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Zichorienkaffee, Landkaffee


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© Laurentiu Iordache / fotolia.com

Als Zichorienkaffee bezeichnet man ein Ersatzkaffee, ein kaffeeähnliches Getränk, das aus den Wurzeln von Zichorien hergestellt wird und im Gegensatz zum Bohnenkaffee kein Koffein enthält. Der Begriff Landkaffee ist ein Synonym für Zichorienkaffee.



Zichorien gehören zu der botanischen Familie der Korbblütler und stammten von der wilden Wegwarte ab, die auch heute noch an Straßenrändern in Europa oder Afrika zu finden ist. Die Wurzel die schon bei den alten Ägyptern bekannt war wird schon seit 1690 zur Herstellung von Kaffeeersatz verwendet.



Zichorienkaffee: Herstellung

Nach der Ernte werden die Zichorienwurzeln gesäubert und in kleine Würfel geschnitten. In einem Druckluftofen verlieren sie 75 % ihrer Feuchtigkeit und werden dann 3 Monate lang trocken gelagert. Danach werden sie bei einer Temperatur von 120 bis 140 °C geröstet. Während dieses Prozesses karamellisiert der in der Wurzel enthaltene Saft. Dadurch entsteht ein an Kaffee erinnernden Geschmack. Die abgekühlten, gerösteten Wurzeln werden anschließend zu einem feinen Pulver gemahlen und mit Speiseölen, Carbonaten, Melasse  und Zucker vermischt. Zichorienkaffee hat eine intensive karamellbraune Farbe.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »








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