Monastrell, Mourvèdre


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Als Monastrell oder Mourvèdre bezeichnet man eine autochthone, rote Rebsorte, die vor allem in Spanien und Südfrankreich zu finden ist. Sie erfreut sich aber auch in anderen Ländern, wie Australien, Tunesien, Algerien, oder Kalifornien großer Beliebtheit.

Der Name Mourvèdre leitet sich von dem kleinen Ort "Murviedro" an der Mittelmeerküste, nahe der Stadt Valencia, ab. Die Monastrell-Traube war im 18. Jhd. noch eine der bedeutendsten Rebsorten Europas. Durch aus Amerika eingeführte Rebkrankheiten wurde ihr Bestand zunehmend durch andere Sorten ersetzt.

Die Monastrell-Rebe reift sehr spät und wird meist nicht sortenrein ausgebaut sondern zur Herstellung von Cuvées oder Roséweinen verwendet, da sie nur in Verbindung mit anderen Rebsorten ihre Kraft, ihre dunkle Farbe und ihr robustes Aroma voll entfalten kann.


Eigenschaften der Monastrell-Rebe

Aus der Monastrell-Traube hergestellte Weine enthalten viel Tannin, haben einen hohen Alkoholgehalt, wirken stark adstringierend und verfügen über großes Alterungspotenzial.


Synonyme der Monastrell-Rebe

Die Monastrell-Rebe ist auch unter den Bezeichnungen Veremeta, Trinchiera, Ros, Reina, Pinot Fleri, Piémontais, Mourvès, Mourvégué, Mourvégé, Morrastrell, Mourvedon, Verdadreo, Monastre, Minustrello, Maurostel, Marseillais, Neyron, Négron, Negria, Négrette, Negralejo, Garrut, Flouron, Esparte, Espagnen , Damas Noir, Charmet, Cayata, Catalan, Buona Vise, Bérardi, Benadu, Beneda, Beausset, Balzar und Alcayata bekannt.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon