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Gummi arabicum, Gummiarabikum, Akaziengummi, E 414

g0002470


Englisch: Gum arabic
Französisch: Gomme arabique
Spanisch: Goma arábica
Italienisch: Gomma arabica

© seraficus / istockphoto.com



Gummi arabicum ist ein Lebensmittelzusatzstoffe, der von der Lebensmittelindustrie als Stabilisator, Füllstoff, Trägerstoff und gelegentlich auch als Verdickungsmittel eingesetzt wird. Gummi arabicum ist unter der europäischen Zulassungsnummer E 401 für Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen.



Eigenschaften von Gummi arabicum

Bei Gummi arabicum handelt es sich um einen Pflanzensaft, der aus den in Afrika beheimateten Akazienarten Seyal-Akazien und Verek-Akazien gewonnen wird. Die harzige Substanz besteht aus langkettigen Kohlenhydraten die sich weit verzweigen. Gummi arabicum ist also ein natürliches Polysaccharide. Gummi arabicum löst sich gut in Wasser, nicht jedoch in Alkohol. Der Stoff ist zur Bildung leicht zähflüssiger Massen einsetzbar. Die Zähflüssigkeit kann durch mechanisches Rühren vorübergehend verringert werden. Gummi arabicum hat im Vergleich zu anderen Verdickungsmitteln nur eine geringe verdickende Wirkung. Eine viel größere Bedeutung wird Gummi arabicum als Stabilisator beigemessen. Gummi arabicum verhindert beim Einfrieren von Lebensmitteln die Ausbildung von Eiskristallen, die sich ungrünstig auf das Mundgefühl auswirken können. Gummi arabicum hat eine transparente, leicht bräunliche Färbung.



Herstellung von Gummi arabicum

Um Gummi arabicum zu gewinnen, werden die Rinde der Akazienstämme V-förmig eingeritzt. Üblicherweise wird alle zwei Tage ein weiterer Schnitt unterhalb des alten gemacht. Der harzige Pflanzensaft tritt dann in walnussgroßen Tropfen aus und wird aufgefangen. Der so gewonnene Pflanzensaft wird getrocknet und bis zur Lebensmittelreinheit aufbereitet.



Verwendung von Gummi arabicum

Der Lebensmittelzusatzstoff Gummi arabicum ist für alle Lebensmittel zugelassen. Ausgenommen sind lediglich Lebensmittel, die nicht durch Zusatzstoffe verändert werden dürfen und solche, die unbehandelt bleiben müssen. Eine Beschränkung der Höchstmenge ist für Gummi arabicum nicht vorgesehen. Allerdings darf der Stoff nur nach dem Prinzip quantum satis, also in ausreichender Menge zugesetzt werden. Das bedeutet es darf gerade so viel Carrageen zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden, wie es zur Produktion notwendig ist.

Der Stoff wird eingesetzt um Emulsionen (Fett-Wasser-Mischungen) und Schäume zu stabilisieren. Gummi arabicum sorgt in Getränken dafür, dass die Schwebestoffe fein verteilt bleiben und er passt die Perlgröße in verschiedenen Schaumweinen an. Verwendet wird Gummi arabicum vor allem für Getränke, Getränkepulver, Bier (das nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird), Süßigkeiten, Sahnesteif und Tortenguss. Auch Säuglingsnahrung darf dieser Stoff zugesetzt werden.



Gummi arabicum: Gesundheitliche Risiken

Gummi arabicum gilt als unbedenklich für die menschliche Gesundheit und ein ADI-Wert wurde nicht festgelegt. Der Zusatzstoff kann bei empfindlichen Menschen allerdings zu allergischen Symptomen führen. Gummi arabicum wird über den Dickdarm aufgenommen und vom Körper verwertet. Laut der EG-Öko-Verordnung darf Gummi arabicum auch in Bio-Lebensmitteln eingesetzt werden.









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