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Frischkornbrei



© Lehner / istockphoto.com



Frischkornbrei ist ein Brei aus verschiedenen, frisch geschroteten Getreidesorten. Der Begriff wurde insbesondere durch die Vollwertkost geprägt.

Für die Zubereitung eines Frischkornbreis werden üblicher weise Hafer, Dinkel und Weizen geschrotet und mit Milch, Sahne oder Fruchtsaft über Nacht quellen gelassen. Der Brei wird dann mit frischen Früchten, Honig sowie Nüssen abgeschmeckt. Das Getreide wird nicht gekocht, denn erhitzte Lebensmittel verlieren laut der Vollwertkost nach Werner Kollath ihre Wertigkeit. Beim Quellen reduziert sich der, im Getreide enthaltene Gehalt an Phytinsäure abgebaut - ähnlich wie bei der Teigführung von Vollkornprodukten. Phytinsäure steckt in der Kleie aller Getreidearten.

Die Zubereitung von Frischkornbrei ist sehr ähnlich mit der eines herkömmlichen, frisch zubereiteten Müsli und wird auch gelegentlich als Frischkorn-Müsli bezeichnet. In der Ernährungsberatung wird empfohlen das, dem Frischkornbrei hinzugefügte Obst frisch und unmittelbar vor dem Verzehr zu zerkleinern und die Fruchtsorten häufig zu variieren und zu wechseln.



Frischkornbrei, Frischkornmüsli: Grundrezept

Als Grundrezept für einen Frischkornbrei werden pro Person 30 g Getreide (je ein Esslöffel Hafer, Dinkel und Weizen) in der Getreidemühle oder im Mixer grob geschrotet. Aus Sicht der Vollwertkost ist es wichtig das Getreide erst unmittelbar vor der Zubereitung zu schroten. Der Schrot wird dann mit kalten Wasser zu einem Brei verrühren und bei Zimmertemperatur über Nacht quellen gelassen. Optimaler weise sollte das verwendete Wasser gerade ausreichen, um nach dem Quellvorgang nichts abgießen zu müssen. Im Allgemeinen benötigt man dazu etwa das Dreifache der Getreidemenge, also etwa 90 g pro Person. Den Getreidebrei anschließend mit einem Spritzer Zitronensaft, 10 g Honig, 10 bis 15 ml Sahne und frisch zerkleinerten Nüssen sowie stets mit einen Apfel (frisch geraffelt, geriebenen oder klein geschnitten) abschmecken. Die Sahne kann mit Joghurt, Frischmilch oder Sauermilch ausgetauscht werden. Das Frischkornmüsli wird mit zusätzlichen Früchten der Saison abgeschmeckt.



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 »
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 »
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 »
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 »








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