Malzkaffee


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Als Malzkaffee bezeichnet man ein koffeinfreies kaffeeähnliches Getränk aus gemälzter Gerste. Malzkaffee wird gerne als Alternative zum handelüblichen Bohnenkaffee verwendet.

Der Malzkaffee kam während des Kaffeeverbotes von 1780 und Napoleons Kontinentalsperre gegen England auf. Kaffeeverbot und Kontinentalsperre verknappten das Produkt Kaffee, so dass die Kaffeepreise für Normalbürger unerschwinglich wurden. Auf der Suche nach Alternativen zum Bohnenkaffee etablierte sich neben dem Getreidekaffee auch der aus Gerste hergestellte Malzkaffee.


Malzkaffee: Herstellung

Zunächst wird Gerste in Wasser eingeweicht und zum Keimen gebracht. Dabei verwandelt sich die enthaltene Stärke in Malzzucker. Durch das anschließende Rösten wird der Keimprozess gestoppt und der Malzzucker karamellisiert wodurch sich die an Kaffee erinnernde Farbe und das ähnliche Aroma entwickeln. Im Gegensatz zum Getreidekaffee enthält der Malzkaffee weniger Gerb- und Bitterstoffe und ist somit etwas milder und süßlicher im Geschmack.

Beim Rösten können auch schädliche Stoffe, gelegentlich auch das krebserregende Benzpyren, entstehen. Hiezu werden regelmäßig spezielle Untersuchungen hinsichtlich des Stoffes Benzpyren und anderen Pestizidrückständen durchgeführt.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon