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Grundumsatz

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Der Grundumsatz ist die niedrigste Energiemenge, die ein entspannter, unbekleideter Mensch bei völliger Ruhe bei einer Umgebungstemperatur von 20 bis 28 °C benötigt, um seine Grundstoffwechsel sowie seine Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Der Grundstoffwechsel wird beispielsweise durch den Auf- und Abbau körpereigener Eiweiße oder der Herzaktivität beeinflusst. Der Grundumsatz wird in Kilokalorien oder Kilojoule angegeben.

Der Grundumsatz kann gemessen werden und wird frühestens 12 Stunden nach der letzten Mahlzeit bestimmt. Er kann durch leichte Änderungen der Messbedingungen wie beispielsweise durch Atemfrequenzänderungen beeinflusst werden. Der durchschnittliche Grundumsatz eines erwachsenen, gesunden Menschen liegt bei 1200 und 1800 Kalorien pro Tag.


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Formel zur Berechnung des Grundumsatzes

Zur Berechnung des Grundumsatzes gibt es verschiedene Methoden. Als einfache Faustregel zur Berechnung des Grundumsatzes kann folgende Formel genommen werden:

  • Männer: Grundumsatz = Körpergewicht in kg * 24 * 1,0
  • Frauen: Grundumsatz = Körpergewicht in kg* 24 * 0,9

Die Berechnung des Grundumsatzes macht man sich auch bei Diäten zunutze. So sollte hier die täglich zugeführte Menge an Kalorien unter dem Gesamtumsatz liegen, um eine Gewichtsreduktion zu erreichen.

Allerdings beeinflussen verschiedene Faktoren den individuellen Grundumsatz eines Menschen. So spielt neben dem Geschlecht, das Alter, die Körpergröße, aber auch die Zusammensetzung des Körpers eine große Rolle. Personen mit mehr Muskelmasse haben in der Regel einen deutlich höheren Grundumsatz.


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Wie wird der tatsächliche Energiebedarf bestimmt?

Der gesamte, tatsächliche Energiebedarf errechnet sich aus Grundumsatz plus Leistungsumsatz. Der Leistungsumsatz hängt von der körperlichen Aktivität der jeweiligen Person ab. Wer körperlich schwer arbeitet, viel Sport treibt und regelmäßig trainiert, hat einen höheren Leistungsumsatz als Menschen mit einer sitzenden Bürotätigkeit.

Der Grundumsatz erhöht sich demnach bei Sportlern. Zudem erhöht er sich bei einer Schilddrüsenüberfunktion sowie bei fiebrigen Erkrankungen und bei Frauen während der Schwangerschaft und in der Menstruation. Der Körper legt allerdings auch Reserven an, die beispielsweise beim Fasten gebraucht werden. Bei längeren Fastenzeiten, sowie beim Schlafen oder bei erhöhten Umgebungstemperaturen - wie beispielsweise in Klimaregionen mit höheren Temperaturen als in nördlichen Gebieten - verringert sich der Grundumsatz.




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