Energieverbrauch


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Der Energieverbrauch beschreibt die Energiemenge, die der Körper aus der Nahrung gewinnt, um die Lebensfunktionen zu erhalten und aktiv sein zu können. Dabei dient die Energiegewinnung dem Strukturerhalt, dem Stoffwechsel, der Atmung, der Wärmeproduktion und der Bewegung.


Der individuelle Energieverbrauch

Der tägliche Energieverbrauch ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt von mehreren Faktoren ab. Er setzt sich aus dem individuellen Grundumsatz und dem Leistungsumsatz zusammen. Der Energieverbrauch ist stark abhängig von diversen Parametern wie dem Geschlecht, dem Alter, der Körperzusammensetzung und der Aktivität. Zunächst einmal kann sich jeder Mensch anhand der Formel für den Grundumsatz und mit Hilfe des angenommenen PAL-Wertes näherungsweise den eigenen Energieverbrauch und Energiebedarf ausrechen. Das Ergebnis liefert eine gute Möglichkeit zur Orientierung, ob die Ernährung angemessen ist. Ist der Energieverbrauch der Energiezufuhr angepasst, so spricht man von einer ausgeglichenen Energiebilanz. Unter bestimmten Umständen wie einer vorliegenden Schwangerschaft oder Stillperiode erhöht sich der Energieverbrauch.


Messung des individuellen Energieverbrauchs

Es gibt Möglichkeiten den Energieverbrauch genauer zu ermitteln. So bietet die Medizin die Messung des individuellen Energieverbrauchs mit Hilfe der Kalorimetrie (direkte Kalorimetrie).
Bei der Energiegewinnung aus der Nahrung handelt es sich um einen Verbrennungsprozess. Die direkte Kalorimetrie misst die Wärmeabgabe des Körpers in einem Kalorimeter. Allerdings ist diese Methode recht aufwändig und so wird in der Praxis häufig die indirekte Kalorimetrie angewandt. Die indirekte Kalorimetrie misst den aufgenommen Sauerstoff und das ausgeatmete Kohlendioxid mit Hilfe der Atemgasanalyse. Zusätzlich wird der Abbau von Stoffwechselprodukten mittels einer Stickstoffanalyse des Urins gemessen. Die Verwertung (Verstoffwechselung) der Nahrung erzeugt Wärme. In einem bestimmten Verhältnis zur Wärmeerzeugung wird von Körper Kohlendioxid abgegeben und nimmt Sauerstuff auf. Die Stickstoffausscheidung über dem Harn gibt dann Auskunft über den Verbrauch von Eiweiß. Aus diesen Werten wird dann unter Zuhilfenahme des Energiegehalts der aufgenommenen Nahrung der Energieverbrauch über den Zeitraum berechnet, in dem die Atemgaswerte und die Stickstoffausscheidung gemessenn wurden.

Mit Hilfe einer Pulsuhr kann man über einen Zeitraum von 24 Stunden den Kalorienverbrauch während der Arbeit, der Freizeit und des Schlafens messen. Allerdings sind auch hier Abweichungen vom tatsächlichen Energieverbrauch möglich.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben
  • Reinhard Matissek, Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer Spektrum, 2015 » Lebensmittelchemie
  • Der große Larousse Gastronomique. Christian, 2012 » Der große Larousse Gastronomique
  • Hans-Joachim Rose: Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik. Tre Torri Verlag, 2007 » Die Küchenbibel: Enzyklopädie der Kulinaristik
  • Prof. Dr. Waldemar Ternes, Alfred Täufel: Lebensmittel-Lexikon. Behr's Verlag, 2005 » Lebensmittel-Lexikon