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Eukalyptus


Wissenschaftliche Bezeichnung: Eucalyptus ssp.
Englisch: Eucalypts, Gum trees, Ironbarks, Bloodwoods, Stringybarks

© Zoîd / fotolia.com



Die Gattung Eukalyptus besteht aus über 700 Arten. Ihre Bäume wachsen fast ausschließlich in Australien, wo sie etwa 70 Prozent des gesamten Baumbestands ausmachen. Einige Arten, die früher der Gattung Eukalyptus zugeordnet waren, gehören heute zur Gattung Corymbia. Eukalyptusbäume sind schnellwüchsig, immergrün und haben sehr hartes Holz. Die meisten Arten wachsen als mittlere bis hohe Bäume, einige als Sträucher. Die Blätter von jungen und alten Eukalyptusbäumen unterscheiden sich in Form, Farbe und Anordnung. Blätter von reifen Bäumen sind meist lanzettlich und wechselständig, oft sind sie silbrig- bis dunkelgrün und hängen nach unten.

Die Blätter fast aller Eukalyptusarten enthalten große Mengen ätherische Öle. Viele Arten werden destilliert und in der Parfümindustrie oder Aromatherapie verwendet. Der Gewöhnliche Eukalyptus (bot.: Eucalyptus globulus), Eukalyptus polybracteata und der Zitroneneukalyptus (bot.: Eucalyptus citriodora) sind dabei nur besonders bekannte Beispiele aus einer langen Liste.
Auch in der Lebensmittelindustrie wird Eukalyptusöl verwendet, um verschiedenen Lebensmittel wie Tees, Süßigkeiten und Getränken das typische Eukalyptusaroma zu verleihen. Weniger bekannt ist, dass einige Arten ohne Destillation zu Öl als Gewürz verwendet werden können.



Küchenrelevante Eukalyptusarten

In der modernen Bushfood-Küche Australiens werden die Blätter bestimmter Eukalyptusarten als Blattgewürz verwendet. Die aus Bushfood-Sicht wichtigsten Eukalyptusarten sind:



Nutzung von Eukalyptus durch Aborigines

Die Blätter der meisten Eukalyptusarten sind für Menschen ungenießbar, nur wenige Arten haben essbare Früchte. Für australische Aborigine waren daher eher die Bewohner der Bäume, also unter anderem Koalas, Possums, Witchetty-Maden und Sugarbag produzierende Honigbienen interessant. Eucalyptus terminalis wird von Parasiten befallen, die so genannte Bush Coconuts produzieren, ein beliebtes Nahrungsmittel vieler Aborigine-Völker. Bei einigen Arten ist die stärkehaltige Wurzelrinde essbar, andere produzieren Nektar in ausreichenden Mengen, der aus den Blüten gesaugt werden kann. Aus Verletzungen der Rinde austretendes Pflanzengummi von manchen Arten ist ebenfalls essbar. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Mostgummi-Eukalyptus (Eucalyptus gunnii). Einige Eukalyptusbäume, darunter Eucalyptus viminalis, werden von Insekten befallen und produzieren Honigtau und Manna auf ihren Blättern.



Quellen

  • Keith Smith, Irene Smith: Grow Your Own Bushfoods. New Holland Publishers, 1999 »
  • Tim Low: Wild Food Plants of Australia. Angus & Robertson, 1991 »








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