Polyoxyethylenstearat, Polyoxyethylen 40 monostearat, Polyoxyl 40 Stearat, E 431, Polyoxyethylen 40 stearat


Englisch: Polyoxyethylene 40 stearate
Französisch: Stearate de polyoxyéthylène 40
Italienisch: Stearato di poliossietilene 40
Spanisch: Polioxietileno 40 estearato


Inhaltsverzeichnis

Polyoxyethylenstearat gehört zu den Polysorbaten und ist ein Lebensmittelzusatzstoffe, der die europäische Zulassungsnummer E 431 trägt. Auf der Zutatenliste von Lebensmitteln kann der Zusatzstof auch als Polyoxyethylen (40) stearat, Polyoxyethylen (40) monostearat oder Polyoxyl 40 Stearat deklariert sein.

Polyoxyethylenstearat wird genau wie Polyoxyethylen(8)stearat in der Funktionsklasse der Emulgatoren genutzt. Als Emulgator hat E 431 die Aufgabe, Bestandteile von Lebensmitteln, die eigentlich nicht miteinander mischbar sind, mischbar zu machen. Als Stabilisator und Lösungsmittel kann E 431 ebenfalls dienen.


Verwendung

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Polyoxyethylenstearat ist in der Europäischen Union nicht als Lebensmittelzusatz zugelassen, wird jedoch bei der Herstellung von Weißwein als technischer Hilfsstoff zur Vermeidung unerwünschter Schaumbildung, also als Schaumverhüter verwendet. Grundsätzlich verwendet werden kann E 431 (außerhalb der EU) für Pudding und Backwaren.

In der Kosmetikindustrie dient diese chemische Substanz ebenfalls als Emulgator und Tensid. In Shampoos sorgt diese Substanz beispielsweise dafür, dass Fett und Schmutz von den Haaren gelöst und mit Wasser abgewaschen werden können. In der Regel liegt diese Substanz als weiße bis cremefarbene Substanz in wachsartiger oder flockiger Form vor. Die chemische Substanz hat einen fettigen Duft.


Herstellung

Polyoxyethylenstearat ist ein künstlich hergestellter Lebensmittelzusatzstoff, der so in der Natur nicht vorkommt. Hergestellt wird E 431 mithilfe einer natürlicherweise vorkommenden Fettsäure und Ethylenoxid. Bei der natürlich vorkommenden Fettsäure handelt es sich um Stearinsäure. Stearinsäure kann sowohl pflanzlichen als auch tierischen Ursprungs sein. In der Regel wird für die Herstellung dieses Zusatzstoffes pflanzliches Fett verwendet.


Gesundheitliche Risiken

Polyoxyethylenstearat wurde ursprünglich als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Der ADI-Wert lag bei 25 mg/kg Körpergewicht. Der ADI-Wert gibt an, wie viel vom jeweiligen Stoff verzehrt werden kann, ehe dieser gesundheitsschädlich wird. Polyoxyethylenstearat ist mittlerweile in der Europäischen Union nicht mehr als Zusatzstoff zugelassen. Dieser Stoff kann allergische Reaktionen und Migräne auslösen. Eine Krebs erregende Wirkung wird diskutiert.



Quellen


  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 » Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben