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Netzmittel


Englisch: Wetting agent, Surface-active agent
Französisch: Agent mouillant
Spanisch: Agente humectante
Italienisch: Imbibente


Inhaltsverzeichnis


Netzmittel sind technische Hilfsstoffe, die u. a. in von der Lebensmittelindustrie verwendet werden, und Stoffe leichter miteinander zu Mischen zu können. Netzmittel dienen dazu die Oberflächenspannung von Wasser oder anderer Flüssigkeiten so stark herabzusetzen, dass sich das Wasser oder die Flüssigkeit auf Flächen sofort ausbreiten kann. Mit anderen Worten: Von Netzmitteln spricht man bei der Herabsetzung der Grenzflächenspannung zwischen einer festen Oberfläche und einer Flüssigkeit. So erreicht man beispielsweise, dass Wasser leichter von einer Oberfläche abfließt, statt Tropfen zu bilden. Das Wasser und damit die darin gelösten Wirkstoffe kann die es umgebenden Materialien besser benetzen oder in Poren und Zwischenräume eindringen. Mit Netzmitteln kann also eine bessere Benetzung und Durchdringung eines behandelten Materials mit einer Flüssigkeit erreicht werden.



Kennzeichnung von Netzmitteln

Solange Netzmittel als technische Hilfsstoffe bei der Lebensmittelproduktion eingesetzt werden, sind sie nicht Kennzeichnungspflichtig. Allerdings müssen dazu die Netzmittel nach dem Gebrauch wieder aus den Lebensmitteln entfernt werden. Im verzehrfertigen Lebensmittel dürfen Netzmittel allenfalls in unvermeidbaren Spuren vorhanden sein, so dass sie dann keine technologische Wirkung mehr zeigen.



Welche Netzmittel gibt es?

Als Netzmittel werden beispielsweise Polysorbate wie Polysorbat 20 (Polyoxyethylen-(20)-sorbitanmonolaurat), E 432, Polysorbat 40 (Polyoxyethylen-(20)-sorbitanmonopalmitat), E 434, Polysorbat 60 (Polyoxyethylen-(20)-sorbitanmonostearat), E 435 Polysorbat 65 (Polyoxyethylen-(20)-sorbitantristearat), E 436 und Polysorbat 80 (Polyoxyethylen-(20)-sorbitanmonooleat), E 433 eingesetzt. Polysorbate werden zudem auch als Lebensmittelzusatzstoffe in den Zusatzstoffklassen Emulgatoren und Stabilisatoren eingesetzt.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »








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