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Acetyliertes Distärkeadipat, E 1422


Englisch: Acetylated di-starch adipate
Italienisch: Adipato di diamido acetilato



Acetyliertes Distärkeadipat gehört zu den chemisch modifizierten Stärken, die von der Lebensmittelindustrie als Lebensmittelzusatzstoff verwendet wird und je nach Verwendungszweck als Verdickungsmittel und Trägerstoff eingesetzt wird. Als Zusatzstoff trägt acetyliertes Distärkeadipat die europäische Zulassungsnummer E 1422. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann acetyliertes Distärkeadipat auch lediglich als modifizierte Stärke oder chemisch modifizierte Stärke deklariert sein.



Eigenschaften von acetyliertem Distärkeadipat

Bei acetyliertem Distärkeadipat handelt es sich um einen chemisch modifizierten Abkömmling von acetylierter Stärke. Acetyliertes Distärkeadipat hat gegenüber acetylierter Stärke den Vorteil, dass es eine stärkere Fähigkeit zur Bildung zäher Massen und eine starke Verdickungswirkung hat. Zudem zeigt sich E 1422 auch gegenüber thermischen Veränderungen wie dem Auftauen und Einfrieren stabil und hält mechanischer Belastung (wie beispielsweise beim Rühren oder Kneten) stand.



Herstellung von acetyliertem Distärkeadipat

Hergestellt wird acetyliertes Distärkeadipat mit Hilfe von acetylierter Stärke und Adipinsäure. Als Basis für die Herstellung von E 1422 dienen natürliche Stärken, die aus Weizen, Kartoffeln und Mais gewonnen werden können. Bei der Herstellung von acetyliertem Distärkeadipat könnte auch Stärke von gentechnisch veränderten Kartoffeln, Mais oder Weizen (siehe auch: Liste genetisch veränderter Zusatzstoffe) zum Einsatz kommen.



Verwendung von acetyliertem Distärkeadipat

Acetyliertes Distärkeadipat ist grundsätzlich für alle Lebensmittel zugelassen. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur Lebensmittel, die unbehandelt bleiben sollen und solche, denen aufgrund gesetzlicher Vorgaben keine Zusatzstoffe zugefügt werden dürfen. Eine Höchstmengenbeschränkung gibt es für diesen Zusatzstoff nur für Entwöhnungsnahrung also für Säuglings- und Kleinkindnahrung. Ansonsten darf acetyliertes Distärkeadipat bis zur ausreichenden Menge (quantum satis) zugesetzt werden. Das bedeutet es darf gerade so viel acetyliertes Distärkeadipat zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden, wie es zur Produktion notwendig ist. Eingesetzt wird acetyliertes Distärkeadipat bei der Herstellung von Desserts, Süßwaren Backwaren, Füllungen von Backwaren, Käsezubereitungen, Schmelzkäsezubereitungen, Suppen, Saucen und Tiefkühlprodukten. In der Lebensmittelindustrie wird Acetyliertes Distärkeadipat zudem als Trägerstoff für Aromen verwendet.



Acetyliertes Distärkeadipat: Gesundheitliche Risiken

Acetyliertes Distärkeadipat gilt als gesundheitlich unbedenklich. Es wurde kein ADI-Wert für diesen Zusatzstoff festgelegt. Wie natürliche Stärke auch wird E 1422 in den Kohlenhydratkreislauf aufgenommen.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »








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