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Meta-Weinsäure, E 353


Englisch: Meta-tartaric acid
Französisch: Acide méta-tartarique
Spanisch: Acido metatartárico
Italienisch: Acido meta-tartarico


Inhaltsverzeichnis


Meta-Weinsäure (auch Metaweinsäure geschrieben), ist ein Stabilisator und Säuerungsmittel und trägt die europäische Zulassungsnummer E 353 für Lebensmittelzusatzstoffe. Auf der Zutatenliste wird der Stabilisator als Meta-Weinsäure deklariert.

© Dennis Aldag / fotolia.com



Meta-Weinsäure im Wein

Bei der Meta-Weinsäure handelt es sich um ein Spezialprodukt, das in Pulverform vorliegt. Genutzt wird dieser Lebensmittelzusatzstoff, um Weinausscheidungen zu verhindern. Dieser Stabilisator wird bereits abgefüllten Flaschenweinen zugesetzt. Zumeist handelt es sich bei diesem Stabilisator um ein weiß-gelbliches Pulver beziehungsweise Granulat, das einen leicht würzigen Geruch hat. Der Geruch kann an Karamell erinnern. Meta-Weinsäure wirkt stabilisierend und verhindert die Kristallisation des Weines, indem sie die Kristallisationskeime wie Kalium und Calcium, die im Wein gelöst sind, umhüllt. Auf diese Weise wird der Kristallisationsprozess unterbunden. Meta-Weinsäure wirkt nur für einen begrenzten Zeitraum stabilisierend, da sich der Zusatzstoff im Wein mit der Zeit wieder in natürliche Weinsäure umwandelt. Je kühler der Wein gelagert wird, desto länger behält die Meta-Weinsäure ihre stabilisierende Wirkung.

Meta-Weinsäure wird in der Lebensmittelindustrie vor allem für Weine genutzt, die früh abgefüllt werden und nicht für längere Zeit gelagert werden sollen. Zugesetzt werden sollte der Stabilisator etwa zwei bis drei Tage, bevor der Wein in Flaschen abgefüllt wird. E 353 sollte dem füllfertigen, bereits gefilterten Produkt zugegeben werden, da jeder weitere Filterprozess die Meta-Weinsäure ebenfalls entfernen und dadurch ihre stabilisierende Wirkung schwächen kann.



Herstellung von Meta-Weinsäure

Bei der Meta-Weinsäure handelt es sich um polymerisierte Weinsäure. Hergestellt wird dieser Lebensmittelzusatzstoff aus natürlicher Weinsäure. Die natürliche Weinsäure wird erhitzt und dadurch dehydriert. Das Wasser wird durch die Erhitzung abgespalten und zurück bleibt eine Schmelze, die anschließend gemahlen und wie oben beschrieben verwendet werden kann. Bei diesem Prozess verestert sich die Weinsäure quasi selbst. Da dieser Prozess natürlicherweise auch umgekehrt funktioniert, ist die stabilisierende Wirkung von E 353 begrenzt. Wird der Wein bei niedrigen Temperaturen gelagert, hält die Wirkung bis zu zwei Jahren an.



Verwendung von Meta-Weinsäure

Metaweinsäure darf nur Schaumwein, Wein und Weinprodukten, so genannten Made Wine oder auch "British Wine" zugesetzt werden, die aus Traubenmostkonzentrat hergestellt werden. Die Höchstmengenbeschränkung liegt bei 100 mg/l.



Gesundheitliche Risiken von Meta-Weinsäure

Meta-Weinsäure gilt als gesundheitlich unbedenklich. Für diesen Zusatzstoff wurde kein ADI-Wert festgelegt. E 353 kann uneingeschränkt verzehrt werden.



Zusammenfassung und Kurzinfos



Quellen

  • Der Brockhaus Ernährung: Gesund essen - bewusst leben. Brockhaus, 2011 »








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