Alpha-Tocopherol, E 307, α-Tocopherol


Englisch: Alpha-tocopherol
Französisch: Alpha-tocophérol
Italienisch: Alfa-tocoferolo
Spanisch: Alfa-tocoferol


Inhaltsverzeichnis

Alpha-Tocopherol wird als Lebensmittelzusatzstoff in Lebensmittelindustrie eingesetzt. Alpha-Tocopherol ist unter der europäischen Zulassungsnummer E 307 in den Zusatzstoffklassen Antioxidationsmittel zugelassen. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln wird dieser Zusatzstoff als Alpha-Tocopherol, α-Tocopherol oder synthetisches Tocopherol deklariert.


Wirkung von Alpha-Tocopherol in Lebensmitteln

Es gibt mindestens sieben verschiedene Tocopherole. In der Europäischen Union sind lediglich Appha-Tocopherol, Gamma-Tocopherol und Delta-Tocopherol als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen. Als Antioxidationsmittel schützt Alpha-Tocopherol Lebensmittel vor dem Verderb. Durch den Kontakt mit Sauerstoff verderben Lebensmittel wesentlich schneller, Alpha-Tocopherol kann diesen Prozess verlangsamen. Alpha-Tocopherol wird in der Lebensmittelindustrie auch zur Vitaminanreicherung genutzt und darf dann als Vitamin E deklariert werden.


Herstellung von Alpha-Tocopherol

Alpha-Tocopherol wird aus pflanzlichen Ölen, die einen hohen Gehalt an Tocopherol - wie beispielsweise Sojabohnenöl - aufweisen gewonnen. Alpha-Tocopherol kann auch wie Delta-Tocopherol oder Gamma-Tocopherol durch das Herbeiführen einer chemischen Reaktion synthetisch aus Tocopherol gewonnen werden. Der Einsatz von Organismen, die gentechnisch verändert wurden wie Beispielsweise Sojaöl aus genetisch veränderten Saatgutpflanzen, ist dabei möglich.


Verwendung von Alpha-Tocopherol

Alpha-Tocopherol ist genau wie Tocopherol grundsätzlich für Lebensmittel allgemein zugelassen. Diese Zulassung gilt jedoch nicht für Lebensmittel, die unbehandelt auf den Markt kommen sollen. Auch wenn bestimmte Lebensmittel aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht mit Lebensmittelzusatzstoffen behandelt werden dürfen, darf Alpha-Tocopherol nicht eingesetzt werden.

Verwendung findet E 307 beispielsweise in Kaugummi, Speisefetten und Bratfetten, Backfetten, Speiseölen, Dressing und Desserts. In diesen Lebensmitteln darf Alpha-Tocopherol bis quantum satis (bis zur ausreichenden Menge) zugesetzt werden. Alpha-Tocopherol darf auch für Säuglingsanfangsnahrung verwendet werden. Die Höchstmenge ist hier jedoch auf 10 mg/l beschränkt. Wird Alpha-Tocopherol einem Lebensmittel zugesetzt, um dessen Vitamingehalt zu erhöhen, darf dieser Stoff als Vitamin E deklariert werden. Ansonsten muss dieser Zusatzstoff als Alpha-Tocopherol, a-Tocopherol oder mit der Nummer E 307 angegeben werden.

Für Arzneimittel, Futtermittel, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika ist dieser Zusatzstoff ebenfalls zugelassen.


Die gesundheitlichen Risiken von Alpha-Tocopherol

Dieser Lebensmittelzusatzstoff gilt grundsätzlich als unbedenklich. Der ADI-Wert wurde mit 0,15 bis 0,2 mg/kg Körpergewicht festgelegt. In Tierversuchen und durch Beobachtungen am Menschen wurde festgestellt, dass dieser Lebensmittelzusatzstoff Stoffwechselstörungen verursachen kann. Das gilt insbesondere dann, wenn Vitaminpräparate mit Alpha-Tocopherol in hohen Dosen eingenommen werden. Auch mit diesem Vitamin angereicherte Produkte können zu Beschwerden führen. Bei besonders hoher Dosierung von Alpha-Tocopherol kann es beispielsweise zu Verdauungsstörungen und einem Ungleichgewicht bei den Schilddrüsenhormonen kommen. Sehr hohe Dosierungen von Vitamin E können zudem die Ursache von Blutgerinnungsstörungen sein.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben