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Schaumverhüter


Englisch: Anti-foaming agents
Französisch: Antimoussant
Spanisch: Antiespumantes
Italienisch: Agenti antischiumogeni



Schaumverhüter sind Lebensmittelzusatzstoffe, die verhindern sollen, dass sich bei der Verarbeitung oder Herstellung von Lebensmitteln Schaum bildet. Je nach Einsatzbereich verhindern sie die Schaumbildung komplett oder verringern diese lediglich. Schaumverhüter werden innerhalb der Zusatzstoffe zu einer Funktionsklasse zusammengefasst.



Für welche Lebensmittel werden Schaumverhüter verwendet?



© FOOD-micro / fotolia.com

Schaumverhüter werden in erster Linie für die Herstellung von Süßwaren, Konfitüren, Zucker, Suppen, Bratfetten und Würzmitteln verwendet.



Der Einsatz von Schaumverhütern

In der Lebensmittelindustrie werden verschiedene Zusatzstoffe eingesetzt, um Lebensmittel mit den gewünschten Eigenschaften herzustellen. Schaummittel und Schaumverhüter spielen hierbei eine wichtige Rolle. Während Schaummittel genutzt werden, um gezielt stabile Schäume zu erzeugen, sollen Schaumverhüter einer unerwünschten Schaumbildung entgegenwirken. Bei der Herstellung beziehungsweise Verarbeitung von Lebensmitteln kann Schaum entstehen. Dieses Phänomen kennt man auch aus der eigenen Küche, wenn sich beispielsweise beim Kochen von Konfitüre Schaum auf der Oberfläche bildet. Am heimischen Herd muss der Schaum dann von Hand abgeschöpft werden. Die Lebensmittelindustrie erspart sich das Abschöpfen durch den Zusatz von Schaumverhütern. Diese Zusatzstoffe kommen unter anderem bei Pökel-Laken sowie Frittierfetten zum Einsatz.



Welche Schaumverhüter gibt es?

Zu den Schaumverhütern gehören beispielsweise:

Schaumverhüter gelten als gesundheitlich unbedenklich. Allerdings gibt es für einige der genannten Zusatzstoffe Höchstwerte, die beim Verzehr nicht überschritten werden sollten.



Die Wirkmechanismen von Schaumverhütern

Schaumverhüter werden in der Regel flüssigen Lebensmitteln zugesetzt, um die Bildung von Schaum zu verringern. Die Stoffe senken die physikalische Oberflächenspannung in der Flüssigkeit. Die geringere Oberflächenspannung sorgt dafür, dass sich die gebildeten Blasen schneller auflösen beziehungsweise schneller aufplatzen und sich keine stabilen Schäume bilden können.



Die Zulassung von Schaumverhütern

Innerhalb der Europäischen Union unterliegt die Zulassung von Zusatzstoffen strengen Gesetzen. Während die meisten Lebensmittelzutaten grundsätzlich ohne Einschränkung von den Lebensmittelherstellern genutzt werden können, gilt für Zusatzstoffe wie beispielsweise Schaumverhüter das sogenannte Verbotsprinzip. Das bedeutet, dass der Einsatz dieser Stoffe grundsätzlich verboten ist, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Erlaubnis vor. Zudem sind Lebensmittelhersteller verpflichtet, den Einsatz dieser Stoffe zu deklarieren. Auf der Lebensmittelverpackung sind dann die Bezeichnung "Schaumverhüter" sowie die genaue Stoffbezeichnung oder die E-Nummer zu finden.



Zusammenfassung und Kurzinfos

  • Schaumverhüter ist eine Funktionsklasse
  • Schaumverhüter sind Lebensmittelzusatzstoffe
  • Schaumverhüter werden eingesetzt für die Herstellung von Süßwaren, Konfitüren, Marmelade, Zucker, Suppen, Bratfetten, Würzmitteln



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »








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