaut werden. Dies wiederum kann zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall und Kopfschmerzen führen. Es ist zudem bekannt, dass einige Asthmatiker auf Sulfite reagieren und in Folge des Verzehrs einen Asthmaanfall erleiden. Im Zusammenhang mit dem Verzehr von E 224 wurden auch schon allergische und pseudoallergische Reaktionen beobachtet. In der Regel wird von einem häufigen Verzehr dieses Lebensmittelzusatzstoffes abgeraten. Insbesondere bei Kindern ist Vorsicht geboten.



Zusammenfassung und Kurzinfos

  • Kaliumdisulfit ist ein Konservierungsstoffe
  • Kaliumdisulfit werden eingesetzt zur Konservierung



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »








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