Vin Santo


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Vin Santo ist ein klassischer, italienischer Süßwein aus der Toskana, der heute aber fast überall in Mittelitalien und gelegentlich auch im Trentino produziert wird. Übersetzt bedeutet Vin Santo heiliger Wein.

Der Vin Santo wird fast überall in der Toskana hergestellt. In der Region Val d'Arbia, und der Region Colli dell'Eturia Centrale erhielte er den D.O.C. Status. Der Großteil der Vin Santo Produktion allerdings ohne D.O.C. Klassifizierung ausgebaut. Jeder Winzer hat ein eigenes Rezept zur Herstellung des Vin Santo, so dass es deutliche Unterschiede im Geschmack und Qualität gibt.


Vin Santo: Herstellung

Zur Herstellung eines Vin Santo dürfen ausschließlich die weißen Rebsorten Trebbiano Toscano und Malvasia verwendet werden. Wenn zusätzlich noch andere Rebsorten mit vergoren werden, darf der Wein nur unter der Bezeichnung Vin Santo Occhio di Pernice in den Handel gebracht werden. Die Trauben werden nach traditioneller Art aus unter den gut durchlüfteten und heißen Dachböden der Weingüter den so genannten Vinsantaia aufgehängt und getrocknet und anschließend gekeltert. Die Dauer der Trocknung kann sich bis in die Osterzeit des nächsten Jahres hinziehen und richtet sich nach der Süße, die durch den Trocknungsvorgang erreicht werden soll. Anschließend werden die Trauben gemahlen, eingemaischt, vergoren und anschließend in Holzfässer abgefüllt. Ursprünglich waren das kleine Kastanienfässer, mittlerweile werden allerdings überwiegend Eichenfässer verwendet. Der Wein wir nun in den Vinsantaia gelagert. Dort beginnt der Wein durch die einwirkende Hitze und das Zusammenspiel zwischen den vorhandenen Weinhefe und dem Restzucker Jahr für Jahr neu zu gären. Dies sorgt für das spezielle Aroma des Vin Santo. Je nach Qualität ist die Reifezeit des Vin Santo auf 2 bis 6 Jahren gesetzlich festgelegt.


Vin Santo: Eigenschaften

Der Vin Santo zeichnet sich durch seine bernsteingelbe Farbe und sein an Rosinen, Aprikose, Honig, Gewürze, Blumen und Vanille erinnerndes Aroma aus. Er hat einen Alkoholgehalt zwischen 15 und 18 % Vol. und sollte leicht gekühlt bei 6 bis 8 °C serviert werden.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon